Am vergangenen Samstag trat die erste Herrenmannschaft des ASV Dachau beim noch ungeschlagenen Tabellenführer in Landshut an. In den vorangegangenen Trainingswochen lag der Fokus auf den Grundlagen des Angriffsspiels, um die stabile Abwehr der Landshuter zu knacken und deren Tempospiel effektiv zu unterbinden. Schon im Vorfeld war klar: Nur mit einer geschlossenen, kämpferischen Mannschaftsleistung lässt sich beim Spitzenreiter etwas Zählbares mitnehmen.

Die Anfangsphase verlief jedoch alles andere als ideal. Überhastete und unkonzentrierte Abschlüsse prägten das Bild, und so stand es nach vier Minuten bereits 5:0 für die Gastgeber. Beim Stand von 7:3 zog Chefcoach Quirin Westermaier die erste Auszeit – mit spürbarer Wirkung. Dachau arbeitete sich Tor um Tor heran und zwang beim 12:9 seinerseits die Landshuter zu einer Unterbrechung. Mit einer Drei-Tore-Führung der Gastgeber (15:12) ging es schließlich in die Pause. Die ASV-Abwehr hatte sich stabilisiert, und über Rechtsaußen Victor Schwalbe gelangen wiederholt erfolgreiche Torabschluss.

In der Kabine lautete das klare Ziel, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und die Fehler der Anfangsphase konsequent abzustellen, um besser in die zweite Halbzeit zu starten.

Doch die begann wie die erste: Durch erneute Unkonzentriertheiten wuchs der Rückstand bis zur 40. Minute auf 22:14 an. Dann zeigten die Dachauer Moral und Kampfgeist. Mehrere starke Paraden von Bene Ambrosi sowie provozierte technische Fehler in der Landshuter Offensive ermöglichten über schnelles Umschaltspiel einfache Tore – der Rückstand schrumpfte auf 22:18. Der Angriff gewann zunehmend an Tiefe und Durchschlagskraft, was den Gegner zu Zeitstrafen zwang. Landshut reagierte mit dem siebten Feldspieler, um Gleichzahl im Angriff herzustellen. Doch der ASV nutzte die sich bietenden Gelegenheiten eiskalt und traf mehrfach ins verwaiste Tor. In der 52. Minute war der Anschluss mit 27:26 hergestellt – ein echter Handballkrimi nahm Fahrt auf.

Kurz vor Schluss schien das Spiel zugunsten der Gastgeber zu kippen. 90 Sekunden vor dem Ende bot sich Landshut die Gelegenheit, beim Stand von 29:27 auf 30:27 zu erhöhen – die vermeintliche Vorentscheidung. Doch Bene Ambrosi krönte seine herausragende Leistung mit zwei weiteren Paraden, und Finn Rohmert sorgte zehn Sekunden vor dem Abpfiff für den viel umjubelten Ausgleich.

Am Ende entführten die Dachauer Herren 1 nach großem Kampf einen Punkt, der sich wie ein Sieg anfühlt. Die Mannschaft bedankt sich bei den mitgereisten Fans und freut sich darauf, sie am kommenden Samstag, den 22. November, um 18:30 Uhr in der Georg-Scherer-Halle wiederzusehen.

Herzlichen Glückwunsch zudem an Matchwinner Bene Ambrosi und Eigengewächs Fabi Gierke zu ihren ersten Feldtoren für die Herren 1!