Der ASV Dachau musste am Samstagabend beim TSV Schleißheim eine frustrierende 25:28-Niederlage hinnehmen – ein Ergebnis, das den Spielverlauf fast noch schöner aussehen lässt, als er aus Dachauer Sicht tatsächlich war. Besonders die erste Halbzeit war ein Sinnbild für alles, was an diesem Tag nicht funktionierte.

Die Partie begann mit einem kompletten Fehlstart: Nach kaum vier Minuten lag der ASV bereits 0:3 zurück, nach gut sechs Minuten sogar 0:4 . Erst dann gelang der erste Treffer für Dachau (4:1), kurz darauf verkürzten die Dachauer Mädels auf 4:2 – doch ein wirklicher Ruck ging nicht durch die Mannschaft.

Stattdessen zog Schleißheim davon. Zwischen der 14. und 29. Minute kassierte Dachau Tor um Tor und fand in dieser Phase keinerlei Zugriff auf das Spiel. Besonders der Rückraum stellte die ASV-Defensive immer wieder vor unlösbare Aufgaben. Mit einem völlig ernüchternden 14:7 gingen beide Mannschaften in die Kabine.

Auch wenn Dachau nach der Pause kämpfte, besser ins Tempospiel kam und den Rückstand phasenweise verkürzte, reichte die Steigerung nicht ganz aus. Trotz teilweise starker Offensivmomente – vor allem durch Anna Leiber und die sicheren 7-Meter-Schützinnen– musste der ASV stets einem Rückstand hinterherlaufen.

Schleißheim behielt über 60 Minuten hinweg den Vorsprung, lies keine Aufholjagd zum Ausgleich zu, sondern antwortete auf jeden Dachauer Lauf umgehend mit eigenen Treffern. Die Folge: Der ASV konnte das Ergebnis nur noch korrigieren.

Fazit aus Dachauer Sicht:
Die Mannschaft war spürbar unzufrieden mit sich selbst. Technische Fehler, fehlende Härte, zu wenig Tempo im Umschaltspiel – und vor allem eine völlig verschlafene Anfangsphase entschieden die Partie früh gegen den ASV. Dass man trotz der schwächsten Halbzeit der Saison am Ende auf drei Tore herankam, ist mehr Beruhigung als Trost.

Jetzt heißt es: Wunden lecken, im Training Gas geben – und es im nächsten Spiel deutlich besser machen.