
Herbstmeister verteilt zum Rückrundenfinale Weihnachtsgeschenk
Gegner: TV Altötting
Anwurf: 17.12.2022, 16:30 Uhr
...wobei man das nicht ganz so sagen kann, musste der Gastgeber Altötting doch bis zur letzten Spielminute um den letztlich nicht unverdienten Heimsieg mit 29:26 (12:13) zittern.
Die Vorzeichen waren nicht optimal. Neben Captain Maxi Hauß mussten die Coaches Ferdi Hauß und Andi Hofmann auch noch das Torhüter-Duo Hagitte/Dlask ersetzen. Dabei lag es aber sicher nicht an Bene Ambrosi und Christopher Gebell im Tor, dass der ASV die erste Saisonniederlage hinnehmen musste. Das Abschlusstraining am Donnerstag musste aufgrund beruflicher Verhinderung bzw. Erkrankungen mit nicht allen Feldspielern und ohne die Trainer durchgeführt werden. Dennoch ging man motiviert in das Spiel und erhoffte es sich, das Sahnehäubchen auf die Vorrundentorte zu platzieren. Taktische Vorgaben waren das Kontrollieren des bärenstarken Linksaußen Patrick Malz und das gnadenlose Anziehen des Tempos. Ein Reisebus fuhr die gesamte Belegschaft nach Altötting, wo der Tabellenführer den besseren Start erwischte. Nach drei Minuten gelang Viktor Schwalbe das 0:1. Über 3:5 ging man schließlich in der 19. Minute mit 6:9 in Führung, indem man einige Nadelstiche über das Umschaltspiel setzen konnte und hinten recht sicher stand. Bis zur Halbzeit konnte sich Altötting auf 12:12 herankämpfen, bevor David Gierke sich 3 Sekunden vor Schluss ein Herz fasste und nochmal die 12:13 Führung für die Gäste erzielte.
Die Halbzeitansprache lässt sich kurz zusammenfassen: Tempo erhöhen und in der Abwehr noch besser kommunizieren und verschieben. Dass es gegen den Landesliga-Absteiger nicht einfach werden würde, war ja logisch und so ging es in der zweiten Halbzeit denkbar knapp und spannend weiter. Bis zur 48. Minute konnte sich keine Mannschaft auf mehr als ein Tor absetzen und die Führung wechselte ständig hin und her. Jedoch tat sich Dachau im Angriff mit zunehmender Spieldauer immer schwerer gegen die körperlich sehr hart agierende Altöttinger Deckung. Tore aus dem Rückraum waren Mangelware und wenn es doch mal gelang, den Kreisläufer oder einen Außenspieler freizuspielen, waren die Wurfquoten an diesem vorweihnachtlichen Samstagnachmittag nicht überragend. Man stemmte sich dagegen, man versuchte alles, aber an diesem Tag war eine mittelmäßige Leistung eben nicht genug und so gelang es den Wallfahrtsstädtern, angepeitscht durch ihre zahlreichen Fans, in Minute 55 erstmals auf 26:23 zu erhöhen. Aber umsonst sind die Männer vom Stadtwald nicht Tabellenführer, so kämpfte man sich tatsächlich nochmal auf ein Tor heran (26:25, bzw. 27:26) und zwang Altötting zu einer Auszeit. 20 Sekunden vor Schluss gelang dem Halblinks der Gastgeber dann unter Bedrängung leider ein Traumtor in den Winkel, das die Dachauer Niederlage endgültig besiegelte. Es hat einfach nicht sollen sein an diesem Tag.
Bei aller teils berechtigten Kritik darf Schwarzmalerei jetzt nicht ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Der ASV geht als Tabellenführer in die Rückrunde und der Druck im Kampf um den Meistertitel liegt in erster Linie bei Altöttung und Freising. Man wuchs in den vergangenen Monaten brutal zusammen und kann nur ganz schwer in die Knie gezwungen werden. Die Revance gegen Altöttung findet schon im Januar in der heimischen Georg-Scherer-Halle statt. Man wird an diesem Tag wieder alles in die Waagschale werfen, um den alten Vorsprung wieder herzustellen. Ein Dank geht an die zahlreichen Fans, die mitgereist sind und die tollen Schiedsrichter. Ein fader Beigeschmack war jedoch die extrem kurze Aufwärmzeit von nur 25 Minuten, weil das Spiel zuvor deutlich verspätet angepfiffen wurde. Aber egal, da kräht Ende April auch kein Hahn mehr danach. Jetzt heißt es Mund abwischen, Schürfwunden ausheilen lassen und mal 2 Wochen die Beine hochlegen, die Winterpause wird uns allen gut tun, um dann im neuen Jahr wieder mit frischem Wind und gut erholt in die Rückrundenvorbereitung zu starten.
Zuletzt ein Dank an alle Sponsoren, Fans, Helfern und die unermüdlichen Trommler. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Es spielten: Christopher Gebell, Benedikt Ambrosi (beide Tor), Viktor Schwalbe (6), Finn Rohmert (5/2), Ludwig Streller (3), Moritz Deichl (3), David Gierke (2), Felix Eckstein (2/2), Fabian Ehlis (2), Kilian Schwalbe (2), Matthias Hauß (1), Johannes Pscherer, Johannes Hutterer