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It´s so lonely at the Top! Prestigehandballer erneut Corona-Moasta der Liga

Die überheblichen Mannen aus der „fett und prall“-Abteilung konnten ihre weiße (etwas auftragende) Weste behalten und besiegten - wie alle Gegner vorher - auch den Ligabegleiter (Platz 2) Pfaffenhofen mit 30:20.
Sie waren hoch motiviert. Über Lokalisten wurden die Mannen vor dem Spiel darüber informiert, dass mindestens zwei Leistungsträger aus PAF nicht mitspielen könnten. Der PVC-Test des Grauens hätte dies verhindert.
Auch beim ASV gab es einige Ausfälle. Reuss hielt sich zum Beispiel zu einer Kamelkur in Bud Spencer auf. Deshalb halfen glücklicherweise drei junge Legionäre aus den Minen von Moria der Mannschaft mit aus.
Der ehemalige Vokuhila-Graf Franke („Mit 18 war ich bereits ein ausgebranntes Genie“) und Kalkschulter Pangerl („mir is da seit 6 Monat was neigschossen“) teilten sich einen Arbeitsplatz (Wechsel Angriff/Abwehr).
Der enspannte sphinxhafte Nastoll („Bevor I mi aufreg iss ma liaba wuascht“) hatte sich ebenfalls auf eine ruhige Kugel eingestellt, da Thätter, der Dampfer der guten Laune, postuliert hatte, er werde heute mal wieder Verantwortung übernehmen und eine Torausbeute anstreben, die zweistellig sei…dies strebe er im übrigen auch bei seinem eigenen Abtropfgewicht an.
Der etwas verträumte Gyx Gyüge („Wie heißt nochmal der eine von Max und Moritz?“) habe mit seinem Berater gesprochen und werde auch etwas zum Saisonabschluss beitragen; Nämlich etwa 5 Tore.
Und so begab es sich, dass eine hochmotivierte und wohlgenährte Mannschaft dem Saisonende engegenfieberte. Man wollte unbedingt gewinnen und mit 12:0 Punkten diese wieder einmal spezielle Saison beenden.
Alles war vorbereitet: In der Kabine warteten Chips vom Schwielowsee, eine Kiste Cincinatti Headpunch, einige Festmeter Pizza und eiskaltes Duschwasser vom Kochlsee („Des warme Wassa ham uns doch de Gegna wegduscht!“).
Doch man tat sich anfangs schwer gegen diese durch viele Junge Spieler ergänzte Mannschaft. Selbst gelang oft nicht viel und so stand es nach 9 Minuten 3:4 für die Gäste. So weit so langweilig.
Doch dann zündete Thätter seine Endstufe, fräste durch die Abwehr, schoss 3 Tore am Stück (6:4) und legte so den Grundstein für den Sieg, ebenso wie Torhüter MölzAir (Blutgruppe: Mensch), der mit seinen Adidas Samba einige gegnerische Chancen zernichtete. Jetzt gelangen einige schöne Spielzüge – wie z.B. der wunderbare no-look-no-brain-Pass von Nagel auf Franke am Kreis – quasi ein Pass mit der Ado Goldkante.
Einzig Loader, der Topscorer der letzten Partien, hatte bis zur 25. Minute keinen Treffer beigesteuert, aber bereits X Versuche vergeigt.
In einem eilig einberufenen Teamdriven Assessment (Auszeit) wurden diesem seine Entwicklungsfelder aufgezeigt. Ball flach halten „und einfach amoi weidaspuin wennst äh nix ausser guade Bekannte driffst! Aber ich glaube, Ich erreiche dich einfach nicht mehr…“. Sachlich argumentierte Loader: „Ja bin ich denn der Himbeertoni? Da geh ich nicht ganz d’accord! Ich bin Progamer! Das ist doch eine Milchbrötchenrechnung! Na guat…ich kann auch als seelenloser Passroboter den Ball einfach nur weidaspuin…werds scho seng, was ihr davon habts! Ich krieg davon ADHS! Das ist das mieseste Timing in der Geschichte des Timings! Das was andere Hölle nennen ist mein Zuhause!“ argumentierte er sich in einen Rausch, bewies hiermit wieder seine negative Inselbegabung, machte seine bekannten Meerschweinchengeräusche, hielt sich für 2 Minuten dran…und ging wieder voll drauf.

Sören blickte ungläubig in die Runde ob dieser Schimpfkanonade. „Der hat Erklärungstourette!“ klärte ihn einer der Eingeweihten auf.
In der ersten Hälfte gelang Loader nur ein magerer Treffer. :-(
Halbzeitstand: 13:10

Nach der Pause ließ man nicht mehr viel anbrennen. Vorne wurde nun fast nach Belieben getroffen („des is ja wia Dynamitfischen im Aquarium“) und hinten gab es eine Phase in denen den gut und fair kämpfenden Pfaffenhofenern 8 Minuten hintereinander kein Tor gelang. (17:15 bis 23:15). Aber die Vordermannschaft ermöglichte es auch dem nun im Tor stehenden Hauser sich mehrfach auszuzeichen, da sie vorne vergeigten und so dem Gegner Konter ermöglichte, die einige Male gut entschärft wurden.
Und jetzt gelangen auch TopLoader wieder Treffer. Sein Lieblingstrick – die genetische Schere, wie er ihn nennt – klappte ein ums andere Mal und so konnte er letztlich tatsächlich 8 Treffer beisteuern. Thätter machte 10 Hüttn…und Gyüge? Wo waren die versprochenen 5? Er hatte es sich bereits im Café Waagrecht bequem gemacht als ihn der Anruf seines Beraters erreichte. Man wisse ja, dass er als Vegetarier ein Artischockenherz sein eigen nenne, aber wie vertraglich vereinbart solle er dieses nun in die Hand nehmen und seine Schuld einlösen. Dieser Vorgabe stellte er sich, wuchtete sich auf den Platz, rief „beiseite ihr Narren! Der Deichgraf kömmt!“, warf am Ende noch zwei Tore, löste die Schuld ein und steuerte mit dem 30sten Treffer auch noch freigiebig eine Kiste Brottrunk für die Abschlussfahrt bei. (30:20)
Bei der abschließenden Manöverkritik in der Kabine konnte man überhebliche Gesprächsfetzen wie „mei hamma deee b*mmst“, „warum liegt hier überall Stroh“ „ich hab vorzeitigen Bluterguss“ oder „Durst ist schlimmer als Zweikampf“ hören.
Anschließend begaben sich die Spießer im Tattoopelz noch in die Kegelbahn, wo man den Abend mit den anderen heute siegreichen Herrenmannschaften leise ausklingen lies.

Ziel für die nächste Saison sei übrigens ein dunkler Trikotsatz, der die Silhouette der Mitspieler nicht so betone… nur die Trikotgrößen XL und XXL. L und M würden gestrichen. Aus Gründen.


Ein Wort in eigener Sache:
Der Verfasser dieser Zeilen kehrt nach 20 Jahren dem ASV den Rücken. Er wird aus persönlichen Gründen nach Heidelberg wechseln.
„Es war mir ein Fest über diese lange Zeit beim ASV sein zu dürfen und es war wunderbar hier in da Drittn (aka „Biertn“) mein handallerisches Austragshäusl gefunden zu haben.“ meinte der Gefühlsmillionär auf Nachfrage der Red. Wie es ihm nun gehe. „Wie es mir geht? – Das ist Ländersache, dazu möchte ich mich hier nicht äußern“ antwortete er nichtssagend.

Burschn! Die Zeit mit euch war mir ein Fest und eine tolle Nutzererfahrung! Netter Kontakt – Gerne wieder!
Merci für die schöne Zeit und den Abend am letzten Spieltag!
Thomas Hauser (da Hausa)

Mein Freund ist aus….geht nach Heidelberg


Mölzer, Hauser, Franke (1), Thätter (10), Pangerl, Gyüge (5) , Nastoll (3), Loderer (8), Eckstein (1), Meyer, Westermaier, Pscherer, Nagel (2)

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Mark schrieb am 16.02.2022 um 08:54:34

Suomi, Du wirst fehlen. Es war ein großer Spaß, Dich im Verein zu haben. Alles Gute!

Oliver schrieb am 12.03.2022 um 10:29:26

Mensch, Torwächter-Kollega! Du jetzt auch weg… Alles Gute aus dem Norden!

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