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FinalFour Molten-Cup

Am Feiertag zum "feiern zu Mute"

Nach der vor einer Woche besiegelten bayrischen Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in BundesLiga 3, gab es für die Bayernliga Damen des ASV Dachau die nächste Möglichkeit, einen Titel zu erringen. Am Tag der Arbeit wurde der bayrische Pokalsieger ausgespielt. Die Spielgemeinschaft Mintraching/Neutraubling (Bayernliga) war Gastgeber des bayrischen "FinalFour". Neben eben diesem Gastgeber hatte sich der MTV Stadeln (Bayernliga) und der TV 1864 Altötting (frisch gebackener Meister der BOL Altbayern und Aufsteiger in die Landesliga Süd) qualifiziert.
Der vermeintliche Außenseiter aus Altötting hatte dabei in Runde 3 sensationell die Damen des Bayernligisten HaSpo Bayreuth aus dem Pokal geworfen. Gespielt wurden 2 Halbfinals und das Endspiel, welches die beiden Sieger bestritten. Die Halle des Gastgebers erlaubt kein Haftmittel, so musste das "FinalFour" ohne Harzbenutzung über die Bühne gehen. Ein Umstand, der zwar für Mintraching, Stadeln und Altötting Alltag ist, den Mädels des ASV aber immer wieder den Nerv raubt.
Dazu muss man tatsächlich auch sagen, dass Handball mit und Handball ohne Harz fast zwei unterschiedliche Sportarten sind. Aber nun war es so und die Stadtwalddamen mussten sich mit diesen "Spielbedingungen" arrangieren, wenn sie denn den Pokalsieg aus dem letzten Jahr wiederholen wollten.

Die Auslosung führte den vermeintlichen Außenseiter Altötting und den Titelverteidiger ASV Dachau zusammen, also ein rein altbayrisches Duell. Altötting machte erwartungsgemäß seine Sache sehr gut, kämpfte, ackerte und warf alles in die Waagschale. Aber es war auch klar, wenn Dachau nicht überheblich oder unkonzentriert oder beides in dieses Spiel geht, dann sollte der Sieger recht schnell feststehen. Dachau tat Altötting nicht den Gefallen, irgendwen oder irgendwas zu leicht zu nehmen und zur Pause war die Partie beim 19:9 schon entschieden. Es entwickelte sich auch in Halbzeit 2 ein munteres Spiel, das standesgemäß mit 40:19 an den ASV ging.

Das Endspiel war damit erreicht und der Gegner hieß Mintraching, also der Gastgeber, der sich mit 28:27 im Duell zweier Bayernligisten gegen Stadeln durchsetzen konnte. Auf Seiten des ASV Dachau hatte man sich ein Endspiel gegen Mintraching erhofft, denn da gab es wohl aus der letzten Liga Partie noch etwas zu klären. Das und die Titelverteidigung, das wollten die Stadtwald Damen im Finale klären. Doch anfangs lief die Partie gar nicht so, wie es der Plan war. Die Mädels standen sich gerade in den ersten 25 Minuten zu oft selbst im Wege. Mindestens fünf Mal wurde ein Pass ohne jede Behinderung zum Gegner gespielt, Mintraching versuchte zwar auch immer wieder gezielt die Passwege anzulaufen, aber vor diese Aufgabe wurde der ASV schon häufig gestellt und solche gravierenden Fehlpässe waren die absolute Ausnahme.

Zur Pause stand es somit unerwartet 10:14 aus Dachauer Sicht und wollte man am Ende als Sieger vom Platz gehen, dann musste sich in Halbzeit 2 einiges ändern. Das wurde der Mannschaft in der Kabine auch recht deutlich mitgeteilt. Mit einer viel besseren Körpersprache und Einstellung begann der ASV dann auch Halbzeit 2. Innerhalb von 5 Minuten wurde der 4 Tore Rückstand egalisiert und es stand 15:15. Weitere 10 Minuten später hatten sich die Stadtwalddamen auf 22:18 entfernt und ließen den Gastgeber jetzt ständig nur hinterher laufen. Dachau spielte den ganzen Qualitätsunterschied aus, stand sehr kompakt im Abwehrblock und ließ defensiv entschieden weniger zu, als noch in Halbzeit 1. Auch offensiv lief der Ball jetzt. Schnell und flüssig wurden die richtigen handballerischen Mittel gefunden, gegen die Mintraching zunehmend keine Lösungen mehr fand. Am Ende leuchtete ein 28:22 von der Anzeigetafel und es wurde ein überzeugender Sieg. Pokalsieger 2018/19 ist der ASV Dachau! Damit krönen die Mädels eine grandiose Saison mit 2 Titeln, "Bayrischer Meister" und "Bayrischer Pokalsieger" mehr geht nicht. Jetzt findet am Samstag um 18:00 Uhr das letzte Heimspiel gegen den TSV Haunstetten II statt.

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