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Niederlage beim Spitzenreiter

Die ersten Herren des ASV Dachau haben sich beim Spitzenreiter aus Anzing teuer verkauft und trotz großer Personalsorgen eine sehr starke erste Halbzeit gespielt. Am Ende reichte es beim Meister dennoch nur zu einer knappen Niederlage, die Stand jetzt den Abstieg für den ASV bedeutet (13:17;29:26).

Die Truppe um Trainer Hubert Müller wollte nach der zweiten Saisonniederlage in Fürstenfeldbruck (28:26) Wiedergutmachung betreiben, vor heimischer Kulisse den nächsten Schritt in Richtung Bayernliga tun und die bockstarke Heimserie von 12 Heimsiegen am Stück aufrechterhalten. Den Start in die Partie allerdings vergeigten die Anzinger rigoros, der ASV war hellwach und machte sich auf den Weg, die letzte Chance auf den Klassenerhalt zu wahren (2:6). Ohne Schwalbe, Hubrich, Meckl, Hauß, Hagitte, Grund und Rohmert war allen Beteiligten bewusst, dass es eine Mammutaufgabe werden würde, in temporeichen sechzig Minuten mit dem Spitzenreiter mitzuhalten. Trotz alledem waren die Stadtwaldherren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, im Angriffsspiel funktionierten die Spielzüge und die Abwehr hielt den Laden zusammen mit Torhüter Christian Pröll dicht (5:10). Auch zwei Tore in Folge der Heimsieben änderten daran nichts, die Gäste überzeugten mit Tempospiel und guter Abschlussquote (8:13). Fünf Minuten vor der Pause betrug der Abstand weiterhin fünf Tore (10:15), ehe eine Zeitstrafe und überhastete Würfe einen Lauf der Anzinger Löwen zur Folge hatte (13:15). Aber auch diesen konterte der ASV mit zwei eigenen Toren, ehe der SVA mit der Pausensirene den Anschlusstreffer markierte (14:17).

Die Mannen um Trainer Marc Thieme hatten nun in der Pause Zeit Luft zu holen und sich auf die zweite Spielhälfte einzustellen, die ihnen noch einmal alles abverlangen würde. Mit einer solchen ersten Halbzeit hatte niemand gerechnet, die Stadtwaldherren waren von Beginn an im Spiel und brachten ihr wahres Leistungsvermögen aufs Parkett. Das war aber in vielen Spielen in dieser Saison so, erst gegen Ende des Spiels hatte man aufgrund fehlender Wechselmöglichkeiten und fehlender Tiefe auf der Bank Punkte verschenkt. Und dass der SVA vor heimischer Kulisse, die für eine fantastische Stimmung sorgte, noch einmal alles raushauen würde, war auch jedem bewusst. Anfangs der zweiten Hälfte lief es für die Gäste noch gut an (15:18), nach und nach kam der Gastgeber aber ran und überzeugte mit unbedingtem Siegeswillen (17:18). Eine berechtigte rote Karte nach unglücklichem Foulspiel gegen Tobias Urban nutzte dann der SVA aus, um zehn Minuten nach der Pause den Ausgleichstreffer zu erzielen (19:19). Das Momentum war klar auf Seiten der Anzinger, der ASV stemmte sich zunächst noch mit aller Macht dagegen (21:21). Aber unter großem Jubel war der Führungstreffer des Gastgebers nur noch eine Frage der Zeit gewesen (23:21). Zehn Minuten vor dem Ende schien es, als hätte der SVA das Spiel komplett gedreht und die Weichen auf Sieg gestellt (25:22). Aber die Gäste ließen sich nicht abschütteln (25:24). Das Spiel war jetzt auf Messers Schneide und dem Spielverlauf nach hatte sich der Gast auch definitiv mindestens einen Punkt verdient gehabt (27:26). Aber ein verworfener 7m kam zur Unzeit und der SVA nutzte die sich bietenden Möglichkeiten im Stile einer Spitzenmannschaft aus, um den nächsten Heimsieg dingfest zu machen (29:26).

Die ersten Herren des ASV Dachau verlieren also das Spiel beim Spitzenreiter aus Anzing, können sich für eine bärenstarke Leistung in der ersten Halbzeit am Ende leider nicht mit etwas Zählbarem belohnen. Glückwünsche gehen raus an den SVA, der dank einer Niederlage des ärgsten Verfolgers TuS Fürstenfeldbruck II den Meistertitel und damit den direkten Wiederaufstieg sicher hat. Die Stadtwaldherren hingegen sind Stand jetzt weit vom Klassenerhalt entfernt. Der Relegationsrang (Platz 10) ist bei sechs noch zu vergebenen Punkten zwar noch zu erreichen, aber nur wenn der dort ansässige HT München II seine beiden letzten Spiele alle verliert und der ASV alle drei gewinnt. Da man aber gegenüber dem HT den direkten Vergleich verloren hat, können die Stadtwaldherren nur auf die dritte Liga schielen und darauf hoffen, dass dort die bayerischen Vertreter die Kurve kriegen und ihrerseits den Klassenerhalt schaffen und sich die Abstiegsränge dadurch auch in der Landesliga Süd noch verschieben. Man hat es also nur noch so halb in der eigenen Hand, muss dafür aber erstmal die nächsten Aufgaben erledigen. Nächstes Reiseziel ist die SpVgg Altenerding, gegen die man am Ostersamstag ein Nachholspiel bestreitet. Vorbericht folgt.

Vielen Dank an alle mitgereisten Fans und Zuschauer, die für eine tolle Kulisse gesorgt haben.

Für den ASV spielten: Christian Pröll und Vinzenz Altenweger im Tor; Maximilian Hauß (1), Wicki Schwalbe (3), Matthias Fuchs (7), Tobias Urban (1), Benedikt Hagitte (6), Quirin Westermaier (3), Markus Walk (5/2), Felix Eckstein, Matthias Hauß und Johannes Pscherer.

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