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Nichts zu holen gegen abgezockte Gäste

Die ersten Herren des ASV Dachau haben gegen die Reserve des TuS Fürstenfeldbruck in heimischer Halle eine Niederlage eingefahren und konnten das Ergebnis und das Spiel wenigstens in der zweiten Halbzeit ausgeglichen gestalten (12:18;23:29).

Die Truppe um Trainer Kurt Neumaier startete auch gemäß ihrer Tabellen- und Leistungssituation in das Spiel, zeigte dem Gastgeber prompt wie es läuft und ging mit drei Toren in Front (0:3). Kurz darauf schüttelte sich der ASV kurz und antwortete mit schnellem Spiel und schön herausgespielten Treffern (3:3). In der Folge gingen die Gäste immer wieder in Führung (4:6), aber der Gastgeber hatte sich nun besser auf das Spiel des TuS eingestellt und wusste zumindest in der Offensive, wie man den Abwehrriegel der Brucker brechen kann (6:6). Anschließend geriet man dann aber in bewährte Fahrwasser, vorne leistete man sich zu viele Fehlwürfe oder technische Fehler und hinten stellte man sich zu einfältig und stellenweise auch dumm an, was unter anderem zu einer berechtigten roten Karte führte. Diese Unterzahl nutzte der Gast gekonnt aus und ging das erste mal im Spiel mit vier Toren in Front (6:10). Dieser Abstand pendelte sich nun ein, der ASV konnte hin und wieder verkürzen (8:11), aber die Brucker hielten ihren Gegner größtenteils gut in Schach (10:14). Knappe fünf Minuten vor der Pause konnte der ASV abermals auf drei Treffer herankommen (12:15), das war allerdings das letzte Tor des Gastgebers in Durchgang eins, der anschließend erneut zuviele Fahrkarten warf und die Brucker regelrecht einlud, den Vorsprung vor der Pause schon vorentscheidend auszubauen (12:18).

Die Mannen um Trainer Marc Thieme wussten, dass sie in der Defensive einen Gang drauflegen müssen und mit mehr Durchsetzungsvermögen und Kaltschnäuzigkeit agieren sollten, um das Spiel im zweiten Durchgang noch etwas spannend zu gestalten. Aber die ersten zehn Minuten sind schnell erzählt, zwar hielt man jetzt in der Defensive gut dagegen und musste nur vier Gegentreffer hinnehmen, im Angriff allerdings fehlte weiterhin der unbedingte Wille das nächste Tor zu erzielen und so waren es in der gleichen Zeit nur deren zwei Treffer (14:22). Und so wird es gegen einen Aufstiegsaspiranten schwer. Eine gute Viertelstunde vor Schluss hatte dieser Abstand weiterhin Bestand (15:23), ab diesem Zeitpunkt besannen sich die Stadtwaldherren und bewiesen den vielen Zuschauern, dass sie durchaus mithalten können. Die Defensive hielt dicht, der Torhüter fing den einen oder anderen Ball ab und bei Ballgewinn hielt der Gastgeber das Tempo hoch und erzielte somit in knapp fünf Minuten doppelt so viele Treffer wie in den zehn Minuten nach der Pause (19:23). Dass die Gäste den aufkommenden Schwung innerhalb von zwei Sequenzen zunichte machten, sei hier nur kurz erwähnt (19:25). Aber der Wille war spürbar und aufgegeben hatten sich die Stadtwaldherren sowieso noch nie (21:25). Näher als vier Tore kamen sie aber nicht mehr ran und so hielt der TuS den alten Abstand der ersten Halbzeit aufrecht und ging am Ende als verdienter, weil cleverer und kaltschnäuziger, Sieger vom Parkett (23:29).

Die ersten Herren verlieren also das erste Heimspiel von zwei Heimspielen in Folge und müssen sich verdient dem Tabellenzweiten aus Bruck geschlagen geben, der nicht ganz zu Unrecht dort oben steht. Für die Stadtwaldherren hätte vieles zusammenkommen müssen, um etwas Zählbares zu holen, nachdem mit Matthias Fuchs auch noch der Spielmacher nach dem Abschlusstraining am Donnerstag verletzt passen musste. Aufbauen kann man mit Sicherheit an der zweiten Halbzeit, aber es stellt sich dennoch die Frage, warum die erste Halbzeit dann so verspielt werden musste. Viel Zeit darüber nachzudenken bleibt nicht, es steht ein immens wichtiges Heimspiel an, wenn in einer Woche der Tabellenletzte aus Haunstetten die Reise an den Stadtwald macht. Vorbericht folgt.

Vielen Dank an alle Zuschauer und Fans, die für eine tolle Kulisse und eine tolle Stimmung sorgten.

Für den ASV spielten: Christian Pröll und Robin Jahn (1) im Tor; Maximilian Hauß (1), Alexander Meckl (4), Benedikt Hagitte (2), Ferdinand Hauß (4/2), Matthias Hauß (1), Finn Rohmert (3), Michael Grund (1), Quirin Westermaier (2), Tobias Urban (3/1), David Gierke (1), Kilian Schwalbe und Johannes Pscherer.

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