Banner

TSV Erding vs ASV III 29:29

Theoretisch hätte die Antrittsrede des Mannes in schwarz auch so beginnen können:
„Die wahre Intelligenz von Menschen zeigt sich auf einem Parkplatz ohne Markierungen. Deshalb zeig ich IHNEN vorsorglich gleich die Grenzen auf!“ Allen Ernstes ließ er die Spieler beider Seiten in der Mitte zusammenkommen, um ihnen die Grundfesten der Regelkunde zu erklären: „Das hier sind die Wechselmarkierungen….ausschließlich zwischen diesen zwei Linien darf gewechselt werden! Niemand sonst betritt das Spielfeld außerhalb dieser zwei Begrenzungen! Außer es muss einer rausgetragen werden. Dann ist dieses Gebot aufgehoben!“ In diesem Stil erklärte er noch 3 Zeiteinheiten die Regelkunde der Väterväter, was bei einigen die Erinnerung an den Beginn ihres Eintritts in die E-Jugend anno 1985 wachrief.
Na gut. Einer mit nem Spleen und nem inneren Auftrag. Abhaken und dann frisch ans Werk! Die Geier warten schon! Wird schon nicht so schlimm werden.
Das Kräftemessen lief ganz im Sinne der Dachauer. Man war toremäßig ständig vorne (0:3; 6:8; 11:13). Vorne gelang das Meiste, hinten dann aber leider wenig. Und so ging man mit 17:16 in die Kabine. Dies hatte man bereits im Hinspiel erlebt und war deshalb nicht besonders alarmiert…schließlich hatte man dann mit 10 Toren Unterschied gewonnen.
Also auf zu neuen Taten! Schnell zog man auf 20:23 davon. Alles schien nach Plan zu laufen…außer für die Kathedrale der Regelkunde. Ab der 40. Minute hagelte es Entscheidungen, die ein enormes Verbesserungspotential in sich trugen. (Stand: 21:23 für DAH) Nicht nur, dass es ab diesem Zeitraum 4 Zeitstrafen (na gut…zweimal wegen Meckerns) gegen Dachau und 5 Strafwürfe für Erding gab. Nein! Der Herr über die Regeln schien zu der in Kunstharz verblockten Auffassung gelangt zu sein, dass das Spiel nur dann gut sei, wenn sein gefürchtetes Instrument der Macht recht häufig zum Zuge käme…gegen die Dachauer! Da war zum Beispiel der Rückraumwurf des Riesen aus Erding, der vor der gestrichelten absprang, aber dessen Wurf regelkonform geblockt wurde. „Abwehr im Kreis! 7m!“ lautete die Reaktion des Unparteiischen. Der blockende Spieler stand aber gut 1m VOR dem Wurfkreis. „Im Kreis abgesprungen!“ lautete die Analyse.
Und da war der Konter der Erdinger. Dieser ging dem Stürmer an den Fuß. Freiwurf für ED. Und derlei nicht nachvollziehbare Entscheidungen regnete es nun zu Hauf, bis der Ball jeweils im Dachauer Tor landete. Die Dachauer konnten zwar jeweils vorlegen, aber die Moral und das Gerechtigkeitsempfinden wurden auf eine sehr harte Probe gestellt. Dennoch führten die Dachauer mit 28:29 konnten aber 10 Sekunden vor Ende den Ausgleichstreffer nicht verhindern. Im Gegenzug gelang noch ein Lattentreffer, aber nichts Zählbares.
Den Gegnern aus Erding ist keinerlei Vorwurf zu machen. Das ganze Spiel verlief auf beiden Seiten äußerst fair und ohne jegliche Häme (auch wenn die Strafzeiten auf Dachauer Seite etwas Anderes vermuten lassen) von Erdinger Seite aus. Auch das eine oder andere Kopfschütteln über Entscheidungen zu Ihren Gunsten konnten manche Erdinger nicht zurückhalten.

Statistik:
7m für Dachau: 1 7m für Erding: 9
2 Min gegen DAH: 8 2 Minuten gegen Erding: 1

Ein Erdinger Altersgenosse des Verfassers, der auch schon so Einiges erlebt hatte, sagte nach dem Spiel: „Man könnte fast meinen, dass Ihr bei dem Spiel übervorteilt wurdet.“

Sicher…Schiedsrichter für diese Liga zu finden ist schwer…aber Oida! Selbst wenn der Schiedsrichter der Trainer der Heimmannschaft gewesen wäre…er hätte sich für einige der Entscheidungen postwendend entschuldigt und das Gegenteil gepfiffen, das ist sicher!

Mein Freund ist trotzdem aus Leder

Mölzer und Hauser im Tor, Reuß, Thätter (7), Nastoll (8), Mooseder, Franke (7), Haaser, Putnik (6/1), Otten (1)

zum Archiv

Es sind zu diesem Bericht noch keine Kommentare vorhanden...

Kommentieren:

Name:
Text: