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Niederlage gegen den Spitzenreiter

Die ersten Herren des ASV Dachau haben gegen den ungeschlagenen und verlustpunktfreien Tabellenführer aus Anzing eine erwartbare Niederlage kassiert, sich aber gegen den Primus der Landesliga Süd wacker geschlagen, eine tolle kämpferische Leistung gezeigt und ein achtbares Ergebnis gezielt (11:17;27:32).

Die Truppe um Trainer Hubert Müller kam personell etwas dezimiert an den Stadtwald, was sich da aber auf der Platte befand, hatte dennoch Rang und Namen. Unter Anderem der kosovarische Nationalspieler Florim Hoxha, der am Ende auch Toptorschütze seines Teams wurde und mit beachtlichem Wurfrepertoire zu überzeugen wusste (11/4). Aber der Reihe nach. Genannter Hoxha eröffnete den Torreigen seiner Mannschaft (0:1), aber die ebenfalls stark dezimierten Stadtwaldherren kamen sehr gut in die Partie und boten dem Favoriten Paroli (4:4). Nach knapp zehn Minuten hatte der Gastgeber die Chance, das erste Mal in Führung zu gehen, vergab aber an dieser Stelle seinen ersten 7m. Kurz darauf waren die Gäste wieder enteilt (4:6). In der Folge zeigte der Gast kurz, warum er dort oben steht und vermutlich auch bis zum Ende bleiben wird. Jeder noch so kleine Fehler der Stadtwaldherren wurde mit schnellem Konterspiel eiskalt bestraft, nicht nur individuell sind die Anzinger Löwen klasse besetzt, sie besitzen auch eine hervorragende Teamchemie und einen schönen Spielfluss (5:9). Und dem ASV musste der geneigte Zuschauer an dieser Stelle bereits ein riesiges Lob aussprechen, denn trotz der vielen Ausfälle und der bislang eher erfolglosen Saison, zeigte er, was in ihm steckt und lieferte bis dato ein richtig gutes Spiel ab. Erst konnte der Gastgeber verkürzen (7:9), wenig später blieb er weiter an den Löwen dran (9:11). Was einen Spitzenreiter ausmacht sind die wenigen individuellen Fehler die er macht und das eiskalte Ausnutzen von Gelegenheiten, jede noch so kleine Lücke wurde attackiert und obwohl Neuzugang im Tor Robin Jahn (ehemals SC Eching) einige Würfe entschärfen konnte und die Abwehr in vielen Phasen hervorragend arbeitete, wuchs der Rückstand an (10:15). Bis zur Pause enteilte der Favorit das erste Mal entscheidend, kurz vor der Sirene wurde ein zweiter 7m vergeben (11:17).

Die Mannen um Trainer Marc Thieme hatten sich in der Halbzeitpause wenig bis nichts vorzuwerfen, sie spielten die Rolle des Underdogs über weite Strecken hervorragend, präsentierten sich trotz der Personalnot hellwach und konzentriert und fighteten um jeden Ball. Mit dem einen oder anderen technischen Fehler weniger oder mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor wäre ein engeres Ergebnis möglich gewesen, aber man durfte auch nicht vergessen, welchen Gegner man da vor sich hatte. Nach der Pause ging es torreich in den zweiten Spielabschnitt (14:20), die Stadtwaldherren kämpften weiterhin vorbildlich und ließen sich nicht abschütteln (17:23). Aber dennoch hatte man das Gefühl, dass die Anzinger Löwen jederzeit eine Schippe drauflegen konnten und für ihre Verhältnisse viel zu viele technische Fehler und Fehlwürfe produzierten. Nichtsdestotrotz enteilten die Gäste in der Folge, Mitte der zweiten Halbzeit war der höchste Zwischenstand erreicht und eine Vorentscheidung gefallen. In dieser Phase nutzte der SVA jeden noch so kleinen Fehler, drückte in jedem Angriff aufs Tempo und spielte seine Angriffe schön und erfolgreich aus (19:28). Diesen Vorsprung hielten die Gäste bis knapp zehn Minuten vor dem Ende (22:31), ehe sich auch bei ihnen kleinere Unkonzentriertheiten einschlichen, verständlich bei diesem Spielstand. Aber auch hier muss man den Stadtwaldherren Respekt zollen, denn trotz der sicheren Niederlage gaben sie sich nicht auf und kämpften weiterhin beeindruckend. So verkürzten sie Tor um Tor (26:31), bis der SVA seinen letzten Treffer der Partie erzielte und anschließend auch der ASV nur noch einmal ins gegnerische Gehäuse traf (27:32). Danach wurde die Partie von den beiden Schiedsrichterinnen Katharina Künstner und Julia Kranich beendet, die mit einem eigentlich sehr fairen Spiel so ihre Probleme hatten und auf beiden Seiten einige haarsträubende Fehler machten.

Die ersten Herren des ASV Dachau verlieren also erneut ein Spiel, die Leistung in diesem Spiel gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter SV Anzing lässt allerdings hoffen und gibt Mut für die kommenden Aufgaben sowie für die Rückrunde, in der noch sehr sehr viele Punkte zu vergeben sind. Hinten wie vorne zeigten die Stadtwaldherren eine sehr gute Leistung, vor allem kämpferisch kann man ihnen an diesem Tag nichts vorwerfen. Fünf vergebene 7m sind gegen jeden Gegner zuviel, gegen den Spitzenreiter tun dann solche vergebenen Chancen natürlich doppelt weh. Aber der Gast aus Anzing war an diesem Wochenende zu stark und ist über die Saison gesehen auch der absolute Favorit um den Wiederaufstieg in die Bayernliga. Mal sehen, ob sie es verlustpunktfrei wieder zurück ins bayerische Oberhaus schaffen, Glückwünsche an die Anzinger Löwen aus dem Dachauer Lager. Die Trainingswoche muss nun genutzt werden, um sich auf das nächste schwere Heimspiel gegen den TSV Herrsching vorzubereiten, der mit ordentlich Wut im Bauch an den Stadtwald kommt, handelte er sich doch eine unglückliche Niederlage in Ismaning ein (23:20). Die Personallage wird sich auf Seiten des ASV hoffentlich bis zum Samstag einigermaßen entspannen, damit endlich der erste Heimsieg eingefahren werden kann. Vorbericht folgt.

Die ersten Herren des ASV Dachau bedanken sich bei den vielen Zuschauern, die für eine tolle Kulisse gesorgt haben.

Für den ASV spielten: Christian Pröll, Robin Jahn und Vinzenz Altenweger im Tor; Wicki Schwalbe (1), Alexander Meckl (3), Matthias Fuchs (5), Kilian Schwalbe (3), Ferdinand Hauß (4/2), Matthias Hauß (1/1), Benedikt Hagitte (7), Michael Grund (1), Torsten Schneider (2), Johannes Pscherer und Quirin Westermaier.

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