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Vorbericht ASV vs ETSV 09 Landshut

„Was machte der Ambrosi nur in der Zeit, als er nicht ins Training kam?“ Diese Frage stellt sich seine Mannschaft und wahrscheinlich auch der Rest der Welt. Bisher ist über seine Reisen nicht viel bekannt. Jetzt ist jedoch ein Schriftstück aufgetaucht, das Experten zufolge zweifellos einen Bezug zum besagten Vagabunden hat. Es erzählt eines seiner vielen durchlebten Abenteuer.

Ambrosis Pilgergeschichten Teil 1 – Das Rotbäckchen

Es war einmal ein lieber süßer, kleiner Junge, den jedermann lieb hatte, der ihn nur ansah. Am allerliebsten aber hatte ihn seine Großmutter. Weil sie ihn ja so lieb hatte schenkte die Großmutter ihrem Enkelkind einen Make Up-Koffer von Maybelline, denn sowas wollen die Kinder ja heutzutage. Von diesem Tag an trug der Junge, sein Name war Benedikt, jeden Morgen Rouge auf seine Wangen. Und weil er gar nichts Anderes mehr tragen wollte, nannte man ihn fortan Rotbäckchen. Eines Tages sprach seine Mutter zu ihm: „Komm, Rotbäckchen. Hier hast du ein kühles Dunkles, Cola und Eckes. Bring das der Großmutter hinaus; denn sie ist krank und schwach. Das wird ihr bei der Genesung helfen. Wenn du dort hin läufst, bleib hübsch sittsam auf dem Wege und gehe nicht davon ab, sonst fällst du und zerbrichst das Glas!“

„Ich will schon alles richtig machen!“, sagte das Rotbäckchen der Mutter und gab ihr die Hand drauf. Die Großmutter aber wohnte fernab im Wald, eine halbe Stunde vom Dorf. Und als das Rotbäckchen noch gar nicht lange gegangen war, begegnete es dem Wolf. Es wusste nicht, was für ein böses Tier er war und so fürchtete es sich nicht. „Guten Tag, Rotbäckchen“, sagte der Wolf. „Servus, Erdnuss!“, entgegnete das Rotbäckchen. „Wo hinaus so früh, Rotbäckchen?“ – „Zur Großmutter.“ – „Was trägst du unter deiner Schürze?“ – „Aber Wolf, was soll ich davon halten?“ Des Rotbäckchens Wangen wurden nun noch röter. Doch dann entsann es sich des Korbes mit dem kühlen Dunklen, der Cola und dem Eckes und dann verstand es, was der Wolf eigentlich meinte. Dann sagte es: „Medizin, da soll sich die kranke und schwache Großmutter etwas zu gut tun und damit stärken.“ - „Wo wohnt denn deine Großmutter?“, der Wolf beäugte den Jungen mit großen, unschuldigen Augen. „Noch eine gute Viertelstunde weiter im Wald. Unter den drei Eichenbäumen, da steht ihr Haus!“

Der Wolf dachte bei sich: Das junge, zarte Ding, das ist ein fetter Bissen, der wird noch besser schmecken als die Alte! Du musst es listig anstellen, wenn du beide fressen willst. Und so sagte er zum Bäckchen: „Ich hörte deine Großmutter hat Besuch! So störe sie nicht und vertreibe dir die Zeit doch mit ein paar Spielen. Hier hast du einen Gameboy, ich habe die neue Fire-red Edition! Dann kannst du später deine Großmutter besuchen!“. Dem Rotbäckchen gefiel die Idee und so setzte es sich entgegen der Warnung seiner Mutter abseits des Weges auf einen bemoosten Stein und vertrieb sich die Zeit mit Videospielen.

Der Wolf aber ging geradewegs nach dem Haus der Großmutter und klopfte an die Türe. Nach der Frage der Großmutter, wer da sei, antwortete er mit zuckersüßer Stimme: „Es ist ich! Ich meine.. ich bin es! Also das Rotkäpp..bäckchen!“ Die Großmutter war schon alt und taub vom lauten Musikhören und so hätte der Wolf sagen können, was er wollte – sie hätte ihn trotzdem herein gelassen. „Nun komm schon herein, mein Kind“. Der Wolf trat ein.

Nun war die Großmutter zwar taub, aber noch lange nicht blind. Sie entdeckte die großen Augen, den riesigen Mund und die scharfen Zähne des Wolfes und zog ihm kurzerhand den Schürhaken über seinen Kopf, sodass er bewusstlos vor dem Kaminfeuer lag. In diesem Moment lugte das Rotbäckchen zur Tür herein. Es schenkte dem bewusstlosen Wolf nur einen beiläufigen Blick, übergab dann seiner Großmutter aber den Korb mit den Gaben der Mutter.

So konnten sich beide vor den Fernseher setzen. Mit Getränk und warmem Wolfsfell, das die Füße bedeckte. Im TV-Programm stand nämlich das nächste Spiel des ASV Dachau II, der am 10.11. um 19 Uhr als Gast in Landshut gegen den ETSV 09 spielte.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schauen sie noch heute…

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