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Kalenderabschluss in eigener Halle misslungen

Die ersten Herren des ASV Dachau konnten ihre starke Leistung von Simbach nicht bestätigen und haben ihr Heimspiel gegen den TuS Fürstenfeldbruck II in den Sand gesetzt. Dabei reichten den Stadtwaldherren starke 15 Minuten nicht, um die Gäste in Schach zu halten, die ihrerseits eine souveräne und abgezockte Leistung darboten (13:17;26:31).

Die Truppe um Trainer Stefan Forstmeier und Spielertrainer Kilian Schweinsteiger präsentierte sich als die bekannt unangenehm zu bespielende Mannschaft, die in der Offensive mit starken Individualisten und einer kompromisslosen Abwehr ihr Spiel am vergangenen Samstag durchzogen. Anders als die Stadtwaldherren fanden die Brucker auch gleich in die Partie und legten los wie die Feuerwehr (0:3). Mit der Zeit war auch der ASV im Spiel (3:5), konnte dann aufgrund minimierter Anzahl an technischen Fehlern ausgleichen (5:5) und zeigte sich im Angriffsspiel variabel. Schon zu diesem Zeitpunkt wäre eine Führung möglich gewesen, doch der gegnerische Torhüter hatte bereits einige dicke Möglichkeiten abwehren können. Das Spiel blieb weiterhin eng (6:7), was in den folgenden Minuten aber passierte, zeigte einmal mehr, wie stark und ausgeglichen diese Südstaffel der Landesliga ist. Auf Seiten der Dachauer wechselten sich die technischen Fehler mit dem Auslassen bestmöglicher Torgelegenheiten ab, der Bayernligaabsteiger nutzte das mit seiner ganzen Routine aus, erzielte fünf Treffer in Folge und ließ die Halle sehr still werden (6:12). Die Stadtwaldherren konnten diesen Lauf endlich unterbrechen und verkürzen (8:13), nach einer Auszeit, die ebenfalls ihren Teil dazu beitrug, konterte der Gastgeber seinerseits mit einem kleinen Lauf (10:13). Aber sichtlich unbeeindruckt zogen die Gäste wieder das Tempo an, spielten ihre Angriffe lange aus und trafen aus allen Lagen (10:15). Die Stadtwaldherren versuchten noch einmal alles, um das Ergebnis vor der Pause noch ein wenig ertragreicher zu gestalten, mehr als ein Vier-Tore-Rückstand sollte ihnen aber nicht gelingen (13:17).

Fehlende Absprachen in der Abwehr, mangelnde Chancenverwertung und halbe Konzentration waren die Gründe für diesen Zwischenstand zur Pause. Trainer Martin Haider monierte in der Halbzeitansprache die fehlende Aggressivität und erinnerte seine Mannen, was sie am vergangenen Wochenende in Simbach noch so stark gemacht hat. Mit einer veränderten Abwehrformation wollten die Stadtwaldherren zu Beginn der zweiten Halbzeit die Brucker vor neue Aufgaben stellen, zunächst noch ohne Erfolg (15:19). Doch ähnlich wie die Gäste in der ersten Halbzeit schafften es die Stadtwaldherren in der Folge, Beton anzurühren, ihren Torhüter ins Spiel zu bringen und vorne die sich bietenden Möglichkeiten konsequent auszunutzen. So blieb der Gastgeber acht Minuten ohne Gegentreffer, netzte viermal ein und brachte mit dem Ausgleich zehn Minuten nach Wiederanpfiff auch die Zuschauer zurück ins Spiel (19:19). Ab jetzt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, denn natürlich spielten beide Mannschaften nun voll auf Sieg (23:23). Dennoch hatte man immer noch das Gefühl, dass auf Seiten des ASV ein paar Prozente fehlten und der letzte Funke nicht ganz rüberspringen wollte. Und deshalb nutzten die Gäste auch die Fehler der Dachauer konsequent aus (23:26). Dieser Abstand blieb die nächsten Minuten bestehen (24:27), knappe fünf Minuten vor Schluss waren die Stadtwaldherren wieder auf zwei dran und rochen erneut Lunte (25:27). Mit zwei weiteren Treffern in Folge sorgten die Gäste aber schnell für Ruhe und als man abermals am starken gegnerischen Torhüter scheiterte, war die Messe gelesen (25:29). Die letzten Tore auf beiden Seiten waren für die Ergebniskosmetik und so mussten sich die Stadtwaldherren mit hängenden Köpfen bei ihren immer treu und zahlreich anwesenden Fans für ein dennoch tolles Jahr 2016 verabschieden (26:31).

Die beiden Schiedsrichterinnen Christine Büttner und Jenifer Kronschnabel hatten ein für ein Derby sehr faires Spiel zu jeder Zeit im Griff und sorgten mit ihrer Ruhe und Souveränität für einen würdigen Rahmen.

Die ersten Herren des ASV Dachau konnten also erneut in heimischer Halle nicht ihre gewohnte Leistung aufs Parkett bringen und mussten sich einem starken TuS geschlagen geben. Wieder einmal muss man anmerken, dass man in jedem Spiel volle Konzentration und Einsatzbereitschaft an den Tag legen muss, weil man in dieser Liga sonst keinen Blumentopf gewinnen kann. Mund abwischen, weiter gehts, sollte die Devise sein und mit dem Auswärtsspiel am kommenden Samstag in der Blumenau endet das Jahr 2016 mit einem weiteren, sehr schwierigen Spiel für den ASV.

Ein großer Dank geht an die vielen anwesenden Zuschauer, die wie immer für eine tolle Kulisse sorgten. Die ersten Herren hoffen, euch auch im neuen Jahr wieder so zahlreich in der Georg-Scherer-Halle begrüßen zu dürfen. Danke!

Für den ASV spielten: Valentin Hagitte und David Braun im Tor; Maximilian Hauß (3), Viktor Schwalbe (3), Matthias Fuchs (4), Stefan Coors (7/2), Tobias Urban (4/1), Ferdinand Hauß (1), Benedikt Hagitte (4), Alexander Meckl, Michael Grund, Finn Rohmert, Kilian Schwalbe und Marcin Szulc.

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