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Punktgewinn

In einer von beiden Abwehrreihen geprägten Partie haben sich die ersten Herren des ASV Dachau am Ende einen Punkt sichern können. Im Duell der beiden Aufsteiger ASV Dachau (Bezirk Altbayern) und VfL Günzburg (Bezirk Schwaben) sahen die vielen Zuschauer ein nicht immer hochklassiges, aber ein packendes und spannendes Spiel, aus dem am Ende kein Sieger hervorgehen sollte.

Die Gäste aus Günzburg, angereist mit einem Fanbus und einigen Trommlern, die auf der Tribüne für ordentlich Stimmung sorgten, wollten ihre Serie von fünf Siegen in Folge weiter ausbauen, rückten mit voller Kapelle an und präsentierten sich als der erwartet technisch und spielerisch gut ausgebildete Gegner. Die Stadtwaldherren, beflügelt nach dem ersten Auswärtssieg der Saison (32:23 in Friedberg), wollten ihre Heimstärke erneut unter Beweis stellen und den zahlreich erschienenen Zuschauern ein tolles Spiel liefern. Der Gastgeber ging auch zunächst in Führung (1:0), aber schon in der Anfangsphase wurde jedem Einzelnen bewusst, dass man gegen diese Mannschaft höllisch aufpassen muss. Jede Unzulänglichkeit wurde von der Günzburger Mannschaft gnadenlos bestraft und die Stadtwaldherren sahen sich im Rückstand (1:3). Wenige Momente später war das Spiel ausgeglichen (3:3) und in den folgenden gut fünfzehn Minuten zeichnete sich ein Bild ab, was sich über das gesamte Spiel ziehen sollte. Die Gäste erzielten ihrerseits immer wieder eine Führung, der Gastgeber glich aus (5:5;7:7). In dieser Phase wurde die fehlende Kaltschnäuzigkeit und Effizienz im Torabschluss, durch die man sich im vergangenen Spiel noch auszeichnen konnte, mit Kampfgeist, einer stabilen Defensive und einem gut parierenden Torhüter wettgemacht. Doch in der Folge kamen technische Fehler und weitere verworfene Hochprozentige hinzu. Wenn man dann in manchen Situationen mit dem Kopf nicht ganz bei der Sache und den einen Schritt langsamer ist, dann ermöglicht man es dem Gegner zu schnellen Toren zu kommen. Und so erspielten sich die Gäste einen kleinen Lauf und eine erste höhere Führung (7:11). Eine Auszeit von Trainer Martin Haider brachte zunächst noch den Anschluss (8:11), aber weitere zwei Gegentreffer sorgten für den höchsten Rückstand in der ganzen Partie (8:13). Der letzte Treffer war dann dem Gastgeber vorbehalten, der in der gesamten ersten Halbzeit nicht so zu seinem Spiel fand, wie man es gewohnt war und der aufgrund zu vieler technischer Fehler und der fehlenden Kaltschnäuzigkeit im Torabschluss verdient mit einem Rückstand in die Pause ging (9:13).

Die Halbzeitansprache war kurz und prägnant, schon nach wenigen Minuten stand die Mannschaft wieder auf der Platte, feuerte sich gegenseitig an und versuchte, sich frühzeitig wieder heiß zu machen und die erste Halbzeit zu vergessen. Zunächst erschien das auch als das richtige Mittel, zwei schnelle Tore konnten verbucht werden und man hatte die Zuschauer auf seiner Seite und den Kampfgeist sowohl auf dem Feld als auch auf der Auswechselbank geweckt (11:13). Dieser Abstand hielt sich in der Folge aufrecht (12:14;13:15), ehe erneut kleine Fehler den Unterschied ausmachten und die Gäste erneut deutlich in Führung gingen (13:17). In der Abwehr war man den einen oder anderen Schritt zu spät und im Angriff konnte man sich zwar immer wieder freispielen und es ergaben sich mehrere gute Möglichkeiten, aber der an diesem Tag überragend haltende Torhüter der Günzburger machte den Stadtwaldherren einen Strich durch die Rechnung. Doch die Dachauer gaben sich nicht auf, kämpften sich wieder zurück in diese Partie und verkürzten (15:17). Aber wenige Momente und parierte Würfe später war der gleiche Abstand wiederhergestellt (15:19). Die Gäste um Trainer Stephan Hofmeister spielten in dieser Phase trotz ihres sehr jungen Durchschnittsalters abgezockt und man sah, warum sich diese Mannschaft als Aufsteiger so stark präsentiert. Die Stadtwaldherren zeigten aber erneut Biss, die Defensive wurde noch einmal etwas aggressiver und die Torhüter gaben ihrer Mannschaft den benötigten Rückhalt, um sich wieder heranzupirschen und den Anschluss zu schaffen (18:19). Den Gästen gelang noch ein weiteres Tor (18:20), aber angefeuert von den Zuschauern wollte der Gastgeber jetzt unbedingt den Ausgleich erzielen, der wenige Augenblicke später erreicht und frenetisch gefeiert wurde (20:20). Unbeeindruckt kämpften aber auch die Günzburger, die sich in dieser Phase einzig und allein bei ihrem Torhüter bedanken durften, der sie im Spiel hielt und diese kritischen Situationen überstehen ließ. So gelang ihnen nämlich die nächste Führung, begleitet von den mitgereisten Fans zogen sie weiterhin ihr Spiel durch (20:22). Das Knistern war mittlerweile in der Halle zu spüren, mit wenig verbleibenden Restminuten wollte sich keine der beiden Mannschaften den entscheidenden Fehler leisten, der Stimmung beider Fanlager tat das aber keinen Abbruch und dem Gastgeber gelang es erneut, die Atmosphäre aufzunehmen und sich zurückzukämpfen (22:22). Ein Spiel auf Messers Schneide, Günzburg gelang der nächste Treffer (22:23), doch auch dieser Rückstand wurde sogleich egalisiert (23:23). Noch zwei Minuten. Ein gehaltener Wurf sollte den Dachauern die Möglichkeit geben, das erste Mal seit der ersten Minute (1:0) in Führung zu gehen, was sie durch einen erkämpften Abpraller und dem nachfolgenden eiskalt verwandelten Treffer auch schafften (24:23). Im Gegenzug fiel der erneute Ausgleich, doch noch war genügend Zeit einen letzten Angriff zu starten. Mit wenig verbleibenden Sekunden auf der Uhr war es aber ein technischer Fehler, der die Hoffnungen auf einen doppelten Punktgewinn zerstörte und mit letzten gemeinsamen Kräften wurde der Angriff der Günzburger zunichte gemacht, denen die Zeit für einen strukturierten Angriff fehlte. Und so trennten sich die beiden Aufsteiger nach einem intensiven, nicht unbedint hochklassigen, aber dafür sehr spannenden Spiel leistungsgerecht Unentschieden (24:24). Die beiden souverän leitenden Schiedsrichter Balzer (TV Gefrees)/ Jauch (MTV 79 München) hatten das hart geführte, aber faire Spiel zu jeder Zeit im Griff.

Am Ende ein Punktgewinn für die Dachauer, die in der ersten Halbzeit nicht ihr wahres Gesicht zeigen konnten und aufgrund technischer Fehler, Unzulänglichkeiten sowohl in der Abwehr als auch im Angriff und fehlender Kaltschnäuzigkeit im Abschluss lange Zeit in Rückstand waren. Doch unbändiger Kampfgeist, unbedingter Wille und die richtige Moral brachte die Stadtwaldherren zurück ins Geschehen und die Zuschauer sahen eine Endphase, die an Spannung kaum zu überbieten war. Ein Dank an dieser Stelle an die vielen Zuschauer, die ein prächtiges Bild boten und für eine tolle Stimmung sorgten.

Für den ASV Dachau spielten; David Braun und Christian Pröll im Tor; Maxi Hauß (1), Viktor Schwalbe (4), Julian Hagitte (4/1), Rene Sperrer (1), Matthias Fuchs (6/1), Marcin Szulc (2), Kilian Schwalbe (1), Ferdi Hauß (2), Maxi Walk (1), Benedikt Hagitte (2), Mathias Hubrich und Matthias Hauß.

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