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Eine Nummer zu groß

Die ersten Herren des ASV Dachau haben ihr erstes Auswärtsspiel der noch jungen Landesligasaison verloren und bei einer starken Mannschaft aus dem Oberallgäu eine deutliche Niederlage kassiert. Bei der Spielgemeinschaft HSG Dietmannsried-Altusried verloren die Mannen um Trainer Martin Haider auch in dieser Höhe verdient mit 30:23 (17:13).

Vor einer tollen Kulisse in der gut gefüllten Halle in Dietmannsried, zu der auch einige Gästefans gezählt werden dürfen, begann der Gastgeber furios und legte gleich zu Beginn den Grundstein für den Erfolg (3:0). Eine aggressive Abwehrarbeit und schnelle Beine in der Offensive sorgten für einen Traumstart der HSG, während die Gäste mäßig ins Spiel fanden und zunächst häufig einen Schritt zu spät kamen (5:1). Nach der überstandenen Anfangsphase waren die Stadtwäldler dann scheinbar im Spiel angekommen, die Offensive lief flüssiger und die Deckungsarbeit wurde intensiver verrichtet (6:3). Der Kampf wurde jetzt angenommen (7:4), aber jeder noch so kleine Fehler wurde gnadenlos bestraft (9:4). Doch die Defensive wurde von Minute zu Minute stabiler und auch die Torhüter konnten sich jetzt einige Male auszeichnen (9:6). Zwar wurden immer wieder Abstimmungsprobleme offenbart und die Spielgemeinschaft zu einfachen Toren eingeladen (10:7), aber die Gäste bissen sich in diese Partie und ließen sich nicht weiter abschütteln (11:8). Wenig später war der engste Spielstand seit Anwurf der Partie erreicht, was aber auch der einzige enge Spielstand bis zum Ende bleiben sollte (11:9). Angetrieben von den heimischen Zuschauern legte die Spielgemeinschaft einen 4:0-Lauf hin, in dem der Gastgeber seine ganze Klasse aufblitzen ließ und jeden Fehler der Stadtwäldler gnadenlos bestrafte (15:9). In dieser Phase wurden im Angriff beste Möglichkeiten ausgelassen, wobei man entweder am sehr gut disponierten Torhüter oder an der eigenen fehlenden Kaltschnäuzigkeit scheiterte. Vor allem auswärts sollte man sich keine solche Schwächephase leisten und der Gastgeber demonstrierte überfallartig, wie man eine solche auszunutzen hat. Die Stadtwäldler fingen sich wieder und konnten nochmals verkürzen (15:11) und nachdem beide Mannschaften noch je zwei Tore erzielen konnten, ging es mit einem deutlichen, aber keineswegs spielentscheidendem Rückstand in die Pause (17:13).
Erhöhte Aufmerksamkeit, mehr Aggressivität und Kaltschnäuzigkeit waren die geforderten Tugenden in der Halbzeitpause, die eine mögliche Wende einleiten sollten. Doch schon nach wenigen Minuten war der Plan dahin, ähnlich wie im ersten Abschnitt fanden die Gäste wieder nicht so recht in die Partie hinein und eine Vorentscheidung war gefallen (21:13). Die Stadtwäldler erhöhten dann wieder ihre Konzentration, konnten einige Ballgewinne verzeichnen und erneut verkürzen (23:17). Doch erneut war es ein kleiner Lauf des Gastgebers, der die Unstimmigkeiten in der Dachauer Defensive effizient ausnutzen konnte und die Halle zum Beben brachte (26:17). Zu diesem Zeitpunkt war der Spielausgang klar, zu effektiv und kaltschnäuzig präsentierte sich das starke Team aus dem Oberallgäu, das bestens vorbereitet in das Spiel gegen den Aufsteiger vom Stadtwald ging und selbiges über sechzig Minuten im Griff hatte. Die Gäste gaben sich aber nicht geschlagen und kämpften bis zum erbitterten Ende, konnten den Rückstand erneut verkürzen und ließen die HSG nicht noch weiter davonziehen (27:20). In dieser Phase waren es wieder die Ballgewinne, die die Gäste zu schnellen und einfachen Toren zu nutzen wussten und das Ergebnis in einem erträglichen Rahmen hielten (28:22). Einige Augenblicke später wurde die erste Auswärtspartie der Stadtwaldherren von den beiden souverän leitenden Schiedsrichtern Kramer/Mund (TSV Allach) beendet und der Gastgeber konnte sich zwei verdiente Punkte sichern (30:23).

Die Stadtwaldherren konnten in ihrer ersten Auswärtspartie die gezeigten Leistungen in der heimischen Georg-Scherer-Halle nicht auf fremdes Parkett übertragen und verloren die Partie durchaus auch in dieser Höhe verdient beim letztjährigen Aufsteiger der HSG Dietmannsried-Altusried. Die Mannen um Trainer Martin Haider fanden im Kollektiv nicht ins Spiel und leisteten sich zu viele Schwächephasen, die der routinierte Gastgeber eiskalt auszunutzen wusste. Nun gilt es, die Fehler zu analysieren und im Training daran zu arbeiten, denn an den kommenden beiden Wochenenden warten mit dem TSV Herrsching und dem TSV Niederraunau die beiden punktgleichen Spitzenreiter auf die Dachauer (beide 9:1 Punkte).

Es spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Maxi Hauß (2), Viktor Schwalbe (2), Mathias Hubrich (1), Julian Hagitte (4), Matthias Fuchs (8/2), Marcin Szulc (1), Ferdi Hauß (2), Maxi Walk (2), Benedikt Hagitte (2), Stefan Pröll und Kilian Schwalbe.

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