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Hölle Süd, wo war dein Feuer??

Sie haben es wieder geschafft, wie in der letzten Saison so entführten auch diesmal die Bayernligadamen des ASV Dachau beide Punkte aus der Ismaninger „Hölle Süd“, mit 25 : 24 ein knapper Erfolg. Das Spiel sah eine erste Führung durch Sarah Rocher zum 1 : 0 für Dachau. Dann kam Ismaning ins Spiel, vor allen Dingen immer wieder über die linke Angriffsseite, von der aus Jugendnationalspielerin Amelie Bayerl agierte. Zehn Minuten waren gespielt da hatte Ismaning beim 3 : 1 die Nase vorn. Drei Minuten später hatte Dachau wieder einen kleinen Vorsprung, vier Tore durch Celina Schwaiger, Simone Unger und Johanna Leubner, die Gäst führten mit 5 : 4. Prompt glich dann Ismaning aus und es ging so weiter, mal führte Dachau mit einem Tor, mal die Heimmannschaft, bis zur 25. Minute sollte es siebenmal Unentschieden stehen, da hatte Simone Unger wieder einmal den Ausgleich zum 11 : 11 erzielt, nachdem vorher auch Eva Walk erfolgreich war und Celina Schwaiger zwei Siebenmeter verwandeln konnte. Danach war dann erstmal Schluß mit dem Torewerfen bei Dachau, zwei Treffer gelangen Ismaning, sie gingen mit der 13 : 11 Führung in die Halbzeit. Ein wenig zerfahren war die erste Halbzeit, so definierte Traner Bernhard Karg das Spiel der ASV-Damen später. Verständlich, fanden doch auch die Torfrauen nicht immer die rechte Länge bei bei ihren Würfen, wurden technische Fehler verursacht und auch Pässe landeten beim Gegner. Viel besser machten es die Ismaninger Damen allerdings auch nicht. Nach dem Wiederbeginn erhöhte dann Ismaning zunächst auf 14 : 11. Eine Unterzahl für Dachau, es war im gesamten Spiel die einzige Zeitstrafe, schloß sich an, aber Ismaning konnte daraus kein Kapital schlagen, im Gegenteil durch Denise Heinemann und Anne Gerhards wurden zwei Tore erzielt, Anne Gerhards setzte noch eins drauf, Steffi Unger lief der Ismaninger Deckung davon und plötzlich hatte sich Dachau in der 39. Minute mit 16 : 15 die Führung erobert. Dem ersten Ausgleich folgte ein Tor von Denise Heinemann, dem nächsten Ausgleich folgten gleich drei Dachauer Tore durch Nicole Vandersee, Anne Gerhards und Sarah Rocher. Vierundvierzig Minuten waren gespielt, Dachau führte mit 20 : 17, und war in dieser Phase dann auch die bessere Mannschaft, die die Chance konsequent nutzen konnte. Ismaning nahm die Auszeit und dies zeigte Erfolg denn die Deckung stand wieder besser, im Angriff wurde auch erfolgreicher agiert und die Dachauer Führung konnte bis zur 50. Minute auf 20 : 19 reduziert werden. Entschieden war das Spiel noch lange nicht, denn noch zweimal konnte Ismaning wieder den Ausgleich erkämpfen. Anne Gerhards war es vorbehalten mit zwei Würfen zur rechten Zeit Dachau im Spiel zu halten. Steffi Unger steuerte einen Treffer zur 23 : 22 Führung bei. Nach dem erneuten Ausgleich zum 23 : 23 war erst einmal Anne Gerhards von außen erfolgreich, einen Angriff später auch Nicole Vandersee mit einem Heber. Dachau führte mit 25 : 23, eine Führung die noch in der gleichen Minute auf 25 : 24 schrumpfte, 57 Minuten waren da gespielt. Ismaning ging zur offenen Deckung über, Amelie Bayerl eroberte den Ball, startete einen Tempogegenstoß und scheiterte unbedrängt an Vroni Marquart. So war Dachau wieder im Ballbesitz und trat den Angriff an, Trainer Bernhard Karg legte die grüne Karte zum Team-Time-Out. Ismaning protestierte, nach einiger Diskussion erfolgreich, da offensichtlich vorher der Ballbesitz gewechselt hatte. 15 Sekunden Spielzeit, Ismaning setzte eine siebte Feldspielerin ein, doch die Zeit verstrich, das letzte Anspiel an eine Ismaninger Spielerin ging auf deren Füße, Freiwurf und Ballbesitz für Dachau, noch zwei Sekunden und bevor der Freiwurf ausgeführt ertönte das Schlusssignal. Die Dachauer Spielerinnen jubelten, die Ismaninger gingen mit gesenkten Häuptern vom Feld, geht doch nun deren Möglichkeit, den HSV Bergtheim noch abfangen zu können eher gegen Null. Dachau ist mit diesem Sieg nicht mehr vom dritten Tabellenplatz zu verdrängen. „Wir haben eine gute zweite Halbzeit gespielt, zu Recht gewonnen, auch wenn das Spiel mehr über den Kampf als über das Spiel lief. Es war allerdings auch ein bitterer Sieg, denn durch eine Verletzung haben wir Denise Heinemann verloren, die uns in dem Rest der Saison wohl sicher nicht mehr zur Verfügung stehen wird.“ so das Fazit des ASV Trainers.

Stenogramm:
Zoé Chioato (TW), Vroni Marquart (TW), Birgit Surauer, Simone Unger 4, Celina Schwaiger 4/2, Anne Gerhards 6, Sarah Rocher 2, Nicole Vandersee 2, Johannah Leubner 1, Steffi Unger 3, Denise Heinemann 2, Conny Karg, Eva Walk 1

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