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Krampf, Krampf, Krampf

Mit Ach und Krach haben die ersten Herren des ASV Dachau ihr Auswärtsspiel bei der TG Landshut II gewonnen. Nach einer eher dürftigen Leistung waren die letzten 15 Minuten ausschlaggebend für den 26:29 (13:13) Auswärtserfolg.
Die Scharte des Hinspiels auswetzen, in dem man verdient am Ende den Kürzeren zog (29:34) und die Tabellenführung behaupten, das waren die beiden Ziele der Gäste um Trainer Frank Graf am späten Samstagabend. Die Vorzeichen dafür waren gelegt, mit Matthias Müller fiel einer der beiden Hauptakteure auf Seiten der Gastgeber gesundheitsbedingt aus, die Gäste traten mit einem vollen Spielerkontingent an und man wusste auch vom Ergebnis des direkten Verfolgers TSV Mainburg, der sein Heimspiel gewinnen konnte. Ob es der Druck des Gewinnen-Müssens war? Jedenfalls fanden die Gäste lange Zeit nicht zu ihrem Spiel, waren mental nicht ganz auf der Höhe und konnten der Partie nicht den gewohnten Stempel aufdrücken. Dennoch war man zu Beginn stetig in Führung (1:3; 2:4; 3:5) ehe es der Gastgeber schaffte, das erste Mal wieder auszugleichen (5:5). Von nun an legte die Bayernligareserve immer ein Tor vor und die Stadtwälder mussten nachlegen (8:8; 10:10). Mit zwei eroberten Bällen gingen die Gäste seit der Anfangsphase wieder mit zwei Toren in Führung (10:12), doch Nachlässigkeiten in der Abwehr und zu wenig Durchschlagskraft im Angriff sorgten für einen erneuten Rückstand (13:12). Das letzte Tor blieb dem ASV vorbehalten und so verabschiedete man sich mit einem durchaus gerechten Remis in die Halbzeitpause. Wer jetzt eine Standpauke vom Trainer erwartete, der wurde eines Besseren belehrt. Mit ruhiger und sachlicher Analyse wurde die erste Halbzeit bewertet, jeder wusste über seine abgelieferte Leistung und dass eine solche Leistung in der zweiten Halbzeit zu einer bösen Überraschung führen kann. Doch erneut kam man nicht richtig in den Tritt, die Gastgeber ihrerseits schnupperten an einem möglichen Heimsieg und gingen erstmalig mit zwei Toren in Führung (15:13). Diese Zwei-Tore-Führung hatte nun auch einige Zeit Bestand, auch weil der eingewechselte Landshuter Torwart Lukas Sigl, der im Hinspiel ein grosser Garant für die Niederlage des ASV war, wichtige Bälle parierte (18:16). Wenige Minuten später war der höchste Zwischenstand erreicht (20:16) und die mitgereisten Fans fingen an, nervös zu werden. Doch der Tabellenführer fing sich, zeigte jetzt sein gewohntes schnelles Spiel und verkürzte (20:19). Die Gastgeber konnten zwar noch zweimal auf einen Zwei-Tore-Vorsprung stellen (21:19; 22:20), doch das Momentum war auf Seiten der Gäste und der Ausgleich, der ein paar Minuten nicht fallen wollte, die logische Konsequenz (22:22). In dieser Phase verletzte sich der bis dahin beste Spieler der TG Landshut II Tobias Gretsch (6) nach einem unglücklichen Zusammenprall am Auge und musste die restliche Partie aussetzen, an dieser Stelle gehen die besten Genesungswünsche raus. Ohne ihren Rückraumakteur fiel dem Gastgeber im Angriff nichtmehr viel ein, dennoch konnte sich der Gast nicht absetzen, auch weil Abpraller in die Hände der Gastgeber fielen und Michael Penk im Tor zwar häufig eine Hand am Ball hatte, dieser aber trotzdem seinen Weg ins Tor fand (24:24; 25:25). Mit zwei schönen Angriffen ging man beruhigend in Führung (25:27), und als nach dem erneuten Anschlusstreffer der TG der treffsicherste Dachauer Schütze Matthias Fuchs (9/6) vom Punkt den Vorsprung auf zwei Tore stellen konnte, war das Spiel entschieden (26:28). Wie auch in der ersten Halbzeit konnten die Gäste das letzte Tor für sich verbuchen (26:29) und waren nach sechzig durchwachsenen Spielminuten aber dennoch der verdiente Sieger.

Für den ASV spielten: Michael Penk und Sascha Holzer im Tor; Maxi Hauß (1), Stefan Pröll (1), Julian Hagitte (4/2), Chris Dück (1), Matthias Fuchs (9/6), Kilian Schwalbe (3), Ferdi Hauß (2), Maxi Walk (3), Benedikt Hagitte (1), Christoph Heumann (2), Rene Sperrer (2), Viktor Schwalbe und Tobias Bärsch.

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