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Selbstbewusst in die Spielpause

Mit weiteren zwei Punkten in fremder Halle haben die ersten Herren des ASV Dachau die alleinige Tabellenführung übernommen, sie gewannen am Ende verdient mit 25:29 (14:12) bei der neu gegründeten Spielgemeinschaft HSG Freising-Neufahrn.
Am Vortag erhielten die Stadtwäldler die Nachricht, dass der ärgste Verfolger TSV Mainburg überraschend zwei Punkte in eigener Halle liegen ließ (19:21 vs. Altötting) und die Mannen um Trainer Frank Graf wollten die Gunst der Stunde nutzen und mit einem Auswärtssieg die alleinige Tabellenführung übernehmen. Der Gastgeber, eine Spielgemeinschaft bestehend aus Neufahrn und Freising, befindet sich im gesicherten Mittelfeld der Tabelle und ist immer für eine Überraschung gut. Insbesondere die Rückraumachse im Zusammenspiel mit dem Kreis ist ihre größte Waffe, die Mannschaft spielt seit langer Zeit so zusammen und hatte vor zwei Jahren noch ihr Glück in der Landesliga versucht. So entwickelte sich in der ersten Halbzeit eine muntere Partie, wobei der Gastgeber sich einen Tick schneller und souveräner präsentierte, die Anfangsminuten zwar ausgeglichen waren aber Freising dann das erste Mal mit zwei Toren in Führung ging (4:2). Auf Dachauer Seite waren Christoph Heumann und Chris Dück nicht an Bord, Matthias Fuchs saß angeschlagen die komplette erste Halbzeit auf der Bank. Der Angriff der Dachauer war zunächst von Unsicherheiten geprägt, fast jeder zweite Angriff fiel einem technischem Fehler zum Opfer, was größtenteils dem fehlendem Zusammenspiel geschuldet war. So liefen die Gäste ständig einem Rückstand hinterher (6:4, 7:5). In dieser Phase kam dann auch noch etwas Pech dazu, zwei Angriffe der Gäste landeten am Aluminium und nach zwei weiteren Gegentoren nahm Trainer Frank Graf eine Auszeit (9:5). Dies fruchtete, drei Tore in Folge brachten die Stadtwäldler wieder ran und man war zurück im Spiel (9:8). Hier muss auch Michael Penk erwähnt werden, der in dieser Phase wichtige Bälle hielt und in der zweiten Halbzeit zu einem der Matchwinner werden sollte. Die Spielgemeinschaft zunächst unbeeindruckt, konnte durch Tore ihrer zwei Besten, Ernad Huzejrovic (5) und Tobias Kapser (6/2), den Vorsprung wieder auf zwei Tore stellen (11:9). Zwar konnten die Gäste den Spielstand ausgleichen (11:11), doch Schläfrigkeiten in der Abwehr und ein sehr unglücklich abgefälschter Schuss mit dem Ertönen der Pausensirene hatte einen Zwei-Tore-Rückstand zur Folge (14:12). Trainer Frank Graf sprach in der Halbzeitpause nur Kleinigkeiten an, insgesamt war er mit der gezeigten Leistung zufrieden, nur die technischen Fehler waren ihm in dieser Menge ein Dorn im Auge, doch mit verbesserter Effizienz im Angriff, schnell vorgetragenen Angriffen und leichten Gegenstoßtoren durch gute Abwehrarbeit sollte man das Spiel drehen und dem Gastgeber den Zahn ziehen können. Der Ausgleich war schnell erzielt (14:14), und die nächsten Minuten zeigten die Ausgeglichenheit beider Teams. Freising legte nun immer ein Tor vor, doch die Gäste blieben dran (16:16). Auch den nächsten Zwei-Tore-Rückstand wusste man hinzunehmen, der Ausgleich war schnell erzielt und man konnte sogar das erste Mal seit der zweiten Spielminute in Führung gehen (18:19). Der erneute Ausgleich (19:19) war der letzte Gleichstand beider Teams, denn nun zeigte sich, warum die Mannschaft vom Stadtwald ganz oben steht. Eine aggressive Deckung mit Matthias Hauß, der auch im Angriff eine wichtige Rolle einnahm (4), als vorgezogener Abwehrspieler und Michael Penk als unüberwindbarer Torhüter forcierte einige Ballverluste des Gastgebers, die Viktor Schwalbe mehr oder weniger souverän vollendete (5). Und auch der Positionsangriff lief sehr gut, so war das Zusammenspiel mit dem Kreis oft nur durch Fouls zu stoppen und die fälligen 7m verwandelte der treffsicherste Dachauer Schütze Rene Sperrer (7/4) mit all seiner Erfahrung und Routine. Die Folge war ein 5-0 Lauf zu einem vorentscheidendem Zwischenergebnis (19:24). Noch war aber zuviel Zeit auf der Uhr, um sich des Sieges sicher zu sein und ein paar Prozente nachzulassen, so konnten die Freisinger nochmal verkürzen (21:25). Weitere drei Treffer in Folge stellten dann aber eine Art Entscheidung dar und ließen die zahlreich mitgereisten Fans durchatmen und jubeln (21:28). Zwar kam der Gastgeber noch einmal etwas näher ran, da sie in eine offene Deckung wechselten und so zwei, drei technische Fehler der Gäste provozierte (24:28), doch die Zeit lief für den Tabellenführer und so gelang es beiden Teams nur noch jeweils ein Tor zu erzielen, ehe Michael Penk mit einer weiteren Parade das Spiel beendete.

Durch die unerwartete Niederlage des TSV Mainburg ist dieser Auswärtssieg noch etwas höher einzuschätzen und so geht man selbstbewusst und mit erhobenen Köpfen in die zweiwöchige Spielpause. Diese Pause kommt durchaus gelegen, um Blessuren auszukurieren und alle Kräfte nochmal vollzutanken, die im Schlussspurt der Saison definitiv gebraucht werden. So stehen nach dieser Pause drei bockschwere Spiele an (Landshut A, Moosburg H, Metten A) ehe es zu einer weiteren mehrwöchigen Pause kommt. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an die zahlreich mitgereisten Fans!

Für den ASV spielten: Michael Penk und Matthias Schäfer im Tor; Viktor Schwalbe (5), Tobias Bärsch (1), Matthias Fuchs (3), Rene Sperrer (7/4), Julian Hagitte (1), Kilian Schwalbe (2), Ferdi Hauß (1), Maxi Walk (4), Matthias Hauß (4), Benedikt Hagitte (1), Maxi Hauß und Stefan Pröll.

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