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Einen Punkt aus Garitz/Nüdlingen entführt

SG Garitz/Nüdlingen – ASV Dachau 22:22 (12:12)

Am vergangenen Samstag ging es für die Damen 1 zur weiten Auswärtsfahrt in die „Hölle Nord“ nach Unterfranken, zum Duell gegen die SG Garitz/Nüdlingen. Das Hinspiel in Dachau hatte man in der Hinrunde mit 23:19 gewonnen. Im Vorfeld musste der ASV auf die beruflich verhinderten Nici Vandersee und Eva Walk verzichten. Hinzu kam, dass sich Tati Fürschke am Montag einer Knie-OP unterzogen hatte (Gute Besserung und schnelle Genesung an dieser Stelle!) und ebenfalls ausfiel. Erstmals wieder im Kader nach langer Verletzungspause stand deshalb Hannah Leubner, willkommen zurück!

In der Trainingswoche hatte man sich gut auf den Gegner eingestellt und die ASV-Damen wollten an die guten Leistungen der letzten Spielen anknüpften. Und so gingen sie von Anfang an konzentriert zu Werke und schossen auch die ersten 2 Tore der Partie. Die SG ließ sich aber auch nicht lumpen und keine Mannschaft konnte sich absetzen. Dann die erste Schreckminuten beim ASV (10 min.): Conny Karg prallte bei einer 1:1-Situation ungebremst auf den Hallenboden (Nasenbeinfraktur, Gute Besserung Conny!) und konnte fortan nicht mehr eingesetzt werden. Das brachte die ASV-Damen aus dem Rhythmus, 3 schnelle Kontertore von der SG Garitz/Nüdlingen und schon lag man mit 9:5 (16 min.) hinten. Nun reagierte der nicht ganz zufriedene Trainer der Stadtwalddamen Bernhard Karg und nahm seine erste Auszeit. Man hatte sich doch vorgenommen den Gegenstoß der SG zu verhindern und schnell zurück zu arbeiten? Ein paar mahnende Worte und schon ging es weiter. Und es fruchtete! Die ASV-Damen standen nun besser in der Abwehr und machten es der SG äußerst schwer zum Torerfolg zu kommen. In Gegenzug stand aber auch die Deckung der SG sehr kompakt. Dennoch schaffte es eine gut aufgelegte Anne Gerhards immer wieder, eine Lücke zu finden und die gegnerische Torhüterin auf dem falschen Fuß zu erwischen. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und so kämpften sich die Dachauerinnen Tor um Tor heran. Dabei agierten sie die meiste Zeit in Unterzahl, ließen sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Beim Stand von 12:12 ging es schließlich in die Pause.

Nach der Pause machte Dachau genau dort weiter wo sie aufgehört hatten. Die Abwehr stand kompakt und man konnte sich, durch eine im Abschluss pfiffige Hannah Leubner zum ersten Mal mit 2 Toren (13:15, 40 min) absetzen. Die SG gab sich aber nicht geschlagen und kämpfte sich wieder heran, den Dachauerinnen wurden Zeitstrafen auferlegt und so standen sie zwischenzeitlich nur mit 3 Feldspielerinnen auf dem Feld (44 min.). Die SG konnte diese Überzahl jedoch nur zu einem Torerfolg nutzen, der Kampfgeist des ASV war dagegen entflammt: In der Schlussphase konnte man sich mit einem enormen Kraftaufwand wieder mit 2 Toren absetzen (20:22, 54 min.). Leider sollten nun die etwas unerfreulich zu schildernden Schlussminuten folgen. Anstatt den Sack zuzumachen und auf 3 Tore davon zu ziehen, scheiterten die ASV-Damen wiederholt an der gegnerischen Torhüterin, Garitz gelang dagegen eine Minute vor Schluss der Anschlusstreffer. Die Dachauer Trainer nahmen ihre letzte Auszeit und die ASVlerinnen befanden sich zwanzig Sekunden vor Schluss im Angriff. Der Arm der Schiris ging hoch, Anne Gerhards Schuss wurde geblockt und der Ball landete in den Händen der SG-Damen, die den Ball per Kontertor im Dachauer Tor versenkten. Der letzte Angriff der Dachauer landete neben dem Tor, die Anzeigetafel zeigte ein 22:22-Unentschieden an und die Schlossberghalle tobte.

Nach anfänglicher Enttäuschung über den vermeintlich „verlorenen“ Punkt, brachten es die Spielerinnen in der Kabine auf den Punkt. Es ist alles eine Frage der Perspektive. Klar, die ASV-Damen haben in Nüdlingen einen Punkt liegen lassen, denn den ominösen 2-Punkte-Sack hätten sie mehrere Male im Laufe der Partie zu machen können. Andererseits hatte man allen Widrigkeiten des Spielverlaufes zum Trotz bis zum Schluss die Chance auf einen Sieg und ist eine von drei Mannschaften, die bei den heimstarken Gastgeberinnen überhaupt punkten konnten.

Trainer Karg: „Spielerisch können wir sicher noch mehr überzeugen, man muss auch konsequenter mit den eigenen Chancen umgehen, wenn man in Garitz gewinnen will. In Punkto Teamgeist und Einsatzwillen kann ich aber stolz auf meine Mannschaft sein.“

Weiter bei den Damen 1 geht es erst wieder am 8.2.2015 um 14:00 Uhr. Der 1. FCN Handball gastiert in der Georg-Scherer-Halle, über zahlreiche Unterstützung würde sich die Mannschaft sehr freuen!

Stenogramm:
Zoé Chioato (TW), Vroni Marquart (TW),Anne Gerhards (5), Celina Schwaiger (5/3), Hannah Leubner (3), Denise Heinemann (3/1), Simone Unger (2), Sarah Gramenz (1), Conny Karg (1), Franziska Spatz (1), Sarah Rocher, Birgit Surauer und Steffi Unger.

(Dank an Zoe Chioato, die diesen Bericht verfasst hat)

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