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Kampf angenommen und durchgefuchst

In einem rassigen Nachbarschaftsderby haben sich die ersten Herren des ASV Dachau beim TSV Schleißheim durchgesetzt. Nach hart umkämpften sechzig Spielminuten wurde das Spiel der umsichtig leitenden Schiedsrichter beim Stand von 30:33 (14:16) abgepfiffen und die Gäste konnten enorm wichtige zwei Punkte einfahren und die Tabellenführung festigen. Dass Derbys immer bekannt für viel Kampf, harte Zweikämpfe sowie auf- und manchmal auch überkochende Emotionen sind, sollte jedem Sportfan klar sein. Auch diese Partie hielt was sie versprach und genannte Eigenschaften kamen zum Tragen. Gepaart mit der aufgekommenen Spannung kamen die zahlreich angereisten Zuschauer auf ihre Kosten und sahen ein Spiel auf Augenhöhe, mit dem besseren Ende für den Gast vom Stadtwald.

Die komplette erste Halbzeit war enorm ausgeglichen, die ersten zehn Minuten lang konnten die Gäste ein Tor vorlegen, der Gastgeber aber fast immer mit dem folgenden Angriff ausgleichen (5:5). Die erste zwei-Tore-Führung der Mannen von Trainer Frank Graf (5:7) war ebenfalls innerhalb einer Minute wieder Geschichte (5:7) und so ging es im Minutentakt auch weiter (9:9). Hier zeigte sich auf der Seite der Dachauer Matthias Fuchs in glänzender Form, der die meisten Tore der Anfangsminuten seiner Mannschaft warf und zum Alleinunterhalter im Dachauer Spiel mutierte, auf Seiten der Gastgeber zeigte sich die linke Seite treffsicher, bestehend aus Manuel Hanöfner (7) und Quirin Kratzer (6). Zwei Tore wieder in Front (9:11), dann erneut der Ausgleich (12:12). Ein Spiel auf Augenhöhe, was tabellarisch vielleicht nicht unbedingt vermutet wird, doch von den Gästen im Vornherein klar angesprochen wurde, denn solche Spiele sind prädestiniert dafür verloren zu werden. Dass der Gastgeber sich in vielen Spielen unter Wert verkauft und auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht, obwohl sie letzte Saison mit einem hervorragenden vierten Platz beendet haben, gehört auch dazu. Das absolute Harzverbot tut sein Übriges. Die Gäste aber perfekt eingestellt und hochkonzentriert in den letzten Minuten der ersten Halbzeit, schießen nach erneutem Remis (14:14) die letzten beiden Tore und gehen mit einer Führung in die Pause (14:16).

'30 Minuten nochmal purer Kampf und Siegeswille, dann gehen wir mit zwei Punkten aus der Halle' war der einhellige Tenor nach der Halbzeitansprache und wie schnell so eine Führung wieder weg sein kann sah man direkt nach Wiederanpfiff. Zunächst konnte diese Führung zwar verteidigt werden (16:18), doch ein technischer Fehler im Angriff und ein vergebener Versuch aufs Tor und schon stand das Spiel wieder Unentschieden (18:18). Mit Tor auf der einen Seite und Tor im Gegenzug auf der anderen Seite ging das Spiel weiter (22:22), doch dann konnte auch der für den solide haltenden Michael Penk im Tor eingewechselte Matze Schäfer einige Bälle entschärfen und so sah man sich das erste Mal mit drei Toren in Führung (22:25). Matthias Fuchs, der an diesem Tag alles überragende Spieler, wurde dann ziemlich unrühmlich niedergestreckt und musste das Feld mit blutender Nase und angeschwollenen Lippen erst einmal verlassen. Das führte zu einem kleinen Bruch im Spiel der Gäste, die Struktur ging etwas verloren und ein vergebener 7m und ein technischer Fehler später waren die Gastgeber wieder dran (25:25). Die Stadtwäldler legten nun erneut immer wieder ein Tor vor und konnten den Ausgleich aber mehrere Male nicht verhindern, auch weil gefühlte 10 Abpraller bei den Gästen landeten, die im zweiten Versuch einnetzen konnten (28:28). Der sich kämpferisch gebende Fuchs zeigte sich wieder spielbereit und übernahm die Verantwortung in den letzten Minuten der Partie. Wie sollte es an diesem Tag auch anders sein (8/8 verwandelte 7m). Mit seinen Toren (18/8) und der Durchsetzungsfähigkeit seines Partners Rene Sperrer auf der linken Rückraumseite (4) sowie starken Aktionen von Maxi Hauß, der seinen Gegenspieler auf Linksaußen schwindlig spielte, lief die Angriffsmaschinerie wieder und man ging erneut mit drei Toren in Führung (29:32). Die letzten zweieinhalb Minuten wurden mit purem Siegeswillen und enormer Kampfeslust in der Abwehr überstanden und somit fielen auf beiden Seiten jeweils nur noch ein Tor (30:33).


Für den ASV spielten: Michael Penk und Matze Schäfer im Tor; Maxi Hauß (1), Viktor Schwalbe (2), Tobias Bärsch (1), Rene Sperrer (4), Julian Hagitte (1), Chris Dück (1), Matthias Fuchs (18/8), Maxi Walk (2), Matthias Hauß (3), Stefan Pröll, Kilian Schwalbe und Benedikt Hagitte.

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