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Der Pokalsieger heißt: ASV Dachau

Die Bayernligadamen des ASV Dachau haben es geschafft, sie sind die neuen Gewinner des Molten-Pokals des Bayerischen Handball-Verbandes. Ein Final Four, das im ersten Spiel mit einer faustdicke Überraschung aufwartete. Denn nicht der haushohe Favorit und Titelverteidiger TSV Ismaning erreichte das Finale, sondern der Landesligist und Gastgeber TSV Herrsching, der mit 28 : 25 im ersten Halbfinale obsiegte. Im zweiten Halbfinale standen sich dann Bayernligist ASV Dachau und Landesligist HC Erlangen gegenüber. In den ersten Minuten dominierte der HC Erlangen und führte nach sieben Minuten mit 5 : 3. Eine Auszeit und auch ein Torwartwechsel, denn Zoe Chioato agierte unglücklich, brachten den gewünschten Erfolg. Einmal fünf Tore in Folge, dann noch einmal drei Tore und bei nur einem Gegentor hatten die Dachauer Damen des Spiel gedreht und führten nun mit 10 : 6. Doch das Pendel schlug wieder in die andere Richtung aus, die Deckung stand zu offen, die Erlangener Angriffe waren zielstrebiger und im Dachauer Angriff gab es Fehler. Erlangen glich aus und erzielte kurz vor dem Pausenpfiff den erneuten Führungstreffer zum 12 : 11. So ging es dann auch erstmal nach Wiederanpfiff weiter, Erlangen erzielte zwei Tore und es sollte bis zur 39. Minute dauern, dann erst war Tatjana Fürschke zum 12 zu 14 erfolgreich. Sechs Minuten später hatte Dachau durch drei Tore von Celina Schwaiger und zwei von Conny Karg wieder die Führung geschafft. Das Halbfinale war wieder offen, denn zweimal konnte Erlangen den Ausgleich erzielen. Doch dann verstärkte Dachau noch einmal die Deckungsarbeit und wurde im Angriff stärker, fünf Tore in Folge, bis zur 58. Minute, beim 23 : 18, war das Spiel entschieden. Die Spannung ließ nach, Erlangen kam noch zu zwei Toren zum 23 : 20 Endstand. Damit war das Endspiel in einem umkämpften, am Ende aber doch sicher gewonnenen Spiel erreicht.
Bereits eine Stunde später begann das Finale gegen den TSV Herrsching. Wieder startete Zoe Chioato im Tor, und sie war diesmal so gut drauf, wie Vroni Marquart im Spiel zuvor. Ganz offensichtlich konnten die Gastgeberinnen nicht mehr an die Form des ersten Spiels anknüpfen. Zwar gingen sie mit 1 : 0 in Führung und konnten auch bis zur 12. Minute noch mithalten, da führte Dachau mit 5 : 4, doch dann brachen alle Dämme. Bis zur Halbzeit zog Dachau ein schnelles Spiel auf, Deckung und Torfrau waren ein unüberwindbares Bollwerk, dreizehnmal noch musste die Torfrau des TSV den Ball aus dem Netz fischen, bei nur zwei Gegentoren. Das Spiel war bereits nach 30 Minuten entschieden denn Dachau führte da mit 18 : 6. Die Gelegenheit einigen Spielerinnen Pausen zu geben und andere einzusetzen nutzte das Trainerteam.So kamen Sarah Gramenz, nach langer Verletzungspause überhaupt erstmalig für den ASV Dachau, und Sarah Werthmüller zu 30-minütigen Einsätzen. Die Tore fielen nicht mehr ganz so schnell, dennoch hatten die Stadtwalddamen bis zur 52. Minute noch weitere neun Tore erzielt, Herrsching war nur zweimal erfolgreich gewesen, Spielstand 27 : 8. Es war schon längst ruhig unter den Herrschinger Zuschauern geworden, aber die letzten fünf Tore für die Heimatmannschaft wurden dennoch mit viel Applaus bedacht. Drei Tore noch für Dachau, das letzte und 30. durch Sarah Werthmüller, mit einem deutlichen 30 : 13 wurde das Finale gewonnen. Die Vizepräsidentin des BHV, Frau Ingrid Schuhbauer, beglückwünschte den ASV Dachau zum Erfolg und übergab den Pokal.

Stenogramm
Vroni Marquart (TW), Zoe Chioato (TW), Birgit Surauer 2, Simone Unger 4, Celina Schwaiger 11/4, Tatjana Fürschke 9/1, Sarah Werthmüller 2, Franziska Spatz 4, Sarah Gramenz 2, Nicole Vandersee 3, Cornelia Karg 7, Stefanie Unger 6, Eva Walk 3

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