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Punkt gewonnen, oder doch verloren?

In einem sehr intensiven Spiel trennten sich der Tabellenführer aus Mainburg (15:3) und der ärgste Verfolger ASV Dachau (15:5) vergangenen Samstag 23:23 Unentschieden. Nach hart umkämpften 60 Minuten fand das Spitzenspiel, das seinem Namen mehr als gerecht wurde, keinen Sieger und am Ende stellt sich die Frage – Punktgewinn oder Punktverlust?

Die vorher als Spitzenspiel deklarierte Partie hielt schon vor Anpfiff das was sie versprach. Nach und nach füllte sich die Halle und nicht zuletzt dank der mitgereisten Anhänger aus Dachau zeigte sich beiden Mannschaften ein tolles Bild auf der Tribüne. Dass so etwas auch Spuren hinterlässt mussten beide Teams gleich zu Beginn erfahren, als sie sichtlich nervös technische Fehler begingen und Mainburg erst nach gut fünf Minuten in Person von Jan Klaus (4) den ersten Treffer vorlegen konnte. Zunächst hieß das Spiel nicht nur Mainburg – Dachau sondern auch Jan Klaus – Rene Sperrer, die die ersten drei Tore ihrer Teams erzielten und Gäste-Coach Frank Graf dadurch gezwungen war, mit Linksaußen Thomas Voves die linke Angriffsseite komplett offensiv zu decken. Das sollte Früchte tragen, Klaus traf in der restlichen Partie nur noch einmal, Voves erzielte neben drei 7m-Toren nur zwei Feldtore. Eines Spitzenspiels würdig war sowohl die Härte im Spiel, die nie überhart wurde und beide Mannschaften sowieso mit großer Fairness agieren, als auch der Spielverlauf, der in den ersten dreißig Minuten keine Mannschaft sah, die mehr als ein Tor vorlegen konnte. Auch die beiden Schiedsrichter der HSG Schwabkirchen lieferten eine souveräne Partie ab. Zwar gab es hier und da strittige Szenen, die mal so und mal so ausgelegt werden können, aber die gibt es in jedem Spiel und insgesamt haben sie mit ihrer Leistung eine hitzige Partie unter Kontrolle gehabt. Mainburg konnte anfangs immer wieder vorlegen, doch die Gäste ausgleichen (4:4), dann waren die Gäste dran und die Mannschaft um Trainer Hadzidulbic zog nach (7:7). So ging das Spiel weiter ehe wenige Sekunden vor Schluss der ersten Halbzeit der torgefährlichste Angreifer der Gastgeber, Marius May (7), eine Unachtsamkeit in der ASV-Deckung ausnutzte und zum vielumjubelten Halbzeitstand einnetzte (11:10). Einzig den Ausfall von Chris Dück, der nach nicht einmal eineinhalb gespielten Minuten unabsichtlicherweise einen Ellbogen ins Gesicht bekam und mit einer Platzwunde ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht wurde, mussten die Stadtwälder kompensieren. Mit einer Jetzt-Erst-Recht Mentalität gingen sie auch in diese zweite Hälfte, konnten schnell ausgleichen und dann sah man sich aber sehr schnell einem ersten größeren Rückstand gegenüber. Kleine Abspielfehler vorne und die Mainburger quittierten die Nachlässigkeit mit einfachen Toren (15:12). Doch auch die Gäste präsentierten sich hellwach und legten durch eine gute Defensivarbeit, die an diesem Tag das Prunkstück war, einen kleinen Lauf hin und glichen schnell wieder aus (15:15). Wenige Minuten später stand es immernoch remis, die Mannen vom Stadtwald aber weiterhin sehr spritzig, giftig in der Abwehr und hochkonzentriert. Angeführt von Julian Hagitte (8/2), der in der zweiten Hälfte für Ex-Mainburger Rene Sperrer die Position auf Rückraum Links ausfüllte und dem umsichtig leitenden Matthias Fuchs (4) starteten die Gäste ihren nächsten Lauf und waren kurz vor Ende der Partie auf der Siegerstraße (17:20/20:23). Doch so schnell wie die Gäste am Anfang der zweiten Spielhälfte einen Rückstand aufholten, auch die Gastgeber waren nicht gewillt beide Punkte abzugeben. Ein vergebener 7m aus Dachauer Sicht, ein technischer Fehler und schon war der Tabellenführer wieder dran. Als dann auch noch der Ausgleichstreffer fiel war die Halle am Brodeln. Beide Mannschaften hatten jeweils noch einen Angriff zu verzeichnen, ehe die letzte Chance nach Spielende im Dachauer Block hängenblieb und das Spiel ohne Sieger beendet wurde.

Das Fazit zu diesem Spiel wurde eingangs schon erwähnt: Ein Spitzenspiel, das seinem Namen alle Ehre machte. Harte Deckungsformen, die die Angreifer zu Höchstleistungen trieben, um ein Tor zu erzielen. Variable Offensivreihen und ein Spiel auf des berühmten Messers Schneide. Die Hälfte der Saison ist gespielt und verspricht insbesondere in der vorderen Region eine spannende Saison zu werden.

Die ersten Herren des ASV Dachau wünschen ihren Anhängern, Fans, Freunden, Bekannten und allen Mannschaften eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Für den ASV spielten Matthias Stephan und Michael Penk im Tor; Maxi Hauß (1), Viktor Schwalbe (1), Rene Sperrer (3), Julian Hagitte (8/2), Matthias Fuchs (4), Christoph Heumann (1), Ferdi Hauß (1), Maxi Walk (3), Benedikt Hagitte (1), Tobias Bärsch, Kilian Schwalbe und Chris Dück.

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