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Peter Wagner, er bleibt uns unvergessen!

Am vergangenen Wochenende erreichte uns die Nachricht, dass unser guter Freund und ehemaliger Trainer Peter Wagner viel zu früh und völlig überraschend verstorben ist. Es machte uns alle sehr betroffen und traurig. Peter Wagner hat am ASV sowohl die Männermannschaft (1985-1990) als auch die Damenmannschaft (1996-1999, 2001–2004) trainiert und viele Freunde bei uns gefunden.
Dieser Nachruf ist aus der Sicht seiner ehemaligen Damenmannschaft geschrieben. Sicherlich können viele das nachvollziehen, weil wir eine besondere Zeit mit ihm erlebt haben, und erkennen darin aber hoffentlich auch den Peter, den sie selbst erleben durften.

März 2003 – Das genaue Datum weiß keiner mehr, aber an die Situation kann sich jeder aus der Mannschaft noch erinnern: Es war ein Sonntagabend. Die Spielerinnen der ersten Damenmannschaft saßen bei sich zu Hause beim Abendessen und genossen den ruhigen, freien Abend, denn man war spielfrei an diesem Wochenende. Das Telefon klingelte und nach dem Abheben hörte man Peters Stimme mit den Worten: „Herzlichen Glückwunsch, du bist bayerischer Meister! Wir treffen uns in einer Stunde am ASV in der Wirtschaft!“ Spontan fanden sich auf Peters Rundruf hin die erste Damenmannschaft und ihre Fans ein, um den überraschenden Aufstieg in die Regionalliga zu feiern. Der größte Erfolg in der Geschichte der Handballabteilung, vermutlich auch Peters größter Erfolg als Trainer, wurde gebührend gefeiert. Unvergessen, was wir für eine Stimmung hatten, wie Peter die trostlose Heimfahrt der Bergtheimer als Vizemeister nachspielte! So viel schauspielerisches Talent hätte ihm keiner zugetraut.

Diese Szene war eine von vielen Erinnerungen, die uns sofort in den Sinn kamen, als wir die bestürzende Nachricht von Peter Wagners plötzlichen Tod am vergangenen Wochenende bekamen. Rasend schnell verbreitete sich die Nachricht am ASV und auch darüber hinaus. Viele gemeinsame Erlebnisse wurden miteinander aufgewärmt, Fotoalben gewälzt, Erinnerungen geteilt.

Wir haben Peter als handballverrückten Trainer erlebt. Lachen, Schwitzen und manchmal auch Weinen hielten sich im Training die Waage. Er trieb uns immer zu Höchstleistungen, wofür er geliebt, aber manchmal auch kurzzeitig gehasst wurde. Das gehört bei einem guten Trainer dazu! Aber neben der bestaussehendsten, machte er uns auch zur fittesten Mannschaft im Umkreis. Der Erfolg gab ihm recht: wir marschierten ungeschlagen von der Landesliga in die Regionalliga durch! Eine Wahnsinns-Zeit mit tollen Spielen, grandiosen Siegen und unglaublich guten Feiern, insbesondere bei den Auswärtsfahrten.

Peter war ein geselliger Mensch, der immer gerne auf eine Weinschorle oder ein Bierchen in die Wirtschaft zum Ratschen mitgegangen ist, mit uns mitgefeiert hat, ja uns sogar seinen Keller für diverse Mannschaftsfeiern (inklusive Übernachtung) zur Verfügung gestellt hat. Gerne hat er auch das Tanzbein geschwungen – was nicht immer bei allen von uns auf Begeisterung gestoßen ist. Die Abschlussfahrten mit Peter waren immer ein Erlebnis!
Ob während seiner Zeit als Trainer oder danach – Peter war es immer wichtig zu wissen, wie es einem ging und was man so macht. Gerade nach seiner Trainerlaufbahn hat er den Kontakt zu uns ASVlern nie abreißen lassen. Eigentlich war er immer irgendwie da. Ob bei einem Heimspieltag, beim Großfeldturnier oder irgendeiner Feier - Peter hat regelmäßig vorbeigeschaut, sich über das persönliche Wohlbefinden oder anderer erkundigt und sich auf dem neuesten Stand gehalten. Aber nicht nur das Wohl seiner Mädels ist ihm am Herz gelegen. Gerade seine Art und Weise mit Menschen umzugehen und ihnen Wertschätzung entgegen zu bringen, hat ihn sicherlich auch in seinem Beruf als Lehrer ausgemacht.

Peter war ein Mensch, der uns alle sehr geprägt hat! Bei der Trauerfeier hat der Pfarrer einen Satz gesagt, der besonders hängen geblieben ist: „Peter hat den Menschen sein Herz geöffnet und ihnen ein Stück davon mitgegeben!“ Ich glaube, das sagt alles…

Peter, du bleibst uns unvergessen, als Trainer, als Mensch und als guter Freund! Wir mussten nun von dir Abschied nehmen – aber eigentlich wirst du weiterhin immer da sein, irgendwie und irgendwo…

Linde, Stefan, Martin und Katrin – wir wünschen euch für diese schwere Zeit alle Kraft der Welt! Unsere Gedanken sind bei euch!

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