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Kampfspiel zu Saisonbeginn

Die erste Herrenmannschaft des ASV Dachau ist erfolgreich in die neue Saison gestartet. Zum Saisonauftakt konnte der Aufsteiger aus Ingolstadt mit 29:28 (12:15) besiegt und die Heimpremiere erfolgreich erledigt werden. Doch wie der Spielstand schon vermuten lässt war es ein Spiel auf Messers Schneide, welches erst in den Schlusssekunden zugunsten der Heimmannschaft entschieden wurde und die Gäste nach einer starken Leistung mit leeren Händen dastehen ließ.
Zur Saisoneröffnung wurde den Stadtwäldern um Trainer Frank Graf ein toller Rahmen geboten, so durften die Minis mit den Herren einlaufen und dabei wurden vor einer tollen Kulisse die Namen der „Kleinen“ und der „Großen“ vorgelesen. Doch diese Euphorie und wohl auch ein bisschen der selbst auferlegte Druck, dass man als Aufstiegsfavorit in die Saison geht, wirkte zunächst hemmend. Die Ingolstädter, die auf ihrer Homepage ebenfalls die Dachauer als Favorit um den Aufstieg in die Landesliga ausmachten, kamen besser in die Partie, anfangs zu vielen einfachen Toren und zeigten den Stadtwäldern, dass sie keine Punkte zu verschenken hatten. Angeführt von einem starken Jan Zobel (7) konnten die Gäste immer wieder ausgleichen und hielten das Spiel ausgeglichen (5:5). Der Gastgeber kam nie so richtig ins Spiel, ihr gefürchtetes schnelles Spiel wurde schnell unterbunden und auch beste Einwurfmöglichkeiten wurden von einem der beiden gut aufgelegten Torhüter entschärft. Wenige Minuten später stand es erneut Unentschieden (10:10) und die Gäste hatten sich das redlich verdient. Zu pomadig wurde in der Abwehr agiert, durch die Manndeckung gegen den initiierenden und lückenreißenden Jan Zobel klafften große Lücken in der Deckung der Stadtwälder, zu langsam war man gegen die wendigen Ingolstäder auf den Beinen. Beim Stand von 12:14 einige Sekunden vor der Pausensirene kullerte ein abgefälschter Ball in Richtung Dachauer Gehäuse, Torhüter Michael Penk, der zusammen mit Matthias Stephan in der ersten Halbzeit auch unglücklich agierte, aber oft alleine gelassen wurde, kriegte den Ball nicht wirklich zu fassen und zum Erstaunen aller entschieden die beiden gut leitenden Schiedsrichter auf Tor für Ingolstadt und damit ging es mit 12:15 in die Pause. Dieser letzte Treffer stand sinnbildlich für einen verkorksten, von Nervosität geprägten Auftritt der Dachauer in Halbzeit eins.
Trainer Frank Graf appellierte in einer ruhigen Halbzeitansprache an eine aggressivere Deckung, damit das schnelle Umschaltspiel seiner Mannen endlich zur Entfaltung kommen konnte. Doch die Gäste kamen besser aus der Kabine, trafen dreimal in Folge und enteilten auf sechs Tore (12:18). Überhastete Abschlüsse waren der Grund für diese deutliche Führung, die wenige Minuten später immernoch Bestand hatte (14:20). Bei diesem Ergebnis und dem damit verbundenen Auftreten der Heimmannschaft glaubten wohl nur noch die wenigsten der zahlreich erschienenen Zuschauer, für die an dieser Stelle ein Lob angebracht ist, an einen Erfolg ihrer Mannschaft. Zunächst sah es auch nicht danach aus, zu lange brauchte man um Torerfolge zu erzielen, zu groß war der Rückstand zwischen den beiden Teams (16:20)/(17:22). Zwei Minuten später waren es weitere fünf Tore Unterschied (19:24) und die Zeit spielte nun für Ingolstadt. Doch die Stadtwälder gaben nicht auf, erkämpften sich ein ums andere Mal den Ball und erspielten sich somit eine doppelte Überzahl. Angeführt von einem sehr starken Julian Hagitte (9) und einem erfahrenen Chris Dück (6) wurde Tor um Tor aufgeholt und man war wieder im Spiel (23:24). Begünstigt durch einen Wechselfehler und einer kurzen dreifachen Überzahl stand das Spiel seit langer Zeit wieder unentschieden (25:25), das Momentum aber war klar auf der Seite der Dachauer. Ingolstadt ging das letzte Mal in Führung, doch die mittlerweile gut funktionierende Achse Matthias Fuchs/Matthias Hauß sorgte für den erneuten Gleichstand (26:26). Dachau ging nun das erste Mal in der zweiten Halbzeit in Führung, konnten den Ball erkämpfen, doch der wohl vorentscheidende Tempo-Gegenstoß wurde nicht verwertet. Stattdessen glich Ingolstadt erneut aus, denen an dieser Stelle großes Lob für eine starke kämpferische Leistung ausgesprochen werden muss, die nie aufsteckten und den Dachauern einen großen Kampf lieferten. Der letzte Angriff war von ebendiesem geprägt, sichtlich nervös traute sich so keiner wirklich den Abschluss zu suchen. So war es dann Julian Hagitte vorbehalten, sieben Sekunden vor Schluss mit einem gut platzierten Rückraumwurf das Spiel zu entscheiden und die Halle toben zu lassen. Der letzte Versuch der Ingolstäder blieb im Block hängen und die ersten zwei Punkte waren hart erkämpft, aber auf der Habenseite der Dachauer.

Es spielten: Matthias Stephan und Michael Penk im Tor; Viktor Schwalbe (4), Tobias Bärsch (2), Julian Hagitte (9/3), Chris Dück (6), Matthias Fuchs (2), Ferdi Hauß (1), Matthias Hauß (3), Benedikt Hagitte (2), Stefan Pröll, Christoph Heumann, Kilian Schwalbe und Maxi Walk.

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