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Manching ereilt das Pfaffenhofensyndrom

Nachdem die Elitetruppe ASV II ihre letzten drei Einsätze niemals als Verlierer beenden musste, gingen die Verantwortlichen Minister davon aus, dass man auch dieses Mal die zwei in Geiselhaft genommenen Punkte befreien können würde. Die beiden älteren Haudegen (Codename WulfGangbang und HowsAir) hörten zusammen mit den anderen 11 Spezialisten (darunter zahlreiche Rammböcke, Sezierer, Betonierer, Punktschweißer, Schlitzer, Shooter, und Körperdoubles) dem Briefing in der Lobby des Allerheiligsten.
SotschY und Yardman, die zwei verlängerten Arme des Teufels, hielten Ihre Ansprache gewohnt kurz (mehr als drei Informationen, so ihr Credo, könne ein einfacher Elitespezialist nicht bei sich behalten):„Die Herren: wir haben es hier mit einer international organisierten Bande zu tun, dem sogenannten Mang-Ching Clan. Er hat in den letzten Monaten durch Anlagebetrug, Schutzgelderpressung und Glücksspiel 14 Punkte ergaunert. Unsere Aufgabe ist es ihm das Handwerk zu legen. Zu diesem Zweck haben wir Shooter Beartsch organisiert. Er wird die Drecksarbeit erledigen und uns ein Loch in deren Hauptquartiermauer sprengen – übrigens mit einem Snipergewehr. Nicht sehr effektiv, aber dafür zielsicher. Jeder hat so seine Marotte. Und Sie, Firefly Darling, werden, wenn die ganze Aktion gelaufen ist, den Jungs mit einem chirurgischen Big Bäääm den finalen Schlag versetzen.“ „Sir, Yes Sir!“ „Jetzt übertreiben Sie nicht, Darling! Ein ‚Danke Professor‘ reicht! Und Ihr Anderen: Jeder auf seine Positionen. Ihr kennt eure Aufgabe!“
WulfGangbang zu HowsAir: „Klingt, als hätten wir wieder mal einen echt dreckigen Job zu erledigen!“ „Stimmt. Machen wirs wie immer? Rachidsystem, oder?“ „Eh kloa, Oida! Ich zieh ihr Feuer für die Hälfte der Zeit auf mich, dann kommt Monsieur Hausère, kriegt quasi nix mehr auf die Fleischmütze und zieht anschließend die ganzen Weiber in der Handballlust ab!“ (Riesengelächter auf allen Seiten. Beide nach rechts ab).
Obwohl die ASV II das Überraschungsmoment auf ihrer Seite hatten, waren die Mitglieder der Mang-Ching sehr gut gerüstet. Sie konnten des Öfteren als dilettantische Angriffe getarnte Unterwanderungen zurückschlagen und selber gute Schläge austeilen(1:3). Ihnen war nicht klar, dass dies nur Ablenkungsmanöver für die nachhaltige Zerstörung der Mauern ihres Hauptquartiers waren, die Beartsch (5) mit seinem Scharfschützengewehr Marke „Dicke Berta“ Punkt für Punkt sezierte (zweimal links oben, einmal obere Mitte der Dachkonstruktion). Danach ging es langsam aber stetig voran für die Helden (3:6, 8:8).
WulfGangbang war zwar oft alleingelassen (sicher 8 Gegenmaßnamen der Mang-Ching wurden mit einem geklauten roten Ferraripickup vorgetragen, der schließlich seine explosive Ladung zumeist sicher abladen konnte und diese mit sehr kurzer Lunte zündete), aber schließlich entschärfte er mehrere Sprengsätze des Clans („Das rote oder das weiße Kabel…. Scheißejal – Jeronimooooo“) mit seiner Eisenwurz und half so mit, die Gegendrehung der Erdbewegung einzuleiten (11:9, 15:12). Wenn es darum ging die Big Bang Theory zu stützen, wurde Stein-Zahnschutz-Berger aus dem Sauerstoffzelt reanimiert und er zimmerte eine Boobytrap nach der anderen dorthin wo der Maurer das Loch gelassen bzw. wo Beartsch eins hingeschossen hatte (10/6). Nach ca. 30 Minuten zündeten die Elitejungs eine Nebelgranate und zogen sich (16:14) sich zur Besprechung zurück.
„Männer, wir sind ganz nah dran! Sie werden zwar nicht sofort aufgeben, aber eigentlich fehlen uns nur noch 30 cm zum final Cut!“ Er machte eine Geste mit seinem Daumen und seinem Zeigefinger, um seiner Aussage Nachdruck zu verleihen. „Äh Sir, Professor SotschY! Das sind keine 30…..“ „Unser Gelehrter Mathematiker, hä?“ unterbrach SotschY ihn. „Darling - unser Liebling Kreuzberg! Sie haben bis jetzt noch kaum mehr geleistet als dem verdammten Pickup hinterher zu hecheln! Und sie haben dennoch nichts außer einer Tüte Chips heute aufgerissen! Ich werde ihnen gleich noch einen Einlauf mit Remy-Martin à la bonheur besorgen, wenn sie nicht augenblicklich ihren wertlosen Kadaver hier hinausbewegen und diesen ab sofort mit Mach 9 über das Zielgebiet jagen lassen! Haben wir uns verstanden?“ „Jawohl Sir Professor, ich dachte ja nur…“ „Sie werden nicht für Denken bezahlt Soldat! Überlassen sie das Denken den Pferden, die haben den größeren Kopf verdammt!“ Metaphern waren ein kleines Steckenpferd von SotschY, auch wenn er bezweifelte, dass sie ihm bei dieser Sondereinheit irgendetwas brachten. Eigentlich wollte er ja sowieso immer uygurische Literatur studieren, aber dieses unsägliche Magensgeschwür, das er sich durch eine Nominierung der anderen Art zugezogen hatte, hatte ihn daran gehind… Aber lassen wir das.
Die Mang-Ching hatten sich tatsächlich frisch motiviert und sich neu aufgestellt. HowsAir flogen die Dinger nur so um die Ohren (16:15, 16:16, 17;17, 19:19). Das alles in den ersten 6 Minuten. Es musste etwas geschehen. WulfGangbang fächelte ihm Luft zu, gab ihm den ein oder anderen wertvollen Tip aus der Mottenkiste der Geschichte und siehe da – es wirkte! Immer mehr konnte nun auch er Dinger entschärfen oder er brachte die Gegner durch seine unvorhersehbaren Moves völlig aus der Fassung („Der hat sich schon wieder unter meinem Heber weggeduckt! Ich kann da nicht!“) (21:20)
Darling, der sich die motivierende Ansprache sichtlich zu Herzen genommen hatte („Remy Martin –nicht gut, ist es?“) zündete nun die zweite, dritte und vierte Stufe seiner Trägerrakete innerhalb von nur 30 Minuten und spielte sein altes Hase- und Igelspiel mit dem Clan: Eben noch in Villa Riva alles dreckig gemacht, spülte er in Villa Bacho schon wieder ein Riesending ab (6).Aber dann ging alles so, wie sie es im Sandkasten geprobt hatten. Hinten dicht, nach vorne schnell das offene Feld überbrückt und dann ganz vorne everybody’s Josh oder Beartsch oder Stein-Zahnschutz-Berger, Zeinodernichtzein (3), oder wie die anderen alle hießen (100). Im Übermut legte Darling noch dem gegnerischen Hintermann, rittlings auf einer 88er sitzend und La Paloma pfeifend, ein Ding über den Helm, dass es nur so eine Art hatte. (35:23)
Feixend und johlend gingen die Sieger über das Schlachtfeld, badeten sich in überschwänglicher Anerkennung von Oberkoordinator DeGeneral Betz („Nicht schlecht.“) und beendeten den Abend mit einer Badewanne aus eiskalter Cervisia gemischt mit „… und was trinkst dou so?“

Mein Freund ist aus Leder

Mölzer & Hauser im Tor, Steinberger (10/6), Zeiner (3), Stoschek (1, Darling (6), Hamann (3), Franke (1), Hoffmann (2), Peters (2), Sauer, Huber (3), Bärsch (5)

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Holger Hamelmann schrieb am 11.02.2014 um 09:22:49

Dein Freund - 'ne Allergie? 'Immer wenn ich mit Schuhen im Bett aufwache, habe ich Kopfschmerzen'

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