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Handballdramatik pur, der Bericht aus Gröbenzeller Feder

In einem an Dramatik kaum zu überbietendem Spektakel besiegte der HCD die HSG Pforzheim in der rappel vollen Georg-Scherer-Halle mit 27:26 (14;14)
 
Was für ein Spiel! Beim ersten Dachauer HCD Heimspiel sahen die gut 400 Zuschauer alles, was ein Handballspiel zu bieten hat. Einlaufen im Lichtkegel - völlig entfesselnd startende Gröbis - eiskalt zurückschlagende Gäste - perfekte Spielzüge im Höchsttempo  - nervöse, schier unerklärbare technische Fehler - hängende Schultern - Euphorie pur .......... und ein unübertreffbares Herzschlagfinale. Zum Höhepunkt gab es als Zugabe sogar ein HAPPY END !
 
Der Reihe nach: Im mehr als stimmungsvollen Handballwohnzimmer des ASV Dachau legten die Gröbis furios los und überrannten regelrecht die verdutzten Gäste. 1. Welle, 2, Welle, druckvolles Positionsspiel,...   bis zum 6:2 klappte bei Gröbenzell einfach alles. Und so konnte es ruhig weitergehen. Die Gröbis gingen bei anhaltend überlegenem Spiel fortan etwas schlampig mit ihren Chancen um, und es stand nach knapp 20 Minuten nur 11:4. Plötzlich war Schluss mit der Herrlichkeit. Die Gäste fanden langsam ins Spiel, und Gröbenzell zeigte sich unerklärbar Hals über Kopf kollektiv unkonzentriert. Fang- und Passfehler, das üppig demonstrierte Selbstvertrauen schmolz in wenigen Minuten dahin, alle Spielerinnen waren davon betroffen auch die Wechsel zeigten keine Wirkung. Pforzheim nutzte die Gunst der Stunde  und schlich sich "leise" auf 12:10 heran. Dramatik in den letzten 15 Sekunden vor der Pause. Der HCD verliert im Angriff den Ball - Tempogegenstoß Pforzheim - Meike Tornow hält sensationell einen "Freien"-Tempospiel des HCD nach vorne - Fehlpass - nächster Gegenstoß Pforzheim - 14:14 Ausgleich mit dem Pausenpfiff, Puuh, die volle Halle johlte, die Trainer Pleines und Fischer waren sprachlos.
 
Mit großen Vorsätzen startete der HCD in die 2. Hälfte. Die Zuschauer machten mächtig Stimmung, die Erwartungen riesig - doch der Schuss ging nach hinten los und es ging absolut gar nichts. Es stand flugs 14:16 für Pforzheim.. Hendrik Pleines zog schon nach 56 Sekunden die Reißleine - Auszeit!
Langsam sortierten die Gröbis ihre Gedanken, und auch wenn es spielerisch noch nicht laufen wollte, ab nun wurde um jeden Zentimeter Hallenboden bedingungslos gefightet. Pforzheim nahm den Kampf an, und auch wenn es spielerisch nicht unbedingt glänzte, das Spiel entwickelte sich zu einem hochspannenden, technisch und taktisch hochentwickeltem Handballdrama. Pforzheim hatte knapp die Nase vorn, erst zum 22:22 gelang dem HCD in aufgeputschter Atmosphäre der lautstark umjubelte Ausgleich. Pforzheim legte noch einmal zu, erst nach dem 22:23 gelang die Wende. Vera Balk und Sina Fischer setzten von den Halbpositionen die entscheidenden Akzente und zum 25:23 gelang eine 2 Tore Führung. Die Gäste bäumten sich auf und erzielten nicht zuletzt dank einer überragenden Teodora Bloj auf RL den 26:26 Ausgleich. Nun war es wieder Sina Fischer, die mit eisernem Willen die Entscheidung suchte - ihr unbremsbarer Antritt auf RL führte zum 27:26. Doch damit nicht genug - der Spielfilm:
Meike Tornow hält - Tempogegenstoß - 7-Meter für den HCD - Aline Fischer verwirft - großes Zittern - Stürmerfoul gegen Pforzheim - Ballbesitz HCD - die Entscheidung:!!!!!
Der HCD gewinnt das Drama mit 27:26 und in dieser Saison war der Jubel wohl noch nie so groß ! Herzlichen Glückwunsch Mädels!
 
Der HCD spielte mit:
Susi Fischer, Meike Tornow, Janne Ropeter (4), Sina Fischer (6/1), Pia Novotny, Julia Schwaiger, Romina Gullotta (1), Vera Balk (9), Katharina Wohlrab, Kiki Kilias (3), Gina Liebig, Aline Fischer (4), Bea Mazucco

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Nyanna schrieb am 16.02.2017 um 02:18:35

Super inovamrtife writing; keep it up.

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