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Zu wenig Durchschlagskraft

Die ersten Herren des ASV Dachau haben ihr Heimspiel gegen den Spitzenreiter aus Gräfelfing verloren und sich dabei aber ordentlich verkauft. Nur der Anfang der zweiten Halbzeit sorgte dafür, dass sich die HSG Würm-Mitte absetzen und am Ende einen verdienten Sieg einfahren konnte (9:10;17:23).

Die Gäste um Trainer Fadil Kqiku kamen mit der Hypothek von sieben Siegen am Stück an den Stadtwald und wollten auch am ASV ihre Serie fortsetzen. So kamen sie auch besser in die Partie (0:2), ehe sich auch der Gastgeber ins Scoreboard eintragen konnte (1:3). Schon in den Anfangsminuten zeichnete sich ab, dass dieses Spiel ein Spiel der Torhüter werden sollte. Denn auch wenn beide Angriffsreihen häufig Lücken fanden, war bei den Schlussmännern Endstation (3:4). Auf Dachauer Seite war das David Braun, der die Schützen der HSG zum Verzweifeln brachte, während sein Gegenüber David Docampo Dominguez erst im Laufe der Partie und vor allem in der zweiten Halbzeit sein Tor vernageln sollte. Dennoch gelang es den Gästen häufiger, die offensive Deckungsformation des ASV zu überwinden und zu Torerfolgen zu kommen (4:7). Die Stadtwaldherren ließen sich aber nicht weiter abschütteln, was im Angriff an Durchschlagskraft fehlte, auch bedingt aufgrund der mangelnden Alternativen im Rückraum, wurde durch Körpereinsatz und Leistungsbereitschaft wieder wettgemacht (6:9). So kamen die Gastgeber bis zur Halbzeitpause auch wieder mehr in die Partie, denn man nutzte einige Nachlässigkeiten der HSG aus und konnte verkürzen (9:10). Lediglich der bereits zweite vergebene Siebenmeter in der ersten Halbzeit verhinderte den Ausgleich zur Pause.

Die Mannen um Trainer Martin Haider sahen sich in der Halbzeitpause also einem äußerst knappen Rückstand gegenüber und hatten sich diesen Zwischenstand auch durch eine leidenschaftliche Abwehrarbeit und einem famosen Torhüter verdient. Wenn jetzt der Angriff noch ein wenig mehr ins Rollen kam, war an diesem Tag auch gegen den Tabellenführer etwas drin. Durch eine unnötige Zwei-Minuten-Strafe machte man sich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts das Leben aber selbst schwer, die Gäste nutzten diese Überzahl gnadenlos aus (9:14). Der zweite Knackpunkt neben der schwachen Chancenverwertung. Denn während die Gäste aus ihrer numerischen Überlegenheit desöfteren Kapital schlagen konnten, trafen die Stadtwaldherren in Überzahl häufig die falschen Entscheidungen oder verwarfen aus aussichtsreichen Positionen. Zwar kam der Gastgeber wieder zurück in die Partie (11:14), aber nur, um in der Folge weitere Nackenschläge einzustecken. Denn anstatt in Überzahl vernünftige Auslösehandlungen zu spielen, wurde zu hastig abgeschlossen oder die einfachsten technischen Fehler begangen. Und das bleibt in dieser Liga nicht ungestraft, vor allem nicht vom Spitzenreiter, der in der Folge vorentscheidend davonzog (11:18). Danach kämpfte sich der ASV zurück in die Partie, erneut stimmte die Moral und man stemmte sich, allen Widrigkeiten zum Trotz, der Niederlage entgegen (15:19). Doch sowohl die Zeit hatte etwas dagegen, als auch der Gästetorhüter, der in diesen Phasen, als das Spiel nochmal hätte gekippt werden können, sein Tor vernagelte (17:21). So kamen die Stadtwaldherren nicht näher ran und kassierten noch zwei Gegentore zum Endstand (17:23).

Die ersten Herren des ASV Dachau verlieren also das Heimspiel gegen den Tabellenführer, der nunmehr als einzige Mannschaft ohne Niederlage an der Spitze verweilt. Im Großen und Ganzen geht diese Niederlage in Ordnung, denn man erzielte im gesamten Spielverlauf weder eine eigene Führung noch den Ausgleich. Nichtsdestotrotz wäre an diesem Tag viel mehr möglich gewesen, nicht nur an dem engen Pausenstand abzusehen. Aber zu einfache Fehler ohne Gegenwehr, eine schlechte Effektivität und ein Stück weit fehlende Cleverness in den entscheidenden Situationen führte am Ende des Tages zu dieser Niederlage. Trotz der personellen Probleme hat man aber auch gegen diesen starken Gegner gesehen, dass man mehr als nur mithalten kann und das gilt es jetzt auch in die verbleibenden drei Partien diesen Jahres mitzunehmen. Schon am kommenden Samstag hat man nämlich die nächste Auswärtshürde auf dem Programm, diesmal beim heimstarken Aufsteiger HSG Dietmannsried-Altusried. Vorbericht folgt.

Ein großer Dank geht an die vielen Zuschauer und Fans, die wie immer für eine tolle Kulisse gesorgt haben. Danke!

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Maximilian Hauß (1), Viktor Schwalbe (2), Tobias Urban (6/1), Finn Rohmert (2), Michael Grund (2), Benedikt Hagitte (4), Malte Kay, Johannes Hutterer, Johannes Pscherer, Ferdinand Hauß und Matthias Hauß.

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