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Hypothek zu groß

Die ersten Herren des ASV Dachau haben im Nachbarschaftsderby den Kürzeren gezogen und beim TSV Allach 09 klar verloren. Nach umkämpften sechzig Minuten fiel der Sieg für den TSV am Ende zwar um einige Tore zu hoch aus, war aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet (14:9;29:19).

Vor der Partie gab es für die Gäste vom ASV die eine oder andere Hiobsbotschaft. Zu den weiterhin Langzeitverletzten Maximilian Hauß und Julian Hagitte (beide Knie), gesellten sich am vergangenen Samstag nun auch noch Alexander Meckl (Knie), den es ebenfalls am Knie erwischt hat und eine längere Pause bevorsteht, sowie Tobias Urban (Mandelentzündung), der zumindest nur für das Derby nicht fit genug wurde. Kilian Schwalbe widmet sich wieder seinem eigentlichen Plan und steht für die ersten Herren nicht mehr zur Verfügung (danke für die Hilfe!). So ging man im Vorfeld schon mit den Hintergedanken in die Partie, dass es in Allach mit einer neu zusammengewürfelten Mannschaft schwer werden würde, etwas Zählbares zu holen.

Auch die Allacher um Trainer Bernhard Karg hatten eine dezimierte Mannschaft beisammen, nur gut, dass vor der Saison der Kader ordentlich aufgebläht wurde und somit die vielen Ausfälle im Vergleich nicht gar so ausschlaggebend sind. Beide Teams gingen mit frischem Selbstbewusstsein in die Partie, gewannen sie doch ihre letzten Spiele und wollten den Trend fortsetzen. So sahen die vielen Zuschauer auch ein ausgeglichenes Spiel, wobei der Gastgeber immer in Führung lag (6:4). Mehr als fünfzehn Minuten waren die Gäste auch in Schlagdistanz, erspielten sich Gelegenheiten und standen auch in der Abwehr kompakt. Lediglich die schnellen Vorstöße der Allacher konnten zu selten unterbunden werden, auch scheiterte man zu oft am Torhüter, um vielleicht das Spiel mal auf Unentschieden zu stellen (7:5). Der ASV kämpfte aber, hatte im Verlauf der ersten Halbzeit aber auch Pech. Viel Pech. Denn während es auf Seiten des TSV in dieser Phase rund lief, hatten die Stadtwaldherren in der Folge auch noch die Schiedsrichter gegen sich. Stellenweise war man dann nur noch zu dritt auf dem Feld, die Entscheidungen teilweise zu hart oder nicht gerecht verteilt. Und Allach nutzte das gnadenlos aus, erspielte sich einen Lauf und ging komfortabel in Führung (12:5). Zum Glück fingen sich die Gäste schnell wieder, bekamen dann ihrerseits Überzahlsituationen und konnten bis zum Pausenpfiff verkürzen (14:9).

Die Mannen um Trainer Martin Haider bekamen also in den Minuten der Pause zu realisieren, dass allen Widrigkeiten zum Trotz dieses Spiel noch nicht entschieden war. Und so wollte man hellwach und konzentriert in die zweite Hälfte starten, um weiter verkürzen zu können. Und das gelang. Keine zwei Minuten waren im zweiten Spielabschnitt gespielt, lagen die Gäste nur noch mit drei Toren im Rückstand (14:11). Das Problem war nur, dass man augenscheinlich das Pulver verschossen hatte und die folgenden zehn Minuten keinen Treffer mehr warf. Allach hingegen schon, stellte auf acht Tore Differenz und entschied das Spiel (19:11). Aufgrund der personellen Problematik bekamen jetzt die Neuzugänge respektive Aushilfen Spielzeit, so dass stellenweise vier der sechs Feldspieler das dritte oder vierte Mal, einer sogar das erste Mal das Trikot der ersten Herren überwarf (danke fürs Aushelfen, Hanni). Die Stadtwaldherren spielten auch wieder munter mit (20:15), standen in der Defensive einigermaßen stabil und auch der Angriff lief trotz der wenig eingespielten Rückraumachsen ordentlich. Lediglich die magere Torausbeute verhinderte einen kleineren Zwischenstand (23:18). Und dann leisteten sich die Gäste erneut eine Schwächephase, trafen das Tor nicht mehr und die Kräfte sanken merklich. Anstatt die Angriffe in Ruhe auszuspielen, fing man sich noch den einen oder anderen Konter, der das Ergebnis in die Höhe schraubte, ehe das letzte Tor dem ASV vorbehalten war (29:19).

Die ersten Herren des ASV Dachau verlieren also das Derby in Allach, spielten aber bei weitem nicht so schlecht, wie es das Ergebnis vielleicht vermuten lässt. Aber die personellen Sorgen waren zu groß, als dass man an einem solchen Tag den TSV ärgern hätte können. Für den ASV gilt es jetzt, die vorhandene Truppe weiter einzuspielen und sich auf die kommenden Wochen vorzubereiten, bevor es im Dezember eine zweiwöchige Spielpause geben wird. Bis dahin bekommt man es mit weiteren starken Gegnern zu tun (Würm, in Dietmannsried, Raunau). Am kommenden Wochenende stellt sich der ungeschlagene Spitzenreiter am Stadtwald vor. Vorbericht folgt.

Danke an die vielen Fans, die für eine tolle Kulisse gesorgt und zu jedem Zeitpunkt des Spiels angefeuert haben. Danke!

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Viktor Schwalbe (1), Malte Kay (1), Matthias Hauß (3/2), Finn Rohmert (6), Peter Menzel (1), Benedikt Hagitte (4), David Gierke (3), Johannes Hutterer, Johannes Pscherer, Benjamin Tobies, Ferdinand Hauß und Michael Grund.

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