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Befreiungsschlag in eigener Halle

Die ersten Herren des ASV Dachau haben am vergangenen Wochenende den ersehnten Befreiungsschlag geschafft und die Niederlagenserie gestoppt. Nach einem nicht immer schönen, aber stets fairen und interessanten Spiel besiegten die Stadtwaldherren den Gast aus Immenstadt mit 34:28 (15:10).

Die Truppe um Trainer Gunther Kotschmar reiste mit einer ähnlichen negativen Serie an den Stadtwald, wollte sich nach einem guten Start in die Saison und dem erkämpften Punkt in Friedberg letzten Spieltag (23:23) auch in Dachau profilieren. Das ging aber im Vorfeld schon in die falsche Richtung, denn die A-Jugendlichen, die schon fester Bestandteil der Herrenmannschaft sind, spielten am Nachmittag ihre Saisonpartie auswärts und kamen mit ihrem Trainer erst zur Halbzeit nach Dachau. So stand einer beinahe voll besetzten Dachauer Mannschaft eine dezimierte Truppe aus dem Allgäu gegenüber, bei der selbst Trainer Gunter Kotschmar das Trikot überstreifte und sich in der Abwehrarbeit in den Dienst der Mannschaft stellte. Das erste Tor ging an den Gast (0:1), ehe der ASV den Ton angab und in der Folge durch schnelles Spiel zu einfachen Toren kam (4:1). Doch über die erste Hälfte der ersten Hälfte gesehen schafften es die Gäste immer wieder zu verkürzen (4:3;6:5;7:6). Dann legten die Stadtwaldherren aber nochmal eine Schippe drauf, griffen in der Defensive beherzter zu und wussten weiterhin in der Offensive zu gefallen, erarbeiteten sich dadurch die erste höhere Führung im Spiel (12:6). In der Zeit vor der Pause fand der TVI zwar wieder ins Spiel zurück (13:10), dem ASV gehörten aber die letzten Szenen vor dem Pausenpfiff, wodurch er mit einer komfortablen Führung in die Kabinen ging (15:10).

Die Mannen um Trainer Martin Haider hatten in der Pause Zeit durchzuschnaufen, sich neu einzustellen und vorzubereiten auf ein im Grunde genommen komplett neues Spiel gegen einen neuen Gegner, da sie von der Aufstockung des Kaders und der hinzugekommenen Gästespieler natürlich in Kenntnis gesetzt waren. Dennoch wollte man sich das gute, aber beileibe nicht fehlerfreie Spiel der ersten Halbzeit vor Augen führen, anknüpfen an die positiven Momente und es tunlichst vermeiden, den TVI zurück ins Spiel kommen zu lassen. Aber wie das häufig so ist im Handball, sind der Kopf und der restliche Körper zwei verschiedene Paar Schuhe. So kam der Gast besser ins Spiel, während der ASV sich auf seinem Vorsprung ausruhte, der innerhalb von fünf Minuten aber zunichte gemacht wurde (16:15). Erst dann schien der Gastgeber aufgewacht zu sein (18:15), doch das war nur eine Momentaufnahme, denn die Immenstädter hatten Lunte gerochen und nach zehn gespielten Minuten in der zweiten Halbzeit das Spiel ausgeglichen und irgendwie auch auf den Kopf gestellt (19:19). An dieser Stelle aber muss man den Stadtwaldherren zugute halten, dass sie sich wehrten, den Kampf annahmen und es schafften, das vermeintlich übergegangene Momentum zu stoppen und sich selbst überzustreifen. Denn aufgrund einer guten Teameinstellung, gegenseitigem Anfeuern und mentaler Stärke kämpften sich die Dachauer die Führung zurück (24:20). Das Spiel war weiterhin eine enge Geschichte, denn der TVI steckte zu keinem Zeitpunkt auf und unterstrich seinen Status als unangenehme Mannschaft (24:22), doch der ASV wollte die Niederlagenserie unbedingt zu Ende bringen und sich belohnen (26:22). So hielten sie die vier-Tore-Führung aufrecht (28:24;30:26), ehe mit weiteren vier Treffern in Folge der höchste Zwischenstand der Partie erzielt und eine Entscheidung herbeigeführt wurde (34:26). Die letzten beiden Treffer waren dann nur noch Ergebniskosmetik (34:28).

Die ersten Herren des ASV Dachau haben sich also endlich mit etwas Zählbarem belohnen können und zwei Punkte eingefahren, die für die ganze Mannschaft von großer Bedeutung sind. Denn trotz durchschnittlicher Leistung gegen einen unangenehmen Gegner reichte die Einstellung und die mentale Stärke, um die technischen Fehler auszumerzen und über den Kampf zu zwei Punkten zu gelangen, die in den vorherigen Spielen trotz guter Leistungen den Stadtwaldherren verwehrt geblieben waren. Um in den nächsten Wochen bestehen zu können, müssen die Stadtwaldherren aber auch die spielerische Leistung wieder in die Höhe schrauben, denn es kommen wahrliche Brocken auf den ASV zu (in Allach, gegen Würm-Mitte, in Dietmannsried). Aber der erste Schritt in die richtige Richtung ist geschafft, den haben sich die Stadtwaldherren auch wahrlich verdient. Vorbericht folgt.

Vielen Dank an die vielen Zuschauer und Fans, die das Spiel zu einem echten Heimspiel gemacht und für eine tolle Kulisse gesorgt haben. Danke!!

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Viktor Schwalbe (4), Malte Kay (5), Alexander Meckl (6), Tobias Urban (4/2), Ferdinand Hauß (1), Matthias Hauß (1), Finn Rohmert (2), Peter Menzel (1), Michael Grund (3), Benedikt Hagitte (5), Kilian Schwalbe (2) und Johannes Pscherer.

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