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Vierte Niederlage in Serie

Die ersten Herren des ASV Dachau verlieren auch das vierte Spiel in Serie und verkaufen sich in Eichenau völlig unter Wert. Nach einer indiskutablen Leistung steht am Ende eine Niederlage zu Buche, die völlig unnötig, aber leider auch völlig verdient war (20:20;39:33).

Die Truppe um Trainer Aleksandar Radukic war in einem kleinen Aufwind, gewann die letzten beiden Spiele und wollte vor heimischer Kulisse ihren Punktestand ausgleichen und die Serie fortsetzen. Im Spiel gegen den ASV begannen die Eichenauer von Beginn an auch hellwach, setzten die Defensive der Gäste immer unter Druck und kamen zu leichten Torerfolgen (4:2). Nach und nach fanden zwar auch die Dachauer in die Partie (6:4), bekamen aber in der ersten Halbzeit kaum Zugriff auf die Gegenspieler und ließen die ESV'ler häufig zu einfach gewähren (9:7). Nach einer knappen Viertelstunde erzielte der Gastgeber die erste Führung mit drei Tore, auch weil der ASV sich weiterhin schwer tat, die Lücken in der Defensive zu schließen (11:8). Auch die genommene Auszeit brachte nicht den erwünschten Ertrag, weiterhin waren die Beine zu langsam und stellenweise die Fehler eklatant (13:10). Was die Dachauer im Spiel hielt war das schnelle Spiel nach vorne, die daraus resultierenden einfachen Tore und die gute Chancenverwertung (14:13). Doch der Ausgleich gelang erstmal nicht, der ESV fing sich wieder (16:13), hielt die Dachauer auf Abstand und nutzte die schlechte Abwehrarbeit aus. Hier nutzte dem Gastgeber ein Stück weit auch die Erfahrung, denn jeder Fehler wurde konsequent bestraft und es war zu sehen, dass der ESV wusste was er tat. Schon viele Jahre in der Landesliga und eine funktionierende Spielweise sorgten für die immens hohe Trefferquote (19:16). Der ASV hielt sich im Spiel, weil er im Angriff Lösungen parat hielt und sich dagegen stemmte. Was in der Kommunikation und dem Stellungsspiel falsch gemacht wurde, auch bedingt durch das Verletzungspech und eine doch recht neu zusammengewürfelte Mannschaft, wurde mit Kampfgeist und Moral halbwegs wettgemacht (19:18). So schafften es die Stadtwaldherren tatsächlich, noch vor der Halbzeit den Ausgleich zu erzielen (20:20).

Die Mannen um Trainer Martin Haider hatten also Gesprächsbedarf in der Kabine. Zu einfache Fehler luden die Eichenauer quasi zum Torewerfen ein, in der Abwehr gab es zu große Lücken und trotz der vielen Tore war auch im Angriffsspiel nicht alles Gold was glänzte. Man hatte sich in der Halbzeitpause viel vorgenommen und wusste, dass mit einer Leistungssteigerung viel mehr drin war als nur mitzuhalten. Was zu diesem Tag aber passte war, dass der Start in den zweiten Spielabschnitt völlig in die Hose ging. In Unterzahl leistete man sich Unkonzentriertheiten, den neu eingewechselten Torhüter des ESV schoss man zum Weltmeister und siehe da, nach nicht einmal fünf gespielten Minuten ging das Spiel in die verkehrte Richtung und alles, was man sich vorgenommen hatte, ließen die Stadtwaldherren in der Kabine (26:20). Gegen einen solchen Lauf anzuspielen, noch dazu in fremder Halle, kostet enorm viel Kraft und mentale Stärke, die man aus Kleinigkeiten ziehen muss. So kamen die Gäste wenigstens jetzt wieder in die Partie, auch wenn nicht entscheidend verkürzt werden konnte (29:23). Im Gegenteil, wenige Minuten später erzielte der ESV den bis dato höchsten Zwischenstand der Partie und gleichzeitig auch sowas wie die Vorentscheidung (32:23). Und es waren noch fünfzehn Minuten zu gehen. Der ASV stemmte sich dagegen, wohl wissend, dass es mit einer solchen Darbietung schwierig werden würde, noch einmal entscheidend nahezukommen (32:26). Und wenn der Gastgeber wieder weiter davonzog (34:26), schafften es die Gäste lediglich, den Abstand nicht noch größer werden zu lassen (36:30). Und anstelle das Spiel mit vier Toren Differenz zu Ende zu bringen, was durchaus im Rahmen des Möglichen gewesen wäre und vielleicht im Hinblick auf einen späteren Zeitpunkt der Saison einen gewissen Grad an Wichtigkeit darstellen könnte, scheiterte man haufenweise am Torhüter des ESV und fing sich weitere Treffer zum Endstand einer komischen Partie (39:33).

Die ersten Herren des ASV Dachau verlieren also das vierte Spiel in Serie, verlieren aber das erste Spiel, in dem eine Niederlage auch verdient war. Anders als in den Partien gegen Simbach, Mainburg oder Herrsching, brachten die Stadtwaldherren zu keinem Zeitpunkt der Partie eine vergleichbare Leistung auf die Platte. Und doch stand es zur Halbzeit unentschieden, was verwirrend anmuten mag. Aber auch der ESV zeigte sich in der Defensive nicht sattelfest, bot dem ASV Lücken, die auch er eiskalt ausnutzen konnte. Doch mit dem ersten Lauf in der zweiten Halbzeit, eine erneute Schwächephase, die man sich einfach nicht erlauben darf, ging das Spiel in Richtung des ESV und es wurde schwierig, eine Antwort darauf zu finden. Und mit 39 Gegentoren gewinnt man nicht viele Spiele. Seis drum, die Stadtwaldherren dürfen nur wenige Gedanken an dieses Spiel verschwenden, denn es kommt weiter Schlag auf Schlag. In den kommenden Trainingseinheiten müssen die Neuzugänge weiter integriert werden und die Truppe muss sich auf den kommenden Gegner vorbereiten, denn mit dem TV Immenstadt kommt eine schlagkräftige Mannschaft aus dem Allgäu an den Stadtwald. Vorbericht folgt.

Die ersten Herren des ASV Dachau bedanken sich bei den vielen Zuschauern und Fans, die den Weg nach Eichenau gefunden haben. Danke!!

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Viktor Schwalbe (3), Malte Kay (2), Alexander Meckl (6), Tobias Urban (10/2), Finn Rohmert (3), Peter Menzel (3), Michael Grund (2), Benedikt Hagitte (4), Johannes Pscherer, Ferdinand Hauß, Matthias Hauß und Kilian Schwalbe.

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