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Dritte Niederlage in Serie

Die ersten Herren des ASV Dachau haben in der diesjährigen Landesliga-Spielzeit die dritte Niederlage in Folge einstecken müssen und dabei eine empfindliche, weil extrem bittere Pleite kassiert. Gegen den noch ungeschlagenen TSV Herrsching sahen die Stadtwaldherren lange Zeit wie der sichere Sieger aus, verloren das Spiel aber am Ende denkbar knapp (16:12;26:27).

Die Truppe um Trainer Reinhold Weiher spielt bisher eine sehr ordentliche Runde, der einzige Punktverlust datiert vom ersten Spieltag. Und mit diesem Selbstbewusstsein wollte der TSV auch am Stadtwald punkten, ähnlich wie in der Vorsaison (29:30). Den besseren Start erwischten aber die Stadtwaldherren, die sich von Beginn an profilieren konnten und dank guter Abwehrarbeit Sicherheit für ihr Spiel fanden (2:0). Die Gäste taten sich schwer, Chancen zu kreieren und schafften sie es mal, stand im Tor ein gut aufgelegter David Braun, der vor allem in der ersten Halbzeit hielt was zu halten war (6:2). Diesen Abstand hielt der Gastgeber erst einmal, wusste im Angriff erneut zu gefallen und belohnte sich auch für die spielerischen Lösungsmöglichkeiten im Vergleich zum Mainburg-Spiel (10:5). Nach einer Auszeit der Gäste kamen sie besser in die Partie und verkürzten durch schnelle Tore (10:8). Aber näher kam der bis dato ungeschlagene TSV Herrsching noch nicht ran, denn der ASV erspielte sich Torchancen und fand in der offensiven Deckung immer wieder Zugriff (13:9). In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften, nahmen etwas Tempo raus und waren darauf bedacht, keine großen Fehler mehr zu machen (14:10). So nahm der ASV auch diese Vier-Tore-Führung mit in die Kabinen (16:12).

Die Mannen um Trainer Martin Haider hatten also Zeit zum Luft holen und neue Kräfte zu sammeln, denn es sollten noch kräftezehrende dreißig Minuten zu gehen sein. In der Abwehr hatte man den TSV größtenteils gut im Griff und auch die bisherige Chancenverwertung stimmte. Nach der Halbzeit ging es erstmal so weiter und man ließ den Gast nicht näher rankommen (18:14). Zwei weitere schnelle Treffer in Folge sorgten gar für die höchste Führung des laufenden Spiels (20:14). Und auch wenn sich Herrsching rankämpfte (20:15), hatten die Stadtwaldherren immer eine Antwort parat und erarbeiteten sich daraufhin einfache Treffer durch gute Beinarbeit und schnelles Umschaltspiel (24:15). Bedingt durch eine Unterzahl fanden die Gäste wieder zurück in die Partie und verkürzten, griffen in ihrer Defensivformation beherzter zu und erspielten sich mehrere Möglichkeiten (24:19). Auch eine Auszeit des ASV tat dem Aufwind der Gäste keinen Abbruch, die Angriffslösungen wurden schlampig ausgespielt, der Zug zum Tor ging aus unerfindlichen Gründen verloren und der TSV Herrsching gewann im Stile einer Spitzenmannschaft immer mehr die Oberhand. Daraus resultierend war ein unfassbarer 9:0-Lauf, der die Gäste endgültig zurück ins Spiel brachte, ganz zu schweigen davon, auf welcher Seite nun das Momentum war (24:24). Dass in dieser Phase Kreisläufer Alexander Meckl, der bis dahin eine starke Partie lieferte und viele Lücken am Kreis riss, mit einer klaffenden Wunde am Kinn in das Krankenhaus gebracht werden musste und auch einige Schiedsrichterentscheidungen, die vielleicht in der ersten Halbzeit noch pro, zu diesem Zeitpunkt des Spiels aber contra ASV gewertet wurden, passte ins Bild, soll aber auf keinen Fall als Entschuldigung oder Ausrede gelten. Und es war ja noch genug Zeit auf der Uhr. Der Gastgeber traf nun endlich wieder (26:24), aber auch davon ließ sich der TSV nicht beeindrucken (26:26). Und eine Minute vor Schluss trafen die Gäste zur ersten und einzigen Führung der gesamten Partie, die am Ende aber den Sieg bedeutete (26:27).

Die ersten Herren des ASV Dachau verlieren also das dritte Spiel in Folge und der kleine Negativlauf setzt sich fort. War man im Spiel gegen Simbach (23:25) nicht ganz auf der Höhe und verlor verdient, weil man keine gute Leistung zeigte, sah man im Spiel in Mainburg (24:21), dass die Stadtwaldherren viele Lösungsmöglichkeiten finden können. Auch dieses Spiel verlor man unglücklich, weil am Ende die Puste fehlte. Und das Spiel gegen Herrsching entbehrt sich jeglicher Logik, denn die ersten Herren des ASV Dachau spielten eine richtig gute Partie und hatten den Gegner zu fast jeder Zeit im Griff. Außer in zehn Minuten der zweiten Halbzeit, als sich die Gäste mit unbändiger Moral ins Spiel zurückkämpften und einen angeknockten ASV überrumpelten. Auch hier spielt die personelle Situation eine Rolle, denn mit Alexander Meckl und Julian Hagitte verlor man dann auch noch zwei wichtige Spieler. Glückwünsche gehen an den TSV Herrsching, der nicht zu Unrecht so weit oben steht und eine tolle Aufholjagd zeigte. Für die Stadtwaldherren heißt es jetzt erst einmal, dieses Spiel zu verarbeiten, was mit Sicherheit nicht einfach werden wird. Nichtsdestotrotz muss man auf die gezeigte Leistung aufbauen, denn über weite Strecken zeigte man eine gute Partie. Mund abputzen und weitermachen ist die Devise, schon nächste Woche müssen die Stadtwaldherren wieder auswärts ran, diesmal beim Eichenauer SV. Ob sich die personelle Konstellation bessert oder sich das Lazarett noch weiter ausbaut, wird man die Tage sehen. Vorbericht folgt.

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Viktor Schwalbe (3), Alexander Meckl (4), Julian Hagitte (7/6), Tobias Urban (5), Ferdinand Hauß (1), Michael Grund (3), Benedikt Hagitte (2), Matthias Fuchs (1), Malte Kay, Johannes Pscherer und Matthias Hauß.

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