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Stadtwaldherren können sich in Mainburg nicht belohnen

Die ersten Herren des ASV Dachau sind mit leeren Händen aus Mainburg zurück an den Stadtwald gereist, erneut standen die Stadtwaldherren ungläubig und mit gesenkten Köpfen in der Halle. Diesmal belohnten sie sich nicht für eine starke Leistung auf fremdem Terrain, unterlagen dem Aufsteiger aus Mainburg 24:21 (9:11).

Die Truppe um Trainer Semir Hadzidulbic ist Aufsteiger aus der Bezirksoberliga Altbayern, aus der man sich schon kannte und viele hitzige Duelle lieferte. Ein solches sollte auch an diesem Samstag in der "Hölle Hallertau" stattfinden, denn die Mainburger sind bekannt für ihre Heimstärke und mit drei von vier Punkten aus den letzten beiden Spielen waren sie auch in der Landesliga angekommen. Beide Mannschaften bauen auf ihre starke Abwehrarbeit, das merkte man auch in diesem Spiel von Beginn an (0:0 nach 5 Minuten). Erst dann ging der Gastgeber in Front (2:0), ehe sich der ASV ebenfalls ins Scoreboard eintragen konnte und das Spiel ab diesem Zeitpunkt ausgeglichen gestaltete (3:3). Absetzen konnte sich kein Team, mal ging der TSV in Front (4:3), mal der ASV (5:6). Nach dem erneuten Ausgleich (6:6) erarbeiteten sich die Gäste das erste Mal eine Zwei-Tore-Führung (6:8), dank ausgezeichneter Deckungsarbeit im Verbund mit dem Torhüter machte es der ASV den forsch auftretenden Mainburgern das Leben schwer (8:10). Das einzige Manko, was zu diesem Zeitpunkt eine höhere Führung zunichte machte und sich auch später im Spiel als Knackpunkt erweisen sollte, war die Chancenverwertung. Aber bis dato lieferte der ASV eine bärenstarke Leistung ab (8:11), kassierte auch in der Schlussphase der ersten Halbzeit nur noch einen Gegentreffer und ging zufrieden in die Halbzeitpause (9:11).

Die Mannen um Trainer Martin Haider hatten nun also Zeit, die Halbzeit für eine Verschnaufpause zu nutzen, Kräfte zu sammeln und sich auf den zweiten Spielabschnitt vorzubereiten, der ihnen noch einmal alles abverlangen würde. Aber man war guter Dinge, denn man fand im Angriff die Lösungsmöglichkeiten, den Abwehrverbund des Gastgebers auszuspielen und in der Abwehr stand man sicher. Diese Leistung brachte man auch in die zweite Hälfte mit, anders als im Spiel der Vorwoche war man sofort hellwach und hielt den Vorsprung konstant (11:13). Als man kurz darauf sogar drei Treffer in Folge erzielen und sich die höchste Führung der Partie erspielen konnte, hatte man das Momentum vollends auf seiner Seite (11:16). Aber es waren noch zwanzig Minuten zu gehen und wie es im Handball eben so ist, kann alles sehr schnell passieren. Denn jetzt machte der TSV die Schotten dicht, griff beherzter zu und konnte, auch bedingt durch einfache Abspielfehler, verkürzen (15:16). Dass dieser Lauf nun auch die Halle ins Spiel zurückbrachte, ließ das Momentum langsam in die andere Richtung wandern. Der ASV stemmte sich dagegen, die Abwehr und der Torhüter versuchten alles, doch es gab in diesen letzten zwanzig Minuten ein Problem: den Angriff. So glichen die Mainburger genau zehn Minuten vor dem Ende nicht nur aus (18:18), sondern gingen mit weiteren drei Treffern in Serie das erste Mal seit der Anfangsphase in Front (21:18). Hier zeigte sich, dass sich der ASV durch leichte Fehler selbst ins Bedrängnis brachte, überdurchschnittlich gut im Auslassen der Torchancen war und noch dazu 4 7m nicht im Netz unterbringen konnte. Und dann wird es auswärts schwierig. Noch war das Spiel nicht verloren, im Gegenteil, es war genug Restzeit auf der Uhr, um die Partie noch zu drehen. Die Gäste versuchten auch alles, kamen ran (22:20), um dann vor dem Tor mit den Nerven zu hadern und sich überlaufen zu lassen von einem Gegner, der das Spiel, getragen von den Zuschauern, nach Hause brachte (24:21).

Zum zweiten Mal in Folge standen die Stadtwaldherren also mit gesenkten Köpfen in der Halle und wussten nicht so recht, wie ihnen geschieht. Anders als in der Vorwoche, als man einfach nicht gut genug war, um das Spiel zu gewinnen, zeigte man in Mainburg das bisher beste Spiel der Saison, wofür man sich aber am Ende nicht belohnen konnte. Denn in den entscheidenden Phasen, egal ob es die eigene Führung war, die man ruhiger hätte verwerten können, oder die gegnerische Übernahme der Führung in der Schlussphase, die man mit besserer Chancenverwertung ebenso verhindern hätte können, war man nicht clever genug. Glückwünsche gehen nach Mainburg, die sich mit einer tollen Aufholjagd zwei Punkte ergattern konnten. Die Stadtwaldherren müssen sich nicht grämen, denn spielerisch zeigte man eine mehr als ansprechende Leistung, auf der aufgebaut werden kann. Jetzt heißt es Mund abputzen, weitermachen und voll fokussieren, denn in dieser Liga ist alles möglich und schon am kommenden Wochenende kommt der nächste Hochkaräter. Auch dieses Mal geht die Favoritenrolle an den Gegner, denn mit dem TSV Herrsching kommt ein aufgerüstetes, noch ungeschlagenes Team an den Stadtwald. Vorbericht folgt.

Ein großer Dank geht an die vielen mitgereisten Zuschauer und Fans, die uns unterstützt und für eine tolle Kulisse gesorgt haben!

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte (2) im Tor; Viktor Schwalbe (4), Alexander Meckl (4), Julian Hagitte (3/1), Tobias Urban (4/2), Ferdinand Hauß (2), Benedikt Hagitte (1), Michael Grund (1), Maximilian Hauß, Johannes Pscherer, Ludwig Streller, Matthias Hauß und Kilian Schwalbe (nochmals Danke!!).

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