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Mit der S-Bahn zu zwei Punkten

Die ersten Herren des ASV Dachau haben auch das erste Auswärtsspiel der laufenden Saison in der Landesliga Süd erfolgreich bestritten und sind mit zwei Punkten im Gepäck die Heimreise aus München-Ost angetreten. Da die Halle in München-Ost ideal mit der S-Bahn zu erreichen ist, gab es ein Novum in der Geschichte der ersten Herren, die mit der Bahn zu einem Auswärtsspiel gefahren ist und zwei Punkte entführen konnte (13:19;24:33).

Die Truppe der beiden Trainer David Karski und Björn Roth wollte in ihrem ersten Heimspiel als Aufsteiger sowohl Wiedergutmachung betreiben was das Auftaktspiel in Friedberg betraf (31:19) als auch seinen Fans ein gebührendes erstes Spiel liefern. Und es war weniger die Schlafmützigkeit der Gäste, sondern gelinde gesagt ein guter Start der Hausherren, die vom Anpfiff weg hellwach waren und sich nach zwei Minuten in Führung sahen (3:1). Der ASV kam zwar auch ins Spiel (3:2), ihm fehlte aber noch der Biss und die gewisse Portion Aggressivität (5:2). So verdiente sich der Gastgeber mit seinem Tempospiel auch die ersten Führungen der Partie (6:4), auch wenn es der Gast schaffte, sich nicht weiter in Rückstand bringen zu lassen (6:6). Nach knapp zehn Minuten war das Spiel weiterhin ausgeglichen und die Zuschauer sahen ein Spiel mit vielen Torgelegenheiten und auch Toren (8:8). Dann stellten die Stadtwaldherren die Abwehrformation etwas um, erlangten dadurch mehr Zugriff und durch die Steigerung der Aggressivität klappte auch endlich das Zusammenspiel mit dem Torwart, wodurch die Gäste fünf Tore in Folge erzielen konnten und sich die erste Führung der Partie erspielten (8:13). Erst nach zehn Minuten gelang dem Gastgeber der nächste Torerfolg (9:13) und sie hatten Schwierigkeiten, sich gute Torgelegenheiten herauszuspielen (9:16). Doch der Gastgeber bäumte sich immer wieder auf, stemmte sich gegen das Tempospiel der Stadtwaldherren und fand hin und wieder Lücken in der teilweise zu offensiv geratenen Defefensivreihe der Gäste (12:17). Dennoch ging der ASV mit einer komfortabel erscheinenden Pausenführung in die Katakomben (13:19).

Die Mannen um Trainer Martin Haider wussten um die Schwere der Partie und weiteren dreißig Minuten, die ihnen noch einmal alles abverlangen würden. Erst mit der Abwehrumstellung bekamen die Gäste mehr Zugriff und wollten es nach der Pause tunlichst vermeiden, dem Gastgeber ein Aufbäumen zu gestatten. Nach zwei gespielten Minuten war aber der Gegenteil der Fall, der Gastgeber kam erneut gut in die Partie und konnte schnell verkürzen (16:20). Näher als auf vier Tore sollten die Ostler aber nicht mehr rankommen, denn die Stadtwaldherren konterten ihrerseits schnell (16:22). Zwar sahen die Gäste in ihren Abwehraktionen weiterhin nicht so rosig aus (17:22), doch wenn etwas durchkam war es in dieser Partie David Braun, der im Tor dem Spiel seinen Stempel aufdrückte und dafür sorgte, dass sich sein Team vorentscheidend absetzen konnte (17:25). Die bis dato höchste Führung der Partie war erreicht und knappe fünfzehn Minuten vor dem Ende waren es immer noch acht Tore Abstand (20:28). Die Gäste nahmen etwas Tempo aus dem Spiel und somit leider auch etwas zu viel Aggressivität aus ihren Aktion, doch der Gastgeber schaffte es nicht, gefährlich zu werden und so glichen die letzten zehn Minuten einem Auslaufen (22:30). Tatsächlich kam erneut der Schlendrian ins Spiel der Stadtwaldherren, was einer Mannschaft in dieser Liga eigentlich nicht passieren darf, an diesem Tag aber nicht bestraft wurde. Und so vergingen die letzten zehn Minuten, ohne dass groß noch etwas passierte und auch die Tore blieben in dieser Phase Mangelware, ehe die beiden souverän leitenden Schiedsrichter Johannes Frosch/Maximilian Frosch das Spiel beendeten (24:33).

Die ersten Herren des ASV Dachau gewinnen also auch ihr zweites Saisonspiel und fahren in München-Ost verdient zwei Punkte ein. Dass sich die Stadtwaldherren nicht mit Ruhm bekleckert haben und eine mittelmäßige Leistung trotzdem reichte, hing wohl mit der Tagesform des Gastgebers und den vielen Verletzten zusammen, die die Ostler zu beklagen haben. Nach der Abwehrumstellung gab es sehr gute fünfzehn Minuten des ASV, in denen eine Vorentscheidung herbeigeführt werden konnte, die auch in der zweiten Halbzeit Bestand hatte und das Endergebnis nicht mehr wirklich in Gefahr geriet. In der Trainingswoche gilt es für die Stadtwaldherren jetzt, das Spiel aufzuarbeiten und an den Schwächen zu arbeiten, die man sich im kommenden Heimspiel in gezeigter Häufigkeit nicht erlauben darf. Denn dann kommt mit dem TSV Simbach eine ebenfalls ungeschlagene Mannschaft an den Stadtwald, die mit Sicherheit mit in den Kreis der Aufstiegsfavoriten gezählt wird. Vorbericht folgt.

Vielen vielen Dank an die mitgereisten Zuschauer, die ohne Tribüne dennoch für eine tolle Stimmung sorgten und uns unterstützt haben. Danke!!

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Michael Grund (6), Finn Rohmert (2), Julian Hagitte (4), Johannes Pscherer (1), Tobias Urban (8/3), Viktor Schwalbe (2), Matthias Hauß (3), Ferdinand Hauß (1), Benedikt Hagitte (3), Alexander Meckl (3) und Maximilian Hauß.

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