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Und täglich grüßt das Murmeltier

Am vergangenen Sonntag empfingen die 2. Herren den SC Eching zum Topspiel der Bezirksliga an diesem Wochenende am Stadtwald. Man hatte sich auf ASV-Seite einiges vorgenommen und hatte auch noch den deutlichen Sieg in Altenerding im Rücken, der eigentlich für großes Selbstvertrauen hätte Sorgen müssen.
Was dann aber vor allem in den ersten 20 Minuten der Partie los war, gibt auch einen Tag nach der Niederlage noch Rätsel auf. Man spielt bisher eine überragende Saison, hatte bisher erst ein richtig schlechtes Spiel abgeliefert und konnte in jedem Spiel durch Geschlossenheit, Einstellung und Kampfgeist überzeugen. Doch genau diese Attribute fehlten in den ersten 20 Minuten.
In Altenerding war es noch die starke Abwehr und die gute Absprache im Mittelblock, sowie das schnelle Umschaltspiel, das den Weg zum Sieg ebnete, doch auch diese Dinge wollten in den ersten 20 Minuten nicht klappten. Letzteres leider über die gesamte Spielzeit nicht. Eching kam dementsprechend besser in die Partie und konnte so sehr schnell einen Vorsprung herausspielen und so lag man nach 15 Minuten mit 6:12 hinten. Völlig verdient. Dann wurde das Spiel von der schweren Verletzung von Quirin Westermaier überschattet, der sich wie sich leider herausgestellt hat, einen Riss des vorderen Kreuzbandes zugezogen hat. Schlechter Start in die Partie, schwere Verletzung, es gibt kaum schlechtere Kombinationen um sich wieder aufzuraffen und zurück zu kämpfen.
Aber man stabilisierte sich und konnte die nächsten 5 Minuten ausgeglichen gestalten und als wäre nicht schon genug schief gelaufen, kassierte man in der 20. Minute eine selten dämliche rote Karte. Dies bedeute nicht nur 2 Minuten Unterzahl, sondern auch eine mögliche Option weniger im Mittelblock, sowie noch weniger Druck aus dem Rückraum. Es lief eigentlich alles für Eching.
Doch in den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit kam der gewohnte Kampfgeist zurück und so konnte man bis zur Halbzeit auf 12:16 verkürzen.
Dass 4 Tore im Handball nichts sind, das war klar. Und man erinnerte sich an diverse Spiele in dieser Saison, als man zur Halbzeit ebenfalls 4 oder 5 Tore zurücklag, die man am Ende dann gewinnen konnte.
Und es schien auch diesmal so zu kommen. Man zeigte sich endlich von seiner guten Seite. Die Abwehr stand und vorne spielte man überlegt zu Ende und so schien das Spiel beim 16:17 nach 38 Minuten wieder offen zu werden. Doch die Chance zum Ausgleich wurde leider freistehend vergeben. Beim 17:18 hatte man nochmals die Chance auszugleichen, doch in dieser Phase verlor der Schiedsrichter leider seine Linie. Gab er vorher auf beiden Seiten für weniger Berührung 7m, blieb hier 3mal in Folge der Pfiff verwehrt. Es war keine direkte Fehlentscheidung, 7m wäre aber aufgrund seiner vorherigen Linie nur logisch gewesen. Eching nutzte dies aus, stabilisierte sich wieder und zog so wieder schnell auf 19:22 davon. Man ließ sich trotzdem nicht hängen und bis zum 24:27 war man noch in Schlagdistanz. Doch am Ende fehlten leider die Körner, nochmal eine Schippe drauf zu legen, wie es in der Rückrunde schon oft der Fall war. Der Mittelblock musste durchspielen, bedingt durch die Verletzung und dummer Rote Karte, im Angriff fehlte wurfgewaltige Entlastung. 2 einfache Fehler, 2 Konter von Eching und spätestens hier war das Spiel beim 24:29 dann gelaufen. Die letzten 4 Minuten spielte man noch in offener Manndeckung. Ob man nun mit 3 4 5 oder mit 10 verliert war am Ende egal.
Am Ende fiel der 26:34-Sieg für Eching zwar vielleicht um 3 4 Tore zu hoch aus, aber Eching gewann an diesem Tag verdient und bleibt so im Aufstiegsrennen dabei. Es war leider fast wie im Hinspiel. Die gewohnten Stärken blitzten nur phasenweise auf, in der engen Phase die ein oder andere Entscheidung gegen dich, dazu 5 6 100%ige Fahrkarten, sowie 4 vergebene 7m und am Ende verlierst du hald so ein Spiel.
Hätte man nur ansatzweise so gespielt wie gegen Altenerding in der Vorwoche, dann wäre der Sieg mehr als drin gewesen.
Aber hätt´ da Hund ned g´schissen, hätt´ er an Hasen a kriagt.

Es ist nichts passiert. Man ist weiter Dritter und hat immer noch alles in der eigenen Hand, doch dafür muss in den letzten 4 Spielen wieder eine Leistungssteigerung her. Denn 20 bis 30 Minuten akzeptabler Handball werden auch dort nicht reichen. Die nächsten 3 Spiele gewinnen und man bekommt vermutlich sein Endspiel um den möglichen Aufstieg gegen Moosburg am letzten Spieltag zu Hause. Diese Tatsache sollte in den verbleibenden 4 Wochen genug Motivation sein.

Für den ASV spielten:
Dlask, Pröll (Tor)
Darling (1), Konwitschny (1), Zeiner, Hubrich (3), Gierke (9/4), Hornung (2), Westermaier, Michels, Pscherer (2), Hutterer (2), Stöckl (6/1), Ehleiter

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