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Ein Punkt, der keinem so wirklich hilft

Die ersten Herren des ASV Dachau konnten am vergangenen Wochenende erstmals wieder punkten, haben sich aber für eine gute Leistung nicht doppelt belohnen können. Gegen die Reserve des TSV Friedberg kassierten die Stadtwaldherren mit der Schlusssirene den Ausgleichstreffer (13:15;28:28).

Die Truppe der beiden Trainer Gerald Schwarz und Michael Stehr stand ähnlich wie der ASV zu diesem Zeitpunkt der Saison unter Druck, eine Niederlagenserie von fünf Spielen am Stück brachte die junge Friedberger Reserve bis in die untere Tabellenregion. Im Spiel gegen die Gäste vom Stadtwald wollten die Herzogstädter endlich wieder einen Erfolg für sich verbuchen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Mit vier Niederlagen in Serie traten die Stadtwaldherren in Friedberg an, die sich das gleiche Ziel vorgenommen hatten. Ohne langes Abtasten ging es rein in die Partie, beide Mannschaften legten prompt ihre Nervosität ab und kamen ähnlich gut ins Spiel (2:2). Friedberg hatte in der Anfangsphase die Oberhand, ging stets mit ein, zwei Toren in Führung, ohne jedoch weiter davonziehen zu können (4:2). Die Gäste hielten gut mit, überzeugten mit ihrem Tempospiel und schlossen hochprozentig ab (6:6). In der Folge entwickelte sich ein offener und ausgeglichener Schlagabtausch, der teilweise von technischen Fehlern geprägt war, die dann wohl doch der Nervosität geschuldet waren (10:10). Gute fünf Minuten vor Schluss stand es weiterhin Unentschieden (12:12), ehe es die Stadtwaldherren schafften, in der Abwehr Beton anzurühren und sich durch schnelle Gegenstöße die erste Führung zu erspielen (12:15). Der letzte Treffer blieb dem Gastgeber vorbehalten, bevor es nach unterhaltsamen dreißig Minuten in die Kabinen ging (13:15).

Die Mannen von Trainer Martin Haider wollten da weitermachen, wo sie aufgehört hatten. In der Abwehr fand man auch dank eines stärker werdenden Torhüters mehr und mehr ins Spiel und die Ballgewinne wurden konsequent genutzt. So blieb der Abstand zwar zunächst noch bestehen (15:17), doch mit drei Toren in Folge erarbeiteten sich die Gäste die höchste Führung der Partie (15:20). Eine Auszeit der Heimsieben war die Folge, die zunächst Früchte tragen sollte (17:20). Und auch in der Folge hatte diese Auszeit eine kleine Wirkung auf die Gäste, denn die Abwehr wies zu große Lücken auf und im Angriff hatte man nicht mehr die Durchschlagskraft wie zuvor. Zehn Minuten vor dem Ende stand das Spiel somit auf Messers Schneide (22:23). Die Stadtwaldherren rappelten sich wieder auf, verdichteten die Deckung und fanden auch im Angriffsspiel endlich wieder Mittel und Wege, den Abwehrverbund des Gastgebers zu überwinden (23:26). Diesen Vorsprung konnten die Gäste bis zweieinhalb Minuten vor Schluss verteidigen (25:28), ehe eine doppelte Unterzahl für den Anschluss und eine einfache Unterzahl für den unmittelbaren Anschlusstreffer sorgte (27:28). Im Angriff leisteten sich die Gäste dann einen technischen Fehler, dadurch hatte der TSV den letzten Angriff auf seiner Seite. Und der sollte schließlich auch denkbar knapp verwertet werden, denn kurz vor Ertönen der Schlusssirene erzielte die Reserve des TSV Friedberg den Ausgleich (28:28).

Die ersten Herren standen ob des Spielverlaufs mit gesenkten Köpfen in der Halle, zwar war die komplette erste Hälfte ausgeglichen, doch mit der zweiten Halbzeit hätten sich die Stadtwaldherren einen doppelten Punktgewinn verdient gehabt. Mit dem einen Punkt kann keine der beiden Mannschaften sonderlich etwas anfangen, Ziel ist es, dieses Spiel schnellstmöglich abzuhaken, den Punktgewinn als Gewinn zu sehen und sich so schnell wie möglich auf das kommende, wichtige Heimspiel gegen den TSV Simbach vorzubereiten. Die Stadtwaldherren zeigten eine couragierte Leistung, am Ende gab zuviel Nervosität und die fehlende Abgeklärtheit den Ausschlag.

Die ersten Herren des ASV Dachau bedanken sich für die vielen mitgereisten Zuschauer und Fans, die für eine tolle Kulisse gesorgt haben. Danke!

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Maximilian Hauß (1), Michael Grund (3), Ludwig Streller (1), Alexander Meckl (3), Julian Hagitte (5/2), Matthias Fuchs (10), Tobias Urban (3/2), Benedikt Hagitte (2), Finn Rohmert, Kilian Schwalbe, Ferdinand Hauß und Matthias Hauß.

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