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Bittere Pleite für den ASV

Die ersten Herren des ASV Dachau haben am gestrigen Sonntag die nächste Niederlage kassiert und dabei eine ganz bittere Pleite kassiert. Gegen einen vollzähligen und stark aufspielenden Gast aus Herrsching sahen die Zuschauer ein temporeiches und spannendes Spiel, was am Ende mit dem TSV den glücklicheren Sieger hervorbrachte (19:15;29:30).

Die Truppe um Trainer Reinhold Weiher spielt bisher eine gute Runde, wollte ihre ordentlichen Leistungen der letzten Wochen auch am Stadtwald auf die Platte bringen und kam dank eines spielfreien Wochenendes ausgeruht und voller Kräfte nach Dachau. Auch in das Spiel fanden sie schneller als der Gastgeber (0:2), doch das war nur ein kleiner Weckruf, der die Stadtwaldherren in der Folge ins Laufen brachte (5:2). Dieser Abstand konnte erstmal gehalten werden, was sowohl einer guten Abwehrarbeit als auch dem schnellen Ballvortrag inklusive sicherem Abschluss geschuldet war (8:5). Und auch wenn sich die Gäste nie vollends abschütteln ließen (8:7) und ihrerseits mit Tempohandball und einem wendigen und wurfstarken Rückraum dagegenhielten, hatten die Stadtwaldherren immer eine Antwort parat (10:7). Über die nächsten Konter und sicher vorgetragenen Angriffe erhöhten die ASV-Herren und bewiesen ihren spielerischen Fortschritt trotz der andauernden Niederlagenserie (13:9). Beide Mannschaften machten aber auch ihre Fehler, schmissen die Bälle unbedrängt weg oder verzettelten sich in zu langen Angriffen, fünf Minuten vor der Pause war der bis dato höchste Zwischenstand erreicht (16:10). Trotz der einigermaßen hohen Fehlerzahl auf beiden Seiten fielen viele Treffer, was dem Tempohandball und einer guten Trefferquote beider Teams geschuldet war. So konnten die Gäste den Rückstand bis zum Gang in die Kabinen noch ein wenig verringern (19:15).

Die Mannen um Trainer Martin Haider zeigten in der Abwehr eine sehr gute Leistung, auch wenn noch einige Treffer der Gäste verhindert hätten werden können. So ging man mit einer Führung in die Kabinen, die auch in dieser Höhe verdient war, weil man vorne gute Anlagen zeigte und sich spielerisch durchsetzen konnte. Aber man musste gewarnt sein, denn es standen noch dreißig Minuten harter Kampf vor der Tür. Und so ging das Spiel nach einer kurzen Verschnaufpause weiter, zunächst ausgeglichen (20:16). Doch die Gäste aus Herrsching hatten sich im zweiten Spielabschnitt viel vorgenommen und rührten in der Deckung Beton an, kamen somit innerhalb weniger Minuten zum Ausgleich (20:20). In der Folge entwickelte sich ein spannendes Landesligaspiel zweier sehr guter Mannschaften, die optimal aufeinander eingestellt waren und sich in keiner Sekunde des Spiels etwas schenkten. Unfair wurde es nie, was auch den beiden Schiedsrichtern Stefan Schaub und Philipp Seidel zu verdanken war, die dieses rassige Spiel zu jeder Zeit unter Kontrolle hatten. Mit leichten Vorteilen für die Stadtwaldherren ging es weiter, die immerzu vorlegen konnten, es aber verpassten den Deckel draufzumachen (24:21). So kämpfte sich der TSV zurück (24:24), bewies dadurch seine Mannschaftsstärke und ließ sich zu keiner Phase abschütteln. Der ASV ging in Führung (26:24;28:26), der TSV glich aus (26:26, 28:28) und so ging es ausgeglichen in die Schlussminuten, die an Spannung und Dramatik nicht zu überbieten war. Nach dem erneuten Ausgleichstreffer (29:29) gab es eine Minute vor Ende der Partie Auszeit für den Gastgeber, in der klare Anweisungen für den letzten Angriff gegeben wurden. Dieser Angriff landete dann gut zwanzig Sekunden vor Schluss unter Mithilfe des Torwarts am Pfosten und somit hatten die Gäste die Chance auf den Sieg. Die Abwehr stand erneut stabil, in einer Szene kam man aber einen Schritt zu spät und es gab zum Entsetzen aller Anwesenden, die für den ASV die Daumen drückten, einen 7m mit dem Schlusspfiff. Jeder Dachauer sah natürlich keinen 7m, jeder Herrschinger schon. Ein 7m, den man nicht geben muss, aber vermutlich kann. Umso bitterer, dass so ein Spiel derartig entschieden wird, welches nach Spielverlauf keinen Sieger verdient gehabt hätte (29:30).

Die ersten Herren des ASV standen am Ende mit leeren Händen da und fragten sich erneut, warum dieses Spiel einen solchen Verlauf genommen hatte und man sich wieder nicht belohnen konnte. Denn alles in allem zeigten die Stadtwaldherren erneut eine Steigerung in ihrem Spiel, sowohl was das spielerische Element als auch das kämpferische Element betrifft. Zur derzeitigen Situation passt aber, dass dann so ein Spiel eine derartige Schlusspointe hat, die die Stadtwaldherren erst einmal verdauen müssen. Zum Glück oder sagen wir, leider, haben die Stadtwaldherren kommendes Wochenende spielfrei. Zeit, um das Spiel zu verdauen. Zeit, um auf andere Gedanken zu kommen. Zeit, um sich auszukurieren. Aber vor allem Zeit, um sich auf den nächsten Gegner, den TSV Friedberg II, und auf die Schlussphase der Saison mit noch sieben ausstehenden Spielen vorzubereiten. Weiter geht's!

Ein großer Dank geht an die vielen Zuschauer und vor allem an die Trommler, die dieses Heimspiel endlich mal wieder zu einem richtigen Heimspiel machten und für eine wahnsinnig tolle Stimmung sorgten. Dafür spielen wir dieses Spiel und wir brauchen euch auch in den kommenden Wochen als unseren 8.Mann. Danke!

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Viktor Schwalbe (2), Alexander Meckl (2), Matthias Fuchs (6), Tobias Urban (1), Maximilian Walk (2), Benedikt Hagitte (7), Stefan Coors (7/2), Ludwig Streller (1), Michael Grund (1), Maximilian Hauß, Julian Hagitte und Kilian Schwalbe.

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