Banner

ASV verliert auch gegen Immenstadt

Die ersten Herren des ASV Dachau haben auch das zweite Spiel in Folge gegen ein Team aus dem Allgäu verloren und haben dabei eine bittere Heimniederlage einstecken müssen. Gegen den TV Immenstadt verlor man am Ende knapp mit 29:31 (9:12).

Die Truppe um Trainer Gunther Kotschmar ist bekannt dafür, ihr Spiel dem Gegner aufzudrücken und weiß dank ihrer sehr erfahrenen Spieler in fast allen Situationen, was zu tun ist. Auch am Stadtwald bestätigten sie ihre wiedergefundene Stärke, spielten ihre Angriff lang aus und auch wenn es nicht immer schön anzuschauen war, am Ende wurden sie dafür belohnt. Das Spiel begann ausgeglichen (3:3), doch schon in der Folge bekamen die Stadtwaldherren die bekannte, stark eingespielte Achse des TVI nicht in den Griff (4:7). Zwar hatten die Dachauer in David Braun in der ersten Halbzeit einen starken Rückhalt hinter sich, doch der Torhüter der Gäste stand diesem in nichts nach und sorgte dafür, dass sich die Stadtwaldherren nicht annähern konnten (7:11). Der Gastgeber spielte stellenweise einen guten Ball im Angriff, doch sowohl die letzte Konsequenz vor dem Tor als auch die Kaltschnäuzigkeit in Steilangriffen ließ man vermissen, so dass man trotz guter Deckungsarbeit zur Pause nicht mehr groß aufschließen konnte (9:12).

Die Mannen um Trainer Martin Haider hatten sich in der Halbzeit viel vorgenommen, man musste nur an sich glauben, die Chancen besser nutzen und in der Defensive weiterhin so konsequent und aggressiv verteidigen. Zwar erzielten die Gäste dann das erste Tor (9:13), doch die Stadtwaldherren kamen wacher aus der Kabine und der Motor kam langsam ins Rollen (14:15). Zu diesem Zeitpunkt verpasste man es, das Momentum zu nutzen und den Ausgleich zu erzielen, stattdessen zeigten sich die Gäste wenig beeindruckt und zogen wieder davon (15:18). In der Folge mühten sich die Stadtwaldherren, durch schnelles Spiel leichte Tore zu erzielen, was ihnen weiterhin auch gut gelang. Aber auch die langen Angriffe der Gäste waren von Erfolg gekrönt, weil die Stadtwaldherren in manchen Sequenzen zu langsam oder zu passiv waren (18:22). Die technischen Fehler auf Seiten des ASV wurden im Vergleich zum Spiel in Kempten deutlich reduziert, dennoch leistete man sich in den entscheidenden Phasen den einen oder anderen Fehlpass zuviel, weil man zu hektisch agierte oder die Torchancen wurden nicht genutzt. So war eine knappe Viertelstunde vor Schluss der höchste Zwischenstand erreicht und das Spiel lief für den ASV in die falsche Richtung (20:25). Dass die Stadtwaldherren willensstark sind und sein können bewiesen sie aber in diesem Spiel mehrfach, man wollte sich nicht kampflos ergeben und gemeinsam versuchen, das Spiel noch zu drehen. So zogen die ASV-Männer das Tempo nochmal an, griffen in der Abwehr beherzter zu und jetzt hatte man auch stellenweise das Glück des Tüchtigen. Somit war gute fünf Minuten vor dem Ende wieder alles offen (25:27). Gerade in dieser Situation und mit dem zweiten Momentum im Spiel scheiterte man aber erneut am Gästetorhüter, leistete sich eine unnötige Zwei-Minuten-Strafe und sah sich prompt wieder mit vier Toren im Rückstand (25:29). Dieser Vier-Tore-Abstand hielt zu lange (27:31), langsam lief den Stadtwaldherren nämlich die Zeit davon und am Ende waren ihnen nur noch die letzten beiden Treffer vorbehalten, die dann für das Endergebnis sorgten (29:31).

Somit steht die nächste Heimniederlage für den ASV auf der Agenda und unnötig zu erwähnen, dass die Liga dadurch nur noch mehr zusammengerückt ist. Wochenendlich grüßt das Murmeltier, könnte man sagen, denn an diesem Wochenende hat der Tabellenletzte den Tabellenführer deutlich in die Schranken gewiesen. Die Stadtwaldherren waren in diesem Spiel eben nicht zu einhundert Prozent auf der Höhe, waren zu nachlässig im Verwerten der Tormöglichkeiten und in einzelnen Situationen in der Abwehr zu passiv. Kämpferisch kann man dem Gastgeber überhaupt keinen Vorwurf machen, man ließ sich nicht abschütteln und glaubte an sich. Da es aber psychisch und physisch schwer ist, immer und immer wieder einem Rückstand hinterherzulaufen und einem in den entscheidenden Situationen auch das Glück nicht hold ist, verliert man dann auch so ein Spiel. Lange aufhalten darf man sich mit dieser Niederlage aber nicht, ein Drittel der Saison steht noch an und es sind noch viele Punkte zu vergeben. Die Stadtwaldherren müssen jetzt zusammenstehen und weiterhin eine Einheit bilden, um zusammen wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Leichter werden die Aufgaben nicht, am kommenden Wochenende reist der ASV zum neuen Spitzenreiter nach Ismaning (Vorbericht folgt).

Die ersten Herren des ASV Dachau bedanken sich für die tolle Kulisse und die Unterstützung der Fans!

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Maximilian Hauß (1), Viktor Schwalbe (4), Matthias Fuchs (5), Tobias Urban (6/2), Ferdinand Hauß (3), Maximilian Walk (4), Benedikt Hagitte (4), Finn Rohmert (2/1), Alexander Meckl, Kilian Schwalbe und Michael Grund.

zum Archiv

Es sind zu diesem Bericht noch keine Kommentare vorhanden...

Kommentieren:

Name:
Text: