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Am Ende das Ding reingemurmelt

Am vergangenen Samstag reisten die 2. Herren zum schweren Auswärtsspiel nach Waldkraiburg. Waldkraiburg lag nur einen Punkt hinter den ASV Männern und konnte das Hinspiel deutlich für sich entscheiden. Dort kam man mit ihrer unkonventionellen Abwehr nicht zurecht und hatte sich unter der Woche explizit darauf vorbereitet und war nur mit je einem Außenspieler, dafür mehr Spielern im Rückraum angereist.
Zu Beginn wurde man dann aber doch etwas überrascht, denn sofort wurden beide Halbspieler manngedeckt, egal wer dort spielte. Trotzdem hatte man gleich 2 mal die Chance in Führung zu gehen, ließ diese Chancen aber aus, Waldkraiburg machte es besser und konnte mit 2:0 in Führung gehen. Dann stellten die ASV-Männer nach 5 Minuten um und spielten mit 5 Rückraumspielern plus Kreisläufer. War zwar anders trainiert, aber sollte sich zumindest als richtiger Gedanke herausstellen. So machten beide Halbspieler über Außen Druck und konnten über Halb selbst Tore erzielen oder durch gute Anspiele den Kreis in Szene setzten.
Der Angriff passte eigentlich, auch wenn man sich teilweise unnötige Würfe nahm, das Problem war die Rückwärtsbewegung bzw. das Umschaltspiel nach hinten. Man war eigentlich schon positioniert, schaltete aber zu langsam auf Abwehr um und so konnte Waldkraiburg einfache Tore durch die 2. Welle erzielen und man konnte zwar immer wieder verkürzen oder ausgleichen, aber in Führung gehen konnte man in der ersten Halbzeit nicht und so ging es mit 14:13 für Waldkraiburg in die Kabine.
"Ein Tor ist nix, weiter kämpfen, die Abwehr noch mehr stabilisieren und vorne die richtigen Entscheidungen treffen". Mehr gab es in der Halbzeit eigentlich nicht zu sagen.
Man startete aber denkbar schlecht in die 2. Halbzeit, Waldkraiburg kam wacher zurück aufs Feld und konnte mit 17:13 in Führung gehen, doch die ASV-Männer fingen sich wieder.
Die Moral und der Will sind schon die ganze Saison der große Trumpf der Mannschaft, denn man lässt sich weder von Rückständen, Zuschauern oder Schiedsrichterentscheidungen aus der Ruhe bringen und bleibt so immer wieder fokussiert.
Die Abwehr rührte nun Beton an und zwang Waldkraiburg immer wieder zum Zeitspiel und diese mussten dann immer wieder unvorbereitete Würfe nehmen. Dachau schaltete schnell um und konnte so auf 18:17 verkürzen und das Spiel war wieder offen. Die Abwehr stand weiter sicher und es gab für Waldkraiburg keinen Angriff mehr, bei dem nicht Zeitspiel angezeigt wurde. Hier tat sich aber immer wieder Stefan Lode hervor, der für Waldkraiburg Verantwortung übernahm und auf insgesamt 10 Tore kam. In dieser Phase hatte auch Waldkraiburg das Glück, dass ein Block direkt beim Kreisspieler landete und der dann auf 20:18 stellen konnte.
Dachau ließ aber nicht locker und konnte zum 20:20 ausgleichen, dies hielt bis zum 25:25, man hatte auch die Chancen in Führung zu gehen, doch vergab den Gegenstoß mit einem Lattenknaller, passte ins Leere, oder bekam den Angriff durch eine wieder mal unnötige Aktion abgepfiffen. 2 Minuten im eigenen Angriff, dadurch Ballbesitz für Waldkraibug und Unterzahl für fast die komplette restliche Spielzeit. Normalerweise lagen dadurch alle Trümpfe bei Waldkraiburg, doch die verbleibenden 5 kämpften weiter in der Abwehr und zwangen Waldkraiburg auch in Unterzahl einmal mehr zum Zeitspiel. Zwar konnten diese dann doch erfolgreich abschließen, allerdings gelang der direkte Ausgleich ebenso in Unterzahl. So stand es 26:26 und es war noch eine Minute zu spielen. Dachau in Unterzahl rührte wieder Beton an, arbeitete gut in der Abwehr und zwang Waldkraiburg wieder mal zum Zeitspiel. Diesmal ging der Wurf drüber und Dachau hatte noch 20 Sekunden auf der Uhr. Auszeit, nochmal einschwören. Der Punkt war normalerweise schon sicher, den wollte man mindestens mitnehmen. Zeit runterspielen, 7 Sekunden vor Schluss auffüllen und dann noch eine Chance bekommen. Und die kam dann auch und so murmelte die Kugel nach einem Freiwurf von 9m an der Mauer vorbei mit der Schlusssirene ins Tor und man gewann mit 26:27.

"Das Spiel hatte mit Handball nicht viel zu tun, dennoch löste man die 4:4 Angriffe immer wieder hervorragend. Die Abwehr stand über weite Strecken richtig gut und es war ein Spiel auf Augenhöhe, das am Ende keinen Sieger verdient gehabt hätte. Wenn du oben stehst und da auch bleiben willst, hast du aber einfach das nötige Glück, das man dafür braucht. Im dritten Spiel in Folge wurde die tolle Moral und der Wille wieder belohnt. Man war im ganzen Spiel nur einmal in Führung und das war der Schlusspunkt."

Für den ASV spielten:
Dlask, Schäfer (Tor)
Darling (1), Eckstein (1), Streller (1), Hornung, Hanauer (3), Michels (3), Pscherer (1), Meckl (2), Hutterer (5), Stöckl (8/3), Zeiner (2)

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