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Einmal top, einmal flop

Die ersten Herren des ASV Dachau haben interessante Tage hinter sich, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Denn nach starker Leistung und einem verdienten Heimsieg gegen den TSV Allach 09 (26:23) setzte es drei Tage später eine herbe Pleite gegen den Eichenauer SV (22:30).

Im Derby gegen Allach wussten die Mannen um Trainer Martin Haider zu gefallen, wollten sich nach der Pleite in Vaterstetten (26:20) von ihrer besseren Seite zeigen und lieferten von der ersten Minute an ab. Über weite Strecken der Anfangsphase war das Spiel ausgeglichen (2:2;4:4;6:6), aber schon hier brachten die Stadtwaldherren eine starke Abwehrleistung aufs Parkett, die von einem überragend haltenden Valentin Hagitte im Tor garniert wurde. Mit einem 3:0-Lauf erkämpften sich die Heimsieben eine erste höhere Führung (9:6), die mit Entschlossenheit und Durchsetzungskraft bis zur Halbzeit konserviert werden konnte (12:9).
Kurz nach der Halbzeit konnte der Gast schnell verkürzen (12:11), doch das brachte die Stadtwaldherren nicht in Bedrängnis, denn dank schneller Vorstöße war die Führung gleich wieder angewachsen (16:11). Und in diesen Minuten brachte der Gastgeber in Anwesenheit vieler Zuschauer endlich mal wieder die Leistung aufs Parkett, zu der man eigentlich imstande ist. Hinten wurde für den Nebenmann gearbeitet, mit schnellen Beinen konnten die Angriffe des Gegners verteidigt werden und im Angriff wurden überfallartig die sich bietenden Lücken konsequent genutzt (20:14). Eine Viertelstunde vor Ende der Partie lief damit das Spiel in die richtige Richtung. Wie schnell es aber im Handball gehen kann musste man im Anschluss wieder einmal bemerken, kleine Unaufmerksamkeiten wurden gnadenlos bestraft und innerhalb von wenigen Minuten war das Spiel wieder völlig offen (20:18). Knapp zehn Minuten vor dem Ende war die Partie auf Messers Schneide (21:20), aber erneut ließen sich die Stadtwaldherren davon nicht beeindrucken, zogen das Tempo noch einmal an und sorgten mit einem weiteren Lauf für eine kleine Vorentscheidung (24:20). In der Schlussphase wurde es dann etwas hektisch, da die Gäste zumindest eine Punkteteilung noch mit allen Mitteln erzwingen wollten, was der ASV aber mit klug ausgespielten Angriffen zu verhindern wusste und am Ende als verdienter Sieger hervorging (26:23).
Das absolut faire Spiel (jeweils eine Zeitstrafe auf beiden Seiten) wurde von den beiden Schiedsrichtern Harald Schweizer und Herbert Vornehm absolut bravourös und souverän geleitet.

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Viktor Schwalbe (1), Matthias Fuchs (5/2), Kilian Schwalbe (1), Tobias Urban (4/1), Ferdinand Hauß (1), Benedikt Hagitte (3), Finn Rohmert (2), Michael Grund (1), Marcin Szulc (8), Maximilian Hauß, Maximilian Walk und Stefan Coors.

Verkehrte Welt dann drei Tage später in der Georg-Scherer-Halle, denn mit dem Gast aus Eichenau feierte am Ende die absolut bessere Mannschaft zwei verdiente Punkte (22:30).

Anders als im Spiel gegen Allach fand der ASV im Spiel gegen den ESV überhaupt nicht in die Partie, konnte mit der unkonventionellen Spielweise der Gäste überhaupt nichts anfangen, rannte sich in der offensiven Deckung fest und sah sich nach einer knappen Viertelstunde bereits einem hohen Rückstand entgegen (2:6). Auch eine Auszeit brachte nicht den erhofften Ertrag, die Abwehr bekam keinen Zugriff, der Angriff zeigte sich wenig entschlossen und wenn man sich doch einmal freispielen konnte, scheiterte man entweder am gegnerischen Torhüter oder an sich selbst (4:10). In der Folge konnte sich die Abwehr ein kleines bisschen stabilisieren, aber im Angriff fehlte es in vielen Aktionen an der Durchschlagskraft und dem unbedingten Willen (7:11). So ging es wenig später auch nach einer dürftigen ersten Halbzeit mit einem hohen, aber nicht unaufholbaren Rückstand in die Kabinen (8:13).
In der zweiten Halbzeit sollten die Mannen um Trainer Martin Haider an sich glauben, das spielen, was man sich vorgenommen hatte und mit breiter Brust am Comeback arbeiten. Das erste Tor gehörte auch dem Gastgeber (9:13), doch schon wenig später fiel man in den alten Trott zurück und wurde überrannt (10:17). Anstatt sich nach und nach ranzuarbeiten, die Abwehr zu stabilisieren und um jeden Ball zu kämpfen, wurde vorne zu hastig abgeschlossen, die Lücken in der Abwehr gefühlt größer als kleiner gemacht und der Kopf nach unten gesenkt (11:20). Ins Bild passte, dass in dieser Phase die nächsten beiden 7m verworfen wurden, nachdem es in der ersten Halbzeit mit den ersten beiden schon nicht geklappt hatte. Jetzt lief das Spiel so vor sich hin, die Gäste im Zeichen des fast schon sicheren Sieges mussten nicht mehr und nahmen Tempo raus, der ASV musste und wollte zwar, aber an diesem Tag funktionierte rein garnichts und die Moral war ebenfalls schon gebrochen (16:24). Dieser Abstand blieb das restliche Spiel erhalten, die Stadtwaldherren konnten nicht mehr entscheidend verkürzen und nach sechzig Minuten beendeten die beiden souveränen und unauffällig agierenden Schiedsrichter Christian Geißler und Alexander Polz das Spiel (22:30).

Nach dem Coup und einer starken Leistung gegen Allach folgte nur drei Tage später also eine ernüchternde Niederlage, die in dieser Höhe auch nicht zu erwarten war. Wieder einmal bewährte sich die häufige Phrase, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann und man mit weniger als einhundert Prozent Leistung keinen Blumentopf gewinnt. Das mussten die Stadtwaldherren am eigenen Leib erfahren, die in diesem zweiten Derby innerhalb weniger Tage kein Bein auf den Boden brachten und verdient verloren. Nun heißt es für die Stadtwaldherren den Kopf ganz schnell wieder nach oben zu richten, im Training an den Baustellen zu arbeiten und mit einer engagierten, besseren und motivierteren Leistung am kommenden Wochenende nach Kempten zu fahren, um dort zu bestehen.

Für den ASV spielten; David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Maximilian Hauß (1), Matthias Fuchs (4), Tobias Urban (1), Ferdinand Hauß (1), Benedikt Hagitte (6), Finn Rohmert (1), Stefan Coors (1), Quirin Westermaier (1), Marcin Szulc (6/2), Kilian Schwalbe, Matthias Hauß und Michael Grund.

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