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Stadtwaldherren entscheiden Krimi für sich

Am vergangenen Sonntag mussten die 2. Herren zum Nachbarn nach Schleißheim reisen. Schon im Hinspiel war man gewarnt, dass die Tabellenposition der Schleißheimer nicht deren eigentliche Klasse wiederspiegelt. Im Vergleich zum Metten-Spiel hatte man auch wieder genügend Optionen, um auf Spielsituationen reagieren zu können, was sich im Spielverlauf auszahlen sollte.
Man war von Anfang an motiviert und konnte schnell mit 0:2 in Führung gehen, hier stand auch die Abwehr noch. Doch Schleißheim ließ sich von dem guten Start der Dachauer nicht beirren, verkürzten auf 1:2 und das sollte die letzte ASV-Führung für lange Zeit gewesen sein. Schleißheim glich daraufhin nicht nur schnell aus, sondern konnte das Ergebnis drehen und mit 5:3 in Front gehen.
Während Schleißheim weiter besser ins Spiel fand, kam auf ASV-Seite der Schlendrian rein. Vorne zu viel Einzelaktionen, wenig herausgespieltes und hinten zu wenig Aggressivität. Dazu noch reihenweise abgepfiffene Vorteile, oder fragwürdige Schrittfehler, die den Dachauern vorübergehend den Mut nahmen. In dieser Phase konnte sich Andi Dlask ein ums andere Mal auszeichen, doch die Abpraller landeten immer wieder bei den Schleißheimern, weil man nicht wach genug war. Und hier bewahrheitet sich dann doch eine Floskel. "Man spielt nur so gut, wie man auch trainier", denn die beiden Trainings unter der Woche verliefen alles andere als optimal. Man konnte zwischenzeitlich zwar auf 7:6 verkürzen, doch am Ende ging Schleißheim verdient mit einer 15:11-Führung in die Halbzeit.
Glücklicherweise ließen die Schleißheimer in der 1. Halbzeit mehrere gute Chancen aus, sonst wäre der Rückstand vermutlich noch größer gewesen. Schleißheim spielte eine starke erste Halbzeit, Schiedsrichterentscheidungen waren nicht auf unserer Seite, dennoch hatte man sich den Rückstand selbst zuzuschreiben, da man weder im Angriff, noch in der Abwehr sein Leistungsvermögen abrufen konnte.
Dass 4 Tore im Handball, vor allem in einer Halbzeit schnell aufzuholen sind war klar. Allerdings nur mit mehr Kampfgeist, Einsatz und einem konzentrierten Spiel in Abwehr und Angriff. Und dass was auch der Tenor in der Halbzeitpause "30 Minuten Gas geben und das Spiel drehen".
Und das war in der 2. Halbzeit Programm. Die Abwehr stand nun um einiges besser und auch im Angriff wurde konsequent bis zur Chance gespielt. Dies hatte zur Folge, dass man zur 45. Minute beim 18:18 wieder zurück im Spiel war. Schleißheim kam ins Schwimmen und nun war auch die ein oder andere Schiedsrichterentscheidung auf unserer Seite, die in der ersten Halbzeit noch anders rum gepfiffen wurde.
Man hatte nun auch immer wieder die Möglichkeit in Führung zu gehen, doch da viel man wieder ins alte Schema zurück und leistete sich Fehlwürfe oder vertendelte leichtfertig den Ball. Da aber die Abwehr weiterhin stand und auch Chrissi Pröll in der 2. Halbzeit Chance um Chance zu nichte machte, konnte auch Schleißheim diese Fehler nicht ausnutzen.
Eine Umstellung im Rückraum um vorne mehr Durschlagskraft zu erzeugen und hinten noch kompakter zu stehen machte sich nun bezahlt. Beim 21:22 konnte man erstmals wieder in Führung gehen. Ansatt aber die Chance auf die 2-Tore-Führung zu nutzen, leistete man sich in dieser Phase 2 Fehlpässe und Schleißheim konnte wieder ausgleichen. Das Spiel war weiterhin offen, doch am Ende schlug das Pendel wieder zu Gunsten des ASV. Während Schleißheim den Pfosten traf und der Ball raussprang, ging er beim ASV rein.
Und so schlug man am Ende etwas glücklich den TSV Schleißheim mit 24:25. Über 60 Minuten wäre ein Unentschieden gerecht gewesen, so wurde aber der enorme Kampfgeist der Dachauer wieder einmal belohnt und so bleibt man weiter im Spitzenfeld dabei. Da Moosburg gegen Karlsfeld verlor ist man nun wieder punktgleich mit Waldkraiburg auf dem 3. Platz. Nun kommen mit Spielen gegen Karlsfeld (2.) und Waldkraiburg (3.) für die ASV-Herren die "Wochen der Wahrheit". Nach diesen beiden Spielen wird man auf ASV-Seite sehen, wohin die Reise am Ende gehen könnte.

Für den ASV spielten:
Dlask, Pröll (Tor)
Darling (1), Konwitschny (1), Eckstein, Hubrich (1), Gierke (6/1), Hornung (1), Westermaier (3), Pscherer (1), Zeiner (3), Stöckl (8/2), Schwalbe, Ehleiter

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