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Erste Auswärtspleite im neuen Jahr

Die ersten Herren des ASV Dachau verlieren auch das dritte Spiel in Folge im neuen Jahr und müssen sich auswärts dem TSV Vaterstetten geschlagen geben. Nach einer völlig indiskutablen Leistung standen die Stadtwaldherren am Ende mit gesenkten Köpfen da, sie verloren auch in der Höhe vollkommen verdient (12:8;26:20).

Die Truppe um Trainer Michael Jäger spielte von Beginn an eine solide Partie, unbeachtet der bisherigen Niederlagen in der Fremde im Kalenderjahr 2017 überzeugten sie mit Kampfgeist und präsentierten sich in heimischer Halle von ihrer besseren Seite. Die Stadtwaldherren zeigten sich aber ähnlich frisch und motiviert, nahmen die gute Leistung vom Ottobeuren-Spiel mit in die Partie und konnten mit einer beweglichen Abwehr dagegenhalten (2:2). So entwickelte sich in den ersten fünfzehn Minuten ein ausgeglichenes Spiel, bei dem der Gastgeber zwar immer vorlegen konnte, sich die Gäste aber nicht abschütteln ließen (6:6). Bei besserer Chancenverwertung und weniger technischen Fehlern wäre zu diesem Zeitpunkt durchaus eine Führung im Bereich des Möglichen gewesen. So reihten sich aber weitere Unkonzentriertheiten im Abschluss an Unzulänglichkeiten mit dem harzfreien Ball, was dazu führte, dass sich der TSVV durch viel zu einfache Treffer einen Lauf erspielte, den der ASV mit einer Auszeit unterbinden musste (10:6). Die Gäste fingen sich wieder und stabilisierten die Abwehr ein wenig, doch im Angriff kam weiterhin kein Spielfuss zustande und wenn man sich einmal freie Chancen erarbeitet hatte, stand der Gästetorwart im Weg, der die viel zu ungenauen Würfe der Dachauer ohne große Mühe parierte (11:7). So fiel kurz vor Ende der ersten Halbzeit auf beiden Seiten noch ein Treffer, ehe es für die Mannschaften in die Kabinen ging (12:8).

Viel zu sagen hatte Coach Martin Haider in der Kabine nicht, jedem einzelnen Spieler war klar, dass man sich eine komplett andere Leistung vorgenommen hatte. Und noch war genug Zeit, um die erste Halbzeit vergessen zu machen und das Spiel zu drehen. Doch was sich in den ersten, knapp fünfzehn Minuten nach der Halbzeit abspielen sollte, erstaunte auch die mitgereisten Fans des ASV. Die Gäste brachten in dieser Zeit nämlich kein Bein auf den Boden, leisteten sich Fehler um Fehler, fanden in der Offensive kein Mittel und die Defensive stand sprichwörtlich offen wie ein Scheunentor. Damit war im Grunde alles, was man sich vorgenommen hatte, über den Haufen geworfen und das Spiel so gut wie entschieden (20:11). Die Stadtwaldherren wollten sich nicht kampflos ergeben und stellten die Defensive um, fanden nun endlich Zugriff und antworteten ihrerseits mit einem kleinen Lauf (20:15). Dieser Abstand blieb dann in der Folge einige Zeit bestehen, die Gäste schafften es nicht, den Rückstand zu verringern, denn auch in dieser Phase waren entweder die Lücken in der Abwehr zu groß, oder man scheiterte im Angriff an eigenen Unzulänglichkeiten (22:17). In den Schlussminuten versuchte man mit einer sehr offensiven Deckung schnelle Ballgewinne zu forcieren, was noch ein paar Mal funktionierte. Hiermit wurden aber auch die zu verteidigenden Räume zu groß, die der TSVV auszunutzen wusste, um das Spiel schlussendlich für sich zu entscheiden (26:20).

Die Stadtwaldherren verlieren nach zwei Heimpleiten in Folge auch mal wieder ein Auswärtsspiel und stecken so langsam aber sicher in einer kleinen Krise. Konnte man das Spiel gegen Ottobeuren noch als einen Fortschritt betrachten, was die eigene Leistung und die Einsatzbereitschaft betraf, folgte nun in Vaterstetten dafür ein doppelter Rückschritt. Man bekam überhaupt keinen Zugriff auf die Gegenspieler, wusste mit dem harzlosen Ball nichts anzufangen und präsentierte sich auch in anderer Hinsicht ohne die berühmte Körpersprache. Somit geht diese Niederlage gegen ein solides spielende Vaterstetten völlig in Ordnung. Die ersten Herren gaben sich aber auch nach einem großen Rückstand nicht auf, was man vielleicht neben der sehr starken Torhüterleistung von Valentin Hagitte als einzigen positiven Punkt aus diesem Spiel mitnehmen kann. Für die Stadtwaldherren gilt es, dieses Spiel ganz schnell zu vergessen, ohne dabei aber das Wesentliche aus den Augen zu verlieren und zu analysieren. Es steht eine englische Woche an (Nachholspiel gegen Allach, 20:00 Uhr am Donnerstag, Heimspiel gegen Eichenau, 16:30 Uhr am Sonntag), in der man vieles wiedergutmachen und eine andere Leistung zeigen will und muss.

Die ersten Herren bedanken sich für die tolle Unterstützung der vielen mitgereisten Fans, ihr seid top. Danke!

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Maximilian Hauß (1), Viktor Schwalbe (4), Marcin Szulc (1), Michael Grund (3), Julian Hagitte (1/1), Finn Rohmert (1), Matthias Fuchs (3), Stefan Coors (2/1), Tobias Urban (2), Matthias Hauß (2), Kilian Schwalbe und Ferdinand Hauß.

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