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Kein Ertrag trotz starker Leistung

Die ersten Herren des ASV Dachau haben auch das zweite Heimspiel im neuen Jahr verloren und dabei eine knappe Niederlage gegen den Tabellenführer kassiert. Die Stadtwaldherren präsentierten sich über weite Strecken von ihrer besseren Seite, mussten sich am Ende aber einem starken TSV Ottobeuren geschlagen geben (10:11;23:26).

Die Truppe um Trainer Daniel Berkessel spielte ihr zweites Auswärtsspiel in Folge, vergangenes Wochenende holten sie sich einen knappen Erfolg beim TSV Herrsching (25:26) und nahmen dieses Selbstvertrauen auch mit in die Partie am Stadtwald. Die Stadtwaldherren dagegen wollten sich von ihrer besseren Seite präsentieren, hatte man doch in der Vorwoche bei der deutlichen Niederlage gegen die HSG Würm-Mitte zu keinem Zeitpunkt ins Spiel gefunden und eine empfindliche Niederlage kassiert (28:33). Um dem Tabellenführer Paroli bieten zu können, hatte man sich für die Abwehrarbeit etwas einfallen lassen und überraschte den Gast mit einer etwas offensiveren Deckungsformation, die allerdings in den ersten Minuten für einige Verwirrung und Stellungsfehler sorgte (1:4). So kam der Gast besser in die Partie und nutzte die sich bietenden Lücken gnadenlos aus (2:7). Zu diesem Zeitpunkt war bereits eine Viertelstunde gespielt und es sah danach aus, als ob es im Vergleich zu letzter Woche nicht besser werden würde. Denn auch wenn sich die Abwehr fing und an Aggressivität zulegen konnte, war jetzt im Angriff noch gehörig Sand im Getriebe und man scheiterte entweder an der Abwehr oder dem Torhüter der Gäste (4:9). David Braun auf Dachauer Seite stand diesem aber in nichts nach und sorgte im Verbund mit seinen Vorderleuten endlich für eine wache Defensive und schnelle Gegenangriffe, die dem ASV einen 4:0-Lauf bescherten (8:9). Eine Auszeit des TSVO war die Folge, der den Lauf unterbrechen sollte, aber die Stadtwaldherren waren jetzt voll im Geschehen und zeigten eine starke Leistung, vor allem im Defensivverhalten (9:11). So konnte man sich auch den letzten Angriff vor der Pause sichern und drei Sekunden vor Schluss zum umjubelten Anschlusstreffer kommen (10:11).

Trainer Martin Haider hatte in der Halbzeitpause nicht viel zu meckern, die Abwehr hatte sich gefangen und in den letzten zehn Minuten gerade mal zwei Gegentreffer kassiert, bei besserer Chancenverwertung wäre sogar eine Führung möglich gewesen. Man hatte also Zeit zum Durchschnaufen, denn es waren nochmal dreißig Minuten der gleichen Leistung vonnöten, um den Favoriten zu ärgern. Ausgeglichen ging es auch in den zweiten Spielabschnitt, Ottobeuren legte wieder vor (11:13), doch es waren nur fünf Minuten gespielt, da erzielte der ASV den erhofften schnellen Ausgleich (13:13). Im Stile eines Spitzenreiters ließ sich der TSVO aber in keinster Weise beeindrucken, legte immer wieder ein, zwei Tore nach und spielte ihrerseits eine sehr gute Auswärtspartie (13:15;15:17;16:18). Die Stadtwaldherren ließen sich aber nicht abschütteln und zeigte jetzt die Leistung, die man zeigen wollte. Die Abwehrarbeit wurde noch weiter verstärkt und auch im Angriff konnte man sich desöfteren durchsetzen (18:18). So kam es nach dem erneuten Ausgleich (19:19) auch zur folgerichtigen ersten Führung des ASV im gesamten Spiel (20:19), die sowohl auf der Bank als auch auf der Tribüne für Ekstase sorgte. Erneut ging es hin und her, erst glich der Gast aus und ging seinerseits wieder in Führung, dann erzielten die Stadtwaldherren zwei Treffer in Folge. Zehn Minuten vor Schluss stand das Spiel komplett auf Null (22:22). Und dann folgte eine Phase, die im Endeffekt auf den Kräfteverschleiß der Stadtwaldherren zurückzuführen ist, aber diesbezüglich vor allem auf die fehlenden Wechselmöglichkeiten im Rückraum, der aufgrund von Verletzungen in dieser Formation komplett durchspielen musste. Denn die nächsten beiden Treffer gingen auf das Konto der Gäste (22:24), die ihrerseits in der Defensive Beton anrührten und dem ASV den Zahn zogen (22:25). Zwar war immer noch genügend Zeit auf der Uhr, doch man tat sich mit dem Herausspielen von Torgelegenheiten sichtlich schwer und als dann auch noch zwei Hochkaräter, die man schön herausspielen konnte, vom Torhüter der Gäste zunichte gemacht wurden, ging das Spiel langsam aber sicher in Richtung der Gäste. Zwei Minuten vor Schluss erzielte der ASV noch den Anschlusstreffer (23:25), doch wenige Augenblicke später stellte der beste Mann der Gäste, Patrick Kofler (12), den Endstand her (23:26). Danach wurde das Spiel von den beiden jungen Schiedsrichtern Christian und Stefan Berger, die ein hartes und spannendes, aber nie unfaires Spiel (3:3 Zwei-Minuten-Strafen) souverän leiteten, beendet.

Zum dritten Mal in Folge verlieren die Stadtwaldherren also ein Spiel in heimischer Halle, aber an diesem Spiel und an dieser Leistung gibt es absolut nichts auszusetzen. Im Rahmen der Möglichkeiten spielte der ASV eine tolle Partie, fing sich nach Startschwierigkeiten und bot dem Tabellenführer lange Zeit Paroli. Am Ende musste man sich dann knapp geschlagen geben, denn der Gast bewies, warum er an der Spitze steht. Die Stadtwaldherren können aber definitiv auf dieser Leistung aufbauen und haben am kommenden Wochenende bereits auswärts wieder die Möglichkeit, zwei Punkte einzuheimsen, wenn sie beim TSV Vaterstetten antreten. Dieses Spiel stellt ein Novum der bisherigen Saison dar, denn in der Halle des TSVV ist absolutes Harzverbot. Vorbericht folgt!

Ein großer Dank geht an die vielen Zuschauer, die auch in diesem Spiel für eine tolle Stimmung und Kulisse sorgten. Danke!

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Maximilian Hauß (1), Viktor Schwalbe (1), Alexander Meckl (1), Julian Hagitte (1/1), Matthias Fuchs (8), Tobias Urban (6), Ferdinand Hauß (1), Matthias Hauß (1), Stefan Coors (3), Kilian Schwalbe, Finn Rohmert und Michael Grund.

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