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Unentschieden auf heimischem Boden

Die ersten Herren des ASV Dachau sind am gestrigen Sonntag nicht über ein Unentschieden hinausgekommen und mussten sich am Ende gegen eine wacker kämpfende Mannschaft aus Friedberg mit einem Punkt zufrieden geben. Nach umkämpften sechzig Minuten freuten sich die Gäste allerdings mehr über den Punkt als die Stadtwaldherren (12:12;27:27).

Die Gäste aus Friedberg zeigten über die volle Distanz ihren Spielwitz und agierten hochkonzentriert, präsentierten sich als eine eingespielte und unangenehm zu bespielende Mannschaft. Auch die Stadtwaldherren waren fokussiert und mit Selbstvertrauen ausgestattet, wollten jetzt unbedingt wieder vor heimischer Kulisse zwei Punkte einfahren. Das Spiel begann zunächst ausgeglichen (4:4), ehe es die Herzogstädter schafften, bedingt durch viel zu viele Ungenauigkeiten im Angriffsspiel des ASV, erstmals mit zwei Toren in Führung zu gehen (4:6). Dieser Abstand blieb über zehn Minuten lang bestehen, weil es die Stadtwaldherren nicht schaffen, über ihr schnelles Spiel zu guten Torgelegenheiten zu kommen. Und wenn sie doch mal frei vor dem gegnerischen Torhüter auftauchten, vereitelte sie dieser (7:9). Einzig die Defensive zeigte sich konstant gut, biss sich rein in diese Partie und sorgte dafür, dass der TSV nicht noch weiter davonziehen konnte. Die Abwehr steigerte sich noch etwas und durch erzwungene Ballgewinne konnte der ASV das Spiel drehen (10:9). Kurz darauf gelang dem Gastgeber sogar die erste Zwei-Tore-Führung (12:10), doch in der letzten Minute der ersten Halbzeit war er scheinbar schon in der Kabine und erlaubte es so der Reserve des TSV Friedberg, zunächst zu verkürzen und wenige Sekunden vor der Pausensirene den Spielstand auszugleichen (12:12).

Trainer Martin Haider forderte in der Halbzeitpause mehr Konzentration und mehr Druck im Angriffsspiel seiner Mannen, ein einzelnen Situationen stand man sich selbst im Weg und lediglich die schwache Chancenverwertung verhinderte bis dato eine Führung des ASV. Und die Stadtwaldherren kamen wach aus der Kabine, die Abwehr zeigte sich weiterhin stabil und vorne konnten sie sich häufiger durchsetzen (16:13). Zwei Minuten später war der höchste Zwischenstand erreicht (18:14), auch wenn man zu diesem Zeitpunkt bereits wusste, dass sich die Gäste zu keiner Zeit geschlagen geben würden (18:16). Das Spiel wogte jetzt hin und her, die Stadtwaldherren konnten zwar nicht weiter und entscheidender davonziehen, aber auch die Gäste kamen nicht näher als an zwei Tore heran (21:17;22:20). Weiterhin galt es, die Konzentration hochzuhalten und konsequent bis zum Ende weiterzuspielen, was dem ASV auch gut gelang (24:20). Die Herzogstädter um Trainer Gerald Schwarz haben aber eine eingespielte Truppe und wissen wie es sich anfühlt, enge Spiele zu bestreiten, die sie diese Saison schon häufiger zu bewältigen hatten. So konnten sie erneut verkürzen (24:22) und blieben auch in der Folge dran (26:24). Als sie dann knappe vier Minuten vor Schluss sogar ausgleichen konnten (26:26) wussten die Stadtwaldherren nicht so recht, wie ihnen geschieht, hatten sie das Geschehen doch eigentlich über weite Strecken im Griff gehabt und standen jetzt vor einem völlig offenen Spielausgang. Mit dem dritten Treffer in Folge ging der TSV Friedberg dann sogar das erste Mal im zweiten Spielabschnitt in Führung (26:27) und das Nervenflattern auf Seiten der Dachauer erreichte endgültig seinen Höhepunkt. Der einzige verworfene 7m kam dann auch noch zur Unzeit, doch mit einer sehr guten kämpferischen Einstellung erzielte man den Ausgleichstreffer eine halbe Minute vor Schluss (27:27) und schaffte es, den letzten Angriff der Gäste zu entschärfen.

Insgesamt also ein Unentschieden, über das sich am Ende kaum jemand beklagen kann. Die Gäste aus Friedberg präsentierten sich mit einer forschen Leistung und verdienten sich diesen Punkt dank einer guten Auswärtspartie. Sie dürften auch sicherlich zufriedener sein als der Gastgeber, der sich zwar über weite Strecken spielerisch besser zeigte, allerdings kein Kapital daraus schlagen konnte, sich zu oft selbst im Weg stand und viele Chancen nicht nutzen konnte. Auf der Abwehrleistung lässt sich aufbauen, im Angriffsspiel muss man im Training arbeiten, denn am kommenden Wochenende ist man beim Tabellenzweiten aus Simbach zu Gast, was eines der schwierigsten Saisonspiele sein wird.

Vielen Dank an die vielen Zuschauer, die für eine tolle Kulisse sorgten! Danke!

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Maximilian Hauß (3), Viktor Schwalbe (2), Alexander Meckl (1), Michael Grund (1), Matthias Fuchs (7), Stefan Coors (2), Tobias Urban (9/4), Benedikt Hagitte (2), David Gierke, Kilian Schwalbe, Ferdinand Hauß und Matthias Hauß.

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Disney schrieb am 16.02.2017 um 05:20:38

My preblom was a wall until I read this, then I smashed it.

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