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Doppelter Punktgewinn im Allgäu

Die ersten Herren des ASV Dachau haben am gestrigen Sonntag ihr Auswärtsspiel im Allgäu erfolgreich bestritten und zwei Punkte mit nach Hause genommen. Dank einer starken kämpferischen Leistung gewannen die Stadtwaldherren ihr zweites Auswärtsspiel in Folge und brachten dadurch den heimischen TV Immenstadt in die Krise (15:16;27:29).

Dass das Team um Trainer Gunther Kotschmar viel schlechter dasteht als die Mannschaft und die Qualität wirklich ist, wussten die Gäste schon vor dem Spiel. Unglückliche Niederlagen gegen teils hoch einzuschätzende Gegner sorgten für einen beunruhigenden Start in die neue Saison (0:6 Punkte). Beim dritten Heimspiel in Folge wollten die Oberallgäuer endlich das erste Mal punkten und zeigten sich von Anfang an motiviert. Doch die Gäste standen dem in nichts nach und bissen sich schnell in die Partie (1:1). Der TVI zeigte sofort seine spielerischen Elemente, die ihn so stark machen und fanden durch das Zusammenspiel des Rückraums mit dem Kreis einige Lücken im Defensivverbund der Gäste (3:1). Der ASV bekam noch keinen wirklichen Zugriff, konnte die Anspiele dadurch nur selten unterbinden (4:2). Auch eine Umstellung in der Abwehr brachte nicht den erwünschten Erfolg und die Hausherren erzielten die höchste Führung ihrerseits im Spiel (6:3). Sehr geduldig und abwartend spielten sie ihre Angriffe runter und nutzten jede kleine Unaufmerksamkeit der Gäste. Die Stadtwaldherren stemmten sich jetzt mit aller Macht dagegen, drückten dem Spiel ihren Stempel auf und kam durch schnell vorgetragene Angriffe und überzeugenden Torwürfen zum Ausgleich (6:6). Und dieser beflügelte die Gäste, denn die Abwehr rührte Beton an, zeigte sich nun endlich stabil und griffig und ließ den Angreifern des TVI keinerlei Chancen. Die Angriffsmaschinerie kam dadurch ins Rollen und nach der Führung des Gastgebers folgte ein Lauf von sieben Toren in Folge, der den Heim-Coach zu einer Auszeit veranlasste (6:10). Jetzt fanden die Oberallgäuer wieder ins Spiel zurück (8:10), ohne aber dabei wirklich zwingend zu erscheinen und spielerisch zu überzeugen. In der Folge pendelte das Spiel hin und her, die Gäste spielten ihre Angriffe geduldig aus und erspielten sich gute Wurfgelegenheiten, auch der Gastgeber fand wieder Mittel und Wege, den Defensivverbund der Gäste auszuhebeln (10:12;12:14;14:16). In das Spiel der Gäste schlichen sich ein paar kleine Fehler ein, die verhinderten, dass sie sich weiter absetzen konnten. Und somit blieb das Spiel eng, denn der TVI fing sich wieder und nutzte dank seiner großen Erfahrung und Cleverness, um dranzubleiben und zu verkürzen. Der letzte Treffer vor der Halbzeitsirene blieb ebenfalls dem TVI vorenthalten und so ging es mit einem knappen Pausenstand in die Kabinen (15:16).

Eine erste Halbzeit mit Höhen und Tiefen, in der Trainer Martin Haider nicht sehr viel zu monieren hatte. Die Startschwierigkeiten waren schnell überwunden, seine Mannen bissen sich in diese schwierige Partie und lediglich gegen das bekannte Angriffsmittel des Gastgebers hatte man noch zu oft das Nachsehen. Das wollte man in der zweiten Halbzeit besser machen und mit mehr Aggressivität in der Abwehr den Grundstein zum Erfolg legen. Die Gäste kamen auch erfolgreicher in den zweiten Spielabschnitt, präsentierten sich wacher und gedankenschneller und gingen prompt wieder mit drei Toren in Führung (16:19). Der TVI konnte oftmals nichts gegen das schnelle Spiel des ASV ausrichten, fand zu wenig Lücken in der Defensive und wenn sie doch einmal durchkamen, waren sie in ihrer eigenen Hälfte ruckartig wieder gefordert. Die Gäste nutzten das aus und erzielten die höchste Führung im Spiel (17:21). Der Gastgeber ließ sich nicht abschütteln (19:21), aber die Stadtwaldherren weiterhin sehr aufmerksam und cleverer als noch in der vergangenen Spielzeit, als man in der gesamten Saison lediglich dreimal auswärts erfolgreich war (19:23). Dieser Vorsprung blieb einige Zeit bestehen, die Abwehr stand zwar nicht immer sattelfest, doch im Angriff ließ man den Ball gut laufen und überspielte die aggressive und großgewachsene Verteidigung der Oberallgäuer. Gute zehn Minuten vor Schluss erzielte man den Treffer zu einer erneuten Vier-Tore-Führung (22:26) und das Spiel schien in die richtige Richtung zu laufen. Doch wie das im Handball und vor allem auswärts in fremder Halle so ist, kann es sehr schnell gehen und das zeigten auch die nächsten Minuten. Die Immenstädter stabilisierten ihre Deckung, konnten jetzt auch gute spielerische Elemente zeigen und drei Minuten später war das Spiel auf Messers Schneide (25:26). Jetzt waren auch die Zuschauer wach und es drohte eine spannende Schlussphase. Der nächste Angriff brachte die erneut beruhigende Führung von zwei Toren (25:27) und in den folgenden Minuten schenkten sich beide Mannschaften nichts. Die Abwehrreihen rührten Beton an und wenn doch was durchkam, war es Beute der beiden gut aufgelegten Torhüter. Somit fielen keine Tore auf beiden Seiten, ehe die Gäste sich energisch durchsetzen konnten und zwei Minuten vor Schluss für eine Vorentscheidung sorgten (25:28). Zwar konnte der Gastgeber nochmal schnell verkürzen (26:28), doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten und der nächste Treffer wurde von den Stadtwaldherren frenetisch bejubelt (26:29). Auch im zweiten Spielabschnitt blieb der letzte Treffer dem Gastgeber vorbehalten und danach beendeten die unaufgeregt leitenden und souveränen Schiedsrichter Yannik Haas und Sebastian Wilken die Partie (27:29).

Für die Stadtwaldherren also die zweite erfolgreiche Auswärtspartie in Folge, die alles in allem dank einer starken Leistung im kämpferischen, aber auch im spielerischen Bereich so völlig in Ordnung geht. Man hatte anfänglich Probleme, die aber schnell beiseite gelegt wurden und die Dachauer zeigten ihre Stärken in Abwehr und Angriff. Dennoch blieb das Spiel bis zur Pause eng, erst im zweiten Durchgang erspielte man sich über größere Phasen hinweg einen vermeintlich beruhigenden Vorsprung. Die Gäste verpassten es aber, frühzeitig den Sack zuzumachen, mehr als vier Tore brachten sie nicht zwischen sich und die Immenstädter und zehn Minuten vor Ende rochen die Oberallgäuer auf einmal Lunte und wollten endlich den ersten Heimsieg. Aber die Stadtwaldherren bissen sich zurück, kämpften sich in die Partie und belohnten sich am Ende auch verdient für eine gute Leistung in einem schwierigen Auswärtsspiel.

Vielen Dank an die zwei mitgereisten Fans, die gelegentlich lauter waren als der heimische Anhang. Danke!!

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Matthias Fuchs (8/1), Stefan Coors (2), Tobias Urban (8), Ferdinand Hauß (1/1), Marcin Szulc (4), Benedikt Hagitte (6), Maximilian Hauß, Viktor Schwalbe, Michael Grund, Kilian Schwalbe, Johannes Pscherer und Denis Janitzki.

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