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Am Ende wurd's Platz 5

Die ersten Herren des ASV Dachau haben in einem wahrhaftigen Krimi dieses Mal den Kürzeren gezogen und ihr letztes Heimspiel der Landesliga-Saison 2015/2016 denkbar knapp verloren (26:27). Am Ende jubelten aber doch beide Mannschaften, denn sowohl der ASV Dachau als auch der Eichenauer SV sind in der kommenden Spielzeit Landesligisten.

Um die letzten theoretischen Möglichkeiten noch abzuwenden war ein Sieg für die Gäste aus Eichenau am Stadtwald Pflicht, der Gastgeber konnte bereits am vergangenen Spieltag den Klassenerhalt dingfest machen, war aber in diesem letzten Heimspiel keinesfalls gewillt, sich noch eine Niederlage einzufangen. So starteten beide Mannschaften hochmotiviert, die Gäste konnten vor ihren zahlreich mitgereisten Fans eine erste Führung erzielen (1:2). Doch der Gastgeber spielte mit dem frisch gewonnenen Selbstvertrauen munter mit und glich wenig später aus (3:3). Die Stadtwaldherren präsentierten sich sowohl in der Deckung als auch im Angriffsspiel variabel, rissen Lücken und nutzten die sich bietenden Torchancen aus (6:4). Eichenau blieb zwar dran und konnte immer wieder verkürzen (8:7), doch der ASV schien weniger Kraft für seine Torerfolge aufwenden zu müssen (10:8). Die Abwehr stand weiter stabil und mit einem solide haltenden Torhüter konnte erstmals ein etwas höherer Vorsprung herausgeworfen werden (12:8). Dieser Abstand blieb zunächst noch erhalten (14:10), der letzte Treffer war aber den Gästen vorbehalten und so verabschiedeten sich beide Mannschaften nach einer rasanten ersten Halbzeit in die Katakomben (14:11). In der Abwehr wollte man weiterhin so kompakt stehen und über gewonnene Zweikämpfe zu schnellen Gegenstößen gelangen, was auch zunächst noch gelang (15:12). Der Eichenauer SV kam aber hellwach aus der Kabine, rührte in der Abwehr Beton an und ging in der Folge das erste Mal seit den Anfangsminuten in Führung (15:16). Nun wogte das Spiel hin und her, die Dachauer bissen sich zurück in die Partie (16:16) und es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe (18:18). Jetzt lief es für die Eichenauer ein wenig besser, durch ihre geduldig ausgespielten Angriffe kamen sie immer wieder zum Erfolg und erzielten zwei Tore in Folge (18:20). Vor einer tollen und lautstarken Kulisse wollte sich der Gastgeber aber keine Blöße geben, fand wieder in die Spur und glich aus (21:21). Die Gäste schienen in dieser heißen Phase in so einigen Situationen aber den entscheidenden Schritt wacher und schneller, was am Ende eben vielleicht doch dem schon sicheren Klassenerhalt geschuldet war (22:24). Kämpferisch konnte man dem Gastgeber aber in keinster Weise etwas vorwerfen, durch eine aggressive Deckung und dem schnellen Spiel nach vorne war das Spiel wenig später wieder ausgeglichen (24:24). Das Momentum war aber zu diesem Zeitpunkt bei den Gästen, die trotz ihrer klein wenig bedenklichen Ausgangssituation nie in Hektik verfielen, ihren Spielstil aufs Parkett brachten und erneut zwei Tore vorlegten (24:26). Zwar erzielte der ASV noch einmal den Anschlusstreffer (25:26), doch die Zeit lief für den ESV, der die offene Manndeckung zum entscheidenden Treffer nutzen konnte (25:27). Der letzte Treffer dieser Landesligaspielzeit war dem ASV Dachau vorbehalten, der aber an einer verdienten, wenn auch unnötigen Niederlage nur noch Ergebniskosmetik betrieb (26:27). Geleitet wurde diese äußerst faire Partie von den beiden souveränen Schiedsrichtern Carsten Hehn/Jan Tauchert (MTV Stadeln).

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Viktor Schwalbe (1), Julian Hagitte (4/4), Rene Sperrer (3), Matthias Fuchs (9), Marcin Szulc (1), Kilian Schwalbe (2), Michael Grund (1), Quirin Westermaier (1), Benedikt Hagitte (4), Maximilian Hauß, Ferdinand Hauß und Johannes Pscherer.

Zwar feierten zunächst nur die Gäste, die damit ebenfalls ihren sicheren Klassenerhalt innehatten, doch die Enttäuschung über diese unnötige Niederlage wich bei den Stadtwaldherren schnell der Erkenntnis, eine absolut fantastische Saison gespielt zu haben. Mit Martin Haider und Wolfgang Deichl ging die Truppe vom Stadtwald mit einem neuen Trainergespann in die erste Landesligasaison seit neun Jahren und schon zu Beginn machte man auf sich aufmerksam. Allerdings zunächst nur in den Heimspielen, denn die Auswärtsspiele wurden in schöner Regelmäßigkeit in den Sand gesetzt. Doch in der heimischen Georg-Scherer-Halle bewies man im Zwei-Wochen-Rhythmus die Heimstärke und zeigte vor einer immer tollen Kulisse starke Leistungen. Ein Auswärtssieg sollte in der Hinrunde doch drin sein und so beendete man die Hinrunde als zweitbester Aufsteiger auf einem respektablen Tabellenplatz (Platz 5, 14:12 Punkte). In die Rückrunde startete man dann leider mit zwei Auswärtsspielen am Stück, die beide verloren wurden und man befürchtete schon, die Hinrunde mit diesen zwei Spielen zu vermiesen. Doch die Stadtwaldherren fanden rechtzeitig in die Spur, auch wenn es zunächst weiterhin nur am Stadtwald klappte. Mit der Zeit kam es auch beim ASV zu einer Reihe an Verletzungen, die das Team im Endeffekt aber nur noch enger zusammenrücken ließ. In einer unfassbar ausgeglichenen Liga, in der jeder jeden schlagen konnte und in der sich bis zwei Spieltage vor Schluss noch sage und schreibe acht Mannschaften im Abstiegskampf befanden, war ironischerweise ein Auswärtsspiel der Dosenöffner für eine Siegesserie, die am Ende den Ausschlag gab und den ersten Herren des ASV Dachau den Klassenerhalt in der Landesliga Süd sicherte. Und um den Kreis zu schließen stehen die Stadtwaldherren am Ende dieser langen Saison auf dem gleichen Tabellenplatz, den sie bereits nach der Hinrunde zierten (Platz 5, 25:27 Punkte).

Ein riesengroßes Dankeschön geht auch in dieser Spielzeit an die vielen Fans, die sich als erstklassig bewiesen und für die nötige Unterstützung sorgten. Danke an alle Freunde, Verwandte, Helfer, Betreuer, Physios, Trainer, Spieler der zweiten Mannschaft und der A-Jugend und noch viele mehr, die diese Landesligasaison zu dem gemacht haben, was sie schlussendlich wurde - richtig geil.

Glückwünsche gehen an dieser Stelle raus an den VfL Günzburg, der mit dem ASV in die Liga kam und sich nach einem Jahr schon wieder verabschiedet. Viel Erfolg in der Bayernliga! Und viel Erfolg auch dem TSV Niederraunau, der sich lange als Spitzenreiter bewährte und nun die Relegation um den Aufstieg gegen den TV Münchberg spielen muss!

Für den ASV spielten in der Saison 2015/2016: David Braun, Christian Pröll und Valentin Hagitte im Tor; Maximilian Hauß, Viktor Schwalbe, Julian Hagitte, Maximilian Walk, Rene Sperrer, David Gierke, Matthias Fuchs, Kilian Schwalbe, Ludwig Streller, Johannes Pscherer, Benedikt Hagitte, Mathias Hubrich, Ferdinand Hauß, Michael Grund, Marcin Szulc, Alexander Meckl, Matthias Hauß, Stefan Pröll und Quirin Westermaier.

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