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Zweite Heimniederlage der Saison

Zu einem ungünstigen Zeitpunkt haben die ersten Herren des ASV Dachau ihre zweite Heimniederlage der laufenden Landesliga-Saison kassiert und den erhofften Befreiungsschlag damit verpasst. Nach äußerst hart umkämpften sechzig Minuten nahmen die Gäste beide Punkte vom Stadtwald mit, gewannen am Ende auch in der Höhe verdient mit 24:29 (11:15).

Nicht zuletzt wegen der spannenden und nervenaufreibenden Duelle in den vergangenen Jahren, auch wegen der Hinspielniederlage (30:25) wollten sich die Stadtwaldherren revanchieren und mit einem Heimsieg die Endphase der Saison einläuten. Die Halle füllte sich nach und nach und pünktlich zum Anwurf sahen beide Mannschaften eine toll gefüllte Tribüne. Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste aus Altenerding, die nach einer soliden Saison die letzten beiden Spiele unglücklich verloren hatten und damit wieder ein wenig in den Abstiegsstrudel geraten waren (0:2). Der ASV brauchte ein wenig, um in die Partie zu kommen (1:3), bekam aber über eine aggressive Abwehr die nötige Sicherheit und glich nach wenigen Minuten aus (4:4). Es entwickelte sich ein rassiges Duell zweier Mannschaften, deren Spielweise sich auf überfallartiges Konterspiel auslegt und beide Teams kämpferisch auch aufgrund der Tabellensituation am obersten Limit agierten (6:6). Absetzen konnte sich keine Mannschaft, in der Anfangsphase konnte Altenerding das eine oder andere Tor vorlegen, Mitte der zweiten Halbzeit gelang es dem ASV, das erste Mal in Führung zu gehen (8:7). Doch wenige Sequenzen später stand das Spiel wieder auf Null (9:9). Schon in dieser Phase bissen sich beide Mannschaften an der gegnerischen Abwehr die Zähne im Positionsangriff aus, nur über das schnelle Spiel kam man zu Treffern (10:10). In der Folge schaffte es der Gastgeber trotz bester Einwurfmöglichkeiten nicht, dranzubleiben oder sich sogar ein wenig abzusetzen, sondern kassierte dann durch Nachlässigkeiten im Abschluss und im Rückzugsverhalten einfache Tore und die SpVgg nutzte seine Chancen eiskalt (10:13). Mehrere freie Würfe inklusive zwei 7m wurden vergeben, wobei der Torhüter der Gäste einen Sahnetag erwischte. Zwar konnte der ASV noch einmal verkürzen (11:13), doch die letzten beiden Treffer erzielten die Gäste, die am Ende der ersten Halbzeit einen sicheren Eindruck hinterließen und sich auf einen sehr guten Torhüter verlassen konnten (11:15).

Trainer Martin Haider mahnte seine Mannen in der Kabine, die Angriffe weiterhin so konzentriert zu Ende zu spielen, nur im Abschluss noch konsequenter zu werden. Die Abwehr stand über weite Strecken gut, viele der Gegentreffer ging ein eigener Fehler im Angriff voraus. Zwei Schrecksekunden galt es dann für die Stadtwaldherren zu überstehen, als nach zwanzig gespielten Sekunden erst Matthias Fuchs unglücklich auf dem Boden aufkam, später aber weiterspielen konnte, und weitere zwanzig Sekunden später Mathias Hubrich im Gesicht getroffen wurde, für den die Partie und mit einer diagnostizierten gebrochenen Nase auch die Saison damit gelaufen war. Mit einer Jetzt-Erst-Recht-Mentalität wollten die Dachauer dann diesen Schock verarbeiten, was ihnen zunächst auch gelang (13:15). Der Gastgeber präsentierte sich noch einen Tick aggressiver in der Abwehr, vorne wurden die sich bietenden Chancen jetzt in schöner Regelmäßigkeit genutzt (15:17). Aber auch die Gäste blieben stabil, spielten im Angriff ihre Abläufe und kamen auch immer wieder zu Torerfolgen (17:19). Bei diesem Spielstand hatte man dann die Möglichkeit, weiter zu verkürzen und das Momentum endgültig auf seine Seite zu ziehen, doch wie oben schon einmal erwähnt, machte der Gästetorhüter diesen Plan zunichte. Weitere zwei freie Würfe sowie ein 7m konnte er entschärfen, die Gäste die dadurch entstandenen Nachlässigkeiten ausnutzen und schon sahen sie sich die Stadtwaldherren einem etwas größeren Rückstand entgegen (17:21). Noch war genügend Zeit auf der Uhr, schon oft bewies man in dieser Saison eine tolle Kämpfermoral und aufgeben galt daher nicht (18:21). Doch die Gäste präsentierten sich in dieser Phase ein wenig wacher, schneller und nutzten ihre Chancen im Vergleich zum ASV eiskalt (18:23). Nach dem erneuten Anschlusstreffer war der höchste Zwischenstand erreicht (19:25) und es wurde das erste Mal etwas leiser in der Halle, da dieses Ergebnis eine kleine Vorentscheidung war. Die Stadtwaldherren probierten es nun mit allen Mitteln, das Spiel noch einmal enger zu gestalten und weiterhin war noch genügend Restspielzeit auf der Anzeigetafel. Mit zwei Treffern in Folge gelang es dem Gastgeber auch nochmal zu verkürzen (21:25), doch spätestens mit dem nächsten verworfenen 7m und dem daraus resultierenden Gegentreffer war die Messe gelesen (21:26). Die Stadtwaldherren gaben sich zwar immernoch nicht auf (22:26), doch im Wissen des sicheren Spielausganges ließen es beide Mannschaften etwas ruhiger angehen, die Gäste stellten noch zweimal auf einen Sechs-Tore-Vorsprung (22:28;23:29), ehe der letzte Treffer dem ASV vorbehalten war, der damit das Spiel ähnlich wie das in der Hinrunde mit fünf Toren verlor (24:29). Trotz der Brisanz dieser Partie hatten die beiden Schiedsrichter Yannick Berghammer und Stefan Kalina (beide HaSpo Bayreuth) jederzeit alles im Griff und zeigten eine souveräne Leistung.

Ein rasantes und rassiges Spiel geht damit an die Gäste aus Altenerding, die sich an diesem Tag einfach besser präsentierten und verdient zwei Punkte mit nach Hause nahmen. Die Stadtwaldherren brachten nicht die Leistung aufs Parkett, die sie in den vergangenen Heimspielen so ausgezeichnet hatte und mit den fehlenden Prozenten hat es an diesem Tag nicht zu einem doppelten Punktgewinn gereicht. Mit einer derartigen Trefferquote, an dieser Stelle sei noch einmal der gegnerische Torhüter hervorzuheben, und mit gleich 5 verworfenen 7m, wird jedes Spiel zu einem schwierigen Spiel. Gute Besserung an dieser Stelle an Mathias Hubrich, der direkt nach dem Spiel noch ins Krankenhaus zum Röntgen fuhr. Jetzt heißt es für die Mannen um Trainer Martin Haider Mund abwischen, dieses Spiel vergessen, im Training konzentriert arbeiten, um dann am kommenden Wochenende im immens wichtigen Auswärtsspiel beim TV Memmingen den zweiten Auswärtssieg der laufenden Landesliga-Saison einzufahren.

Ein großer Dank geht erneut an die vielen anwesenden Zuschauer und an die tolle Kulisse!

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Maximilian Hauß (1), Viktor Schwalbe (1), Matthias Fuchs (9/1), Marcin Szulc (6/1), Maximilian Walk (4), Benedikt Hagitte (3/1), Mathias Hubrich, Quirin Westermaier, Rene Sperrer, Kilian Schwalbe und Michael Grund.

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