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Dominanz zweier Abwehrreihen

Die ersten Herren des ASV Dachau haben ein intensives Spiel und zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten gegen die HSG Dietmannsried-Altusried erlebt. Am Ende einer kämpferischen und dementsprechend nicht immer schön anzuschauenden Partie stand ein 20:20-Unentschieden an der Anzeigetafel.

Anders als bei der Niederlage zuletzt gegen die HSG Würm-Mitte (25:19) wollten die Stadtwaldherren von Beginn an hellwach sein, die Konzentration über lange Zeit hochhalten und mit dem Heimpublikum im Rücken ordentlich ins Match starten. Und alles, was man sich vorgenommen hatte, fruchtete. Die Abwehr stand sattelfest, jeder kämpfte für seinen Nebenmann und die Angriffsmaschinerie gefiel durch überfallartige Aktionen und ihr schnelles Spiel. So staunten sowohl die zahlreich erschienenen Zuschauer als auch die Gäste nicht schlecht, als sie nach knapp zehn Minuten auf das Ergebnis schauten (6:0). Dann endlich kam auch die HSG in die Partie (7:1) und folglich bissen sie sich durch eine ebenfalls stabile Deckung und ihre stärkste Waffe, den schnellen Gegenstoß, ins Spiel und konnten verkürzen (7:4). Erst jetzt verlief die Partie ausgeglichen, auf beiden Seiten wurde um jeden Zentimeter gekämpft. Zwar schafften es die Stadtwaldherren ihren Gegner weiterhin auf Distanz zu halten (8:5), doch die Gäste waren jetzt dran und ließen sich nicht weiter abschütteln (9:6). Beide Offensivreihen mussten für ihre Tore Schwerstarbeit verrichten und wenn dann doch mal ein Spieler relativ frei zum Torwurf kam, standen da noch zwei Torhüter, die an diesem Tag eine solide Leistung boten (10:7). Die HSG rührte Beton in der Abwehr an und wenige Minuten vor der Pause konnten sie erstmals auf zwei Tore verkürzen (10:8). Die erste Halbzeit endete aber wie sie begonnen hatte, die Defensive provozierte Ballverluste, die in schnellen Angriffen und Torerfolgen mündeten. So startete der Gastgeber erneut einen kleinen Lauf, der in einem Tor pünktlich zur Pausensirene endete (13:8).

Die Pausenansprache wurde kurz gehalten, es galt, sich weiterhin auf die Defensive zu konzentrieren und die Gäste, die in den zehn Minuten vor dem Seitenwechsel besser in die Partie zu kommen schienen, weiter auf Distanz zu halten. Zunächst gelang genau das, zwei schnelle Torerfolge führten zum höchsten Zwischenstand im Spiel (15:8). In der Folge setzte sich das fort, was zum Ende der ersten Halbzeit schon sichtbar wurde. Die Gäste rührten erneut Beton an, beste Einwurfmöglichkeiten wurden vergeben und da auch die HSG vom schnellen Spiel lebt, kam es zu einem im Handball eher seltenen 7:0-Lauf, der das Spiel wieder auf Null brachte (15:15). In dieser Phase bekam man in der Abwehr keinen richtigen Zugriff, kam zusätzlich noch den einen Schritt zu spät und der Angriff wirkte zusehends müde und ideenlos. So wurde von den beiden Schiedsrichtern Haderlein/Haderlein (ESV Flügelrad), die ein äußerst faires Spiel zu jeder Zeit im Griff hatten, sehr häufig Zeitspiel angezeigt, was den Gästen mehr in die Karten spielte. Das Spiel stand auf der Kippe, aber gerade rechtzeitig fing sich der ASV, der sich wieder auf seine Stärken besann und die Abwehr stabilisieren konnte (16:15). Jetzt entwickelte sich ein wahrer Krimi, denn auch die Gäste rochen jetzt Lunte und wollten ihren zweiten Auswärtssieg der Saison einfahren (16:16). Die Schlussphase wurde eingeläutet, beide Teams waren von Nervosität geprägt und machten leichte Fehler (17:17). Der Gastgeber kämpfte unerbittlich und konnte sich erneut durch seinen Torhüter auszeichnen, durch zwei schnelle Gegenstöße schien es in die richtige Richtung zu laufen (19:17). Doch erneut war man nicht clever genug, wie in vielen Spielen zuvor ließ man sich von der Hektik anstecken, produzierte einen technischen Fehler und ließ eine hochprozentige Chance liegen und schon war das Spiel eine Minute vor Schluss wieder ausgeglichen (19:19). Im Anschluss an einen mehr als fragwürdigen Siebenmeterpfiff ging der Gast das erste Mal im gesamten Spiel in Führung (19:20), der letzte Angriff war somit dem Gastgeber vorbehalten. Die Zuschauer hielt es nicht mehr auf den Sitzen, der Angriff wurde lange ausgespielt und schließlich erkämpften sich die Stadtwaldherren ebenfalls einen Siebenmeter und gleichzeitig einen Punkt (20:20).

Die Stadtwaldherren gestalten also wieder einmal ein Heimspiel erfolgreich, auch wenn es diesmal nicht für zwei Punkte gereicht hat. Grund dafür waren zwei völlig unterschiedliche Anfangsphasen der beiden Halbzeiten, die von im Handball eher seltenen 6:0- bzw. 7:0-Läufen geprägt waren. Die Stadtwaldherren zeigten eine kämpferisch sehr starke Leistung und wussten auch im Angriff über weite Strecken zu überzeugen. Dass die HSG Dietmannsried-Altusried ein sehr unangenehmer, weil sehr guter Gegner ist, musste man erst im Hinspiel am eigenen Leib erfahren, welches man sehr deutlich verloren hatte (30:23). Nach der sehr guten ersten Halbzeit schien die Moral des Gastgebers spätestens beim Ausgleich (15:15) gebrochen, doch mit eisernem Willen und höchster Einsatzbereitschaft konnte zumindest noch ein Punkt gerettet werden. Eine Punkteteilung, die für beide Mannschaften in der Endabrechnung noch sehr wichtig werden kann. Nächstes Wochenende steht der nächste schwere Brocken auf dem Programm, wenn die ersten Herren zum Nachbarn TSV Herrsching müssen (Anwurf Sonntag, 06.03.16, 16:30 Uhr).

Ein großer Dank geht auch dieses Mal wieder an die vielen Zuschauer!

Für den ASV spielten: David Braun und Valentin Hagitte im Tor; Maxi Hauß (2), Alexander Meckl (2), Rene Sperrer (3), Matthias Fuchs (5/1), Ferdi Hauß (5/1), Benedikt Hagitte (3), Viktor Schwalbe, Mathias Hubrich, Marcin Szulc, Kilian Schwalbe, Maxi Walk und Matthias Hauß.

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