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Niederlage in Gräfelfing

Die ersten Herren des ASV Dachau haben ihr Auswärtsspiel bei der HSG Würm-Mitte verloren und sind damit in den Abstiegsstrudel geraten. Nach einer völlig verkorksten ersten Halbzeit (13:7) reichten ordentliche zehn Minuten nach der Halbzeitpause nicht aus, um das Spiel offen zu gestalten. Nach einer insgesamt indiskutablen Leistung war man mit dem Endergebnis sogar noch gut bedient (25:19).

Nach den starken Auftritten bei den Niederlagen in Immenstadt und Ottobeuren und dem Heimsieg gegen den TSV Friedberg wollten die Stadtwaldherren an die Leistungen anknüpfen und auch in Gräfelfing was Zählbares mitnehmen. Auf der anderen Seite stand die Spielgemeinschaft der Vereine TSV Gräfelfing und TV Planegg-Krailing, die die ersten Spiele der Rückrunde teilweise sehr unglücklich in den Sand gesetzt hatte und vor heimischer Kulisse zum Punkten verdammt war, um den Anschluss ans Mittelfeld zu schaffen. Und der Gastgeber begann furios, während bei der HSG alles gelang und die Abwehr in der Anfangsphase Beton anrührte, schafften es die Dachauer nicht, ihre Kombinationen auszuspielen und bekamen in der Defensive keinen Zugriff. Mental anscheinend noch in der Kabine sah man sich schnell einem deftigen Rückstand entgegen (5:0). Auch in der Folge sah es nicht besser aus, lediglich ein Tor stand auf der Seite der Gäste zu Buche (7:1). Mit einer Auszeit brachte Martin Haider etwas Ruhe ins Spiel und versuchte seine Mannen wachzurütteln, was augenscheinlich die richtige Lösung war. Mit einem Torwartwechsel kam Stabilität in die Defensive und die sich ergebenen Chancen wurden anders als noch in der Anfangsphase genutzt (7:4). Doch diese kleine Welle währte nur kurz, in Windeseile verfiel man wieder in alte Muster. Die Angriffe wurden schlecht vorgetragen und zu hastig abgeschlossen, die Abwehr bestand aus Einzelkämpfern und in manchen Situationen war man vom Kopf her einfach den einen Schritt zu spät (11:4). Dann gelangen den Gästen zwei Tore in Folge, doch man konnte den Abstand bis zur Pause nur geringfügig verändern (13:7).

Nach einer klaren Halbzeitansprache wollten es die Gäste in der zweiten Halbzeit besser machen, ihr wahres Gesicht zeigen und dann versuchen, den Abstand Schritt für Schritt zu verkürzen. Das erste Tor war dem Gastgeber vorbehalten, der erneut besser aus den Startlöchern zu kommen schien (14:7). Doch man sah jetzt einen Kampfgeist im Spiel des ASV, die Abwehr mit kleineren Umstellungen griff beherzter zu und im Angriff lief der Ball flüssiger durch die Reihen, der dann auch öfter im Tor untergebracht werden konnte (14:10). Mit einem kleinen Lauf kurz nach der Pause waren die Gäste also wieder im Spiel, denn vier Tore sind im Handball eine Kleinigkeit (15:11). Doch so schnell man auch Tore erzielen kann, kann man sie auch kassieren und die folgenden Minuten waren sinnbildlich für das gesamte Spiel. Anstatt das Momentum auszunutzen und sich weiter an die HSG heranzuarbeiten, fielen die Stadtwaldherren wieder in das Muster der ersten Halbzeit. Schlampige Pässe, ungenaue Abschlüsse und Unstimmigkeiten im Defensivverbund wurde von den agilen Würmern eiskalt ausgenutzt, die vor heimischer Kulisse ihrerseits einen Lauf starten konnten und vorentscheidend davonzogen (20:11). Der höchste Zwischenstand im Spiel war erreicht und das Spiel in trockenen Tüchern der HSG, die an diesem Tag einfach die bessere Mannschaft war. Aufgeben gilt nicht und so blieb das Spiel umkämpft und der Spielstand zunächst unverändert (22:13). Zwei Tore in Folge sorgten für einen etwas besser aussehenden Zwischenstand (22:15), durch viele Umstellungen beider Mannschaften ging der Spielfluss verloren und technische Fehler prägten diese Phase der Partie (23:16). In einem Spiel mit Derbycharakter, welches zwar hart umkämpft, aber nie unfair bestritten wurde, verhängten die beiden Schiedsrichter Carsten Hehn und Jan Tauchert (MTV Stadeln) sage und schreibe 23 Zeitstrafen (14 für Würm, 9 für den ASV). Die Unparteiischen zeigten eine solide Leistung und hielten bis zum Schluss an ihrer Linie fest, was auf beiden Seiten durchaus für Verwunderung sorgte. Die Folge war zwischenzeitlich ein drei gegen vier in der zweiten Halbzeit, was viel Platz und Räume schaffte. Die Stadtwaldherren konnten daraufhin erneut um zwei Tore verkürzen (23:18), doch enger sollte der Spielstand nicht mehr werden. Die Zeit lief für die HSG und so wurde das Spiel wenig später abgepfiffen, am Ende erreichten die Gäste wenigstens ein Unentschieden in der zweiten Halbzeit (25:19).

Zuviele Fehler und Unstimmigkeiten prägten das Spiel der Stadtwaldherren, schnell sah man sich einem gewaltigen Rückstand entgegen, den man vor allem auswärts erst einmal wegstecken und aufholen muss. Wenige Phasen in der ersten Halbzeit, die man beinahe komplett in den Sand steckte, und eine kurze Phase in der zweiten Halbzeit reichten an diesem Tag nicht, um den Gastgeber zu ärgern, der trotz seiner kleinen Niederlagenserie mit vollem Selbstbewusstsein auftrat und am Ende verdient die zwei Punkte behielt. Aufgegeben haben die Gäste nie, doch es wollte nicht viel gelinge. Die Tatsache, dass bei den Dachauern zuviele Spieler einen schlechten Tag erwischten, konnte nicht kompensiert werden und so standen die Gäste mit leeren Händen in der Würm-Arena. Am kommenden Wochenende hat man spielfrei und es gilt, dieses Spiel schnellstmöglich abzuhaken und zu verarbeiten. Denn in zwei Wochen kommt mit der HSG Dietmannsried-Altusried der direkte Tabellennachbar an den Stadtwald, mit dem man aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen hat. Die Stadtwaldherren werden mit Sicherheit wieder ihre bessere Seite zeigen und vor heimischer Kulisse alles daran setzen, die nächsten Punkte einzufahren.

Ein Dank geht an die vielen mitgereisten Zuschauer, die ihre Mannschaft über die volle Distanz unterstützt haben!

Für den ASV spielten: Valentin Hagitte, David Braun und Christian Pröll im Tor; Maxi Hauß (1), Mathias Hubrich (1), Alexander Meckl (1), Rene Sperrer (2), Matthias Fuchs (9/2), Kilian Schwalbe (1), Ferdi Hauß (2), Maxi Walk (1), Benedikt Hagitte (1), Viktor Schwalbe und Marcin Szulc.

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