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Das war aber knapp

Am Samstag ging es für die Damen I zum TSV Ottobeuren. Man fuhr als Tabellenführer ins Allgäu und wollte dies eindruckvoll unterstreichen. So weit so gut, was sich dann jedoch in Ottobeuren abspielte, war von einem anderen Planeten. Zumindest so muss es von den Zuschauerrängen aus ausgesehen haben.Das Spiel fing mit einem schönen Kontertor von Steffi Unger an. Jedoch häuften sich bald die technische Fehler und Ballverluste auf beiden Seiten an und so stand es nach 8 Minuten erst 2:2. Dann gelang es dem TSV Ottobeuren immer leichter durch die statische Dachauer Abwehr durchzubrechen und schnell stand es 6:3. Den Stadtwalddamen fiel im Angriff nichts ein und aus Verzweiflung versuchte es jede Spielerin mit Einzelaktionen, was kläglich misslang. Es entwickelte sich ein Spiel auf unterem Bayernliga-Niveau. Beim Stand vom 10:6 benutzte Trainer Berni Karg seine erste Auszeit und nahm einige Auswechslungen vor. Vor allem die Einwechslung von einer, als gefühlt einzige, hochmotivierten Franzi Spatz im Mittelblock zahlte sich sofort aus, denn diese schaffte es mit ihren Abwehr-Aktionen fast im Alleingang die gesamte Dachauer Hintermannschaft wach zu rütteln. Durch ihren Druck auf die TSV-Angreiferinnen, machten diese Fehler, welche die Dachauerinnen in der zweiten Welle eiskalt ausnutzen konnten. So schafften die Damen die blamable Leistung der ersten 30 Minuten bis zum Halbzeitpfiff auf ein 12:9 zu reduzieren. Wer dachte die Dachauerinnen würden in der zweiten Halbzeit nun richtig Gas geben, wurde eines Besseren belehrt. Denn die ersten 10 Minuten entpuppten sich als Katastrophe. Ottobeuren spazierte durch die ASV-Abwehr und im Positionsangriff agierte man weiterhin zu statisch. Beim Stand von 17:10 hatte Trainer Berni Karg genug gesehen - nahm eine weitere Auszeit - und die Damen I erlebten den zweiten richtigen Anschiss in der laufenden Saison. Dieser fruchtete, die Damen zogen das Tempo an und endlich erlebten die Zuschauer das wahre Gesicht der ASVlerinnen. Sehr schnell stand es 21:17 und auch eine TSV-Auszeit konnte die furiose Aufholjagd nicht stoppen. Schöne Tore von Hannah Leubner und Anna Rauh von den Außenpositionen, Celina Schwaiger und Sarah Gramenz aus dem Rückraum führten in der 55ten Minute zum 22:22. Ottobeuren wehrte sich mit schwindenden Kräften gegen eine Niederlage, Dachau scheiterte zum Schluss mehrmals an der gegnerischen Torhüterin und konnte so den Sack nicht zu machen. Der Letzte Angriff blieb dem TSV vergönnt, doch der Freiwurf von Adrienn Zsigmond landete im Dachauer Block. Am Ende können die Damen froh sein, über den Punkt aus dem Allgäu, denn der TSV Ottobeuren entpuppte sich, wie vorher gesagt, als sehr hartnäckiger Gegner. Dennoch kann man auch von einem Ausrutscher sprechen, da keine der ASVlerinnen konstant über das ganze Spiel annähernd ihre Normalform abrufen konnte. Da in der Rückrunde noch mehrere schwere Auswärtsaufgaben auf den ASV warten, müssen die Stadtwalddamen schleunigst an ihrer Auswärtsform arbeiten. An dieser Stelle sei den Herren I und den mitgereisten Zuschauer nochmal einen riesiges Dankeschön ausgesprochen für die tolle Unterstützung!!!

Stenogramm:
Zoé Chioato (TW), Miri Köhler (TW), Sarah Gramenz 5, Celina Schwaiger 5/3, Sarah Rocher 3, Hannah Leubner 3/1, Anne Gerhards 2, Anna Rauh 2, Franzi Spatz 2, Steffi Unger 2, Conny Karg 1, Simone Unger, Steffi Weber.

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