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Wieder nicht belohnt

Die ersten Herren des ASV Dachau haben sich trotz einer erneut starken Leistung nicht belohnt und beim favorisierten TSV Ottobeuren eine Niederlage kassiert. Nach einer überzeugenden ersten Halbzeit verließen den nie aufsteckenden Stadtwaldherren am Ende die Kräfte, um auswärts bei einem der Spitzenteams zu bestehen.

Erst im Hinspiel machte der TSV Ottobeuren Bekanntschaft mit dem Aufsteiger aus Dachau und behielt nur knapp die Oberhand (30:31). Der ASV, angereist mit einem Fanbus und den ersten Damen, präsentierte sich zur Primetime (Anwurf 20:00 Uhr) hellwach und von Beginn an mit einer starken mannschaftlichen Geschlossenheit. Vor einer proppevollen Halle entwickelte sich so zunächst ein Duell auf Augenhöhe, bei dem die Stadtwaldherren ein Tor vorlegen konnten und der Gastgeber ausglich (3:3). Es folgte eine starke Phase der Dachauer, die durch schnelle Beine in der Abwehr Ballgewinne forcierte und im Angriff Durchsetzungsvermögen und Kaltschnäuzigkeit bewies (3:6). Dieser Abstand konnte gewahrt werden (4:7), bevor es der TSVO schaffte, den Anschlusstreffer zu erzielen (6:7). Das Spiel nun auf einem sehr guten Niveau, beide Mannschaften wussten spielerisch zu überzeugen und der Spielstand weiterhin knapp (7:8). Doch die Gäste schafften es erneut die spielstarke Offensive des Gastgebers über eine gute Deckungsarbeit einzudämmen und im Angriff durch variable Spielzüge zu Torerfolgen zu kommen (7:10). Doch genauso schnell wie man sich einen Vorsprung erarbeiten kann, ist dieser auch wieder dahin und so kam es durch eine unnötige Zwei-Minuten-Strafe und einen technischen Fehler zu einem Lauf des TSV Ottobeuren und dem erneuten Ausgleich (10:10). Die Gäste fingen sich wieder, in Gleichzahl zeigte man sich mindestens ebenbürtig und die Folge einer sehr guten ersten Halbzeit war der Vorsprung zur Pause (11:12).

Die Mannschaft um Trainer Martin Haider zeigte sich auch in der Pause sehr fokussiert, die Ansprache war kurz gehalten und man wusste, man durfte auch in der zweiten Halbzeit keinen Deut nachlassen. Zunächst verlief auch alles nach Plan, der erste Treffer nach der Pause fiel auf das Konto der Dachauer (11:13), doch man geriet erneut in Unterzahl und wenige Augenblicke später stand das Spiel wieder bei Null (13:13). Zwar ging der Gast noch einmal in Führung (13:14), doch das Momentum war nun auf Seiten der Ottobeurer, die sich in der Abwehr steigerten, im Angriff variabler wurden und angepeitscht von den Zuschauern einen 4:0-Lauf starteten (17:14). Diese kurze Schwächephase, auch bedingt durch Unterzahlspiel und dem einen oder anderen Fehlwurf zuviel, konnte aber schnell überstanden werden und so kamen die Gäste wieder ran (18:17). Beide Deckungsreihen standen gut, gingen aggressiv zu Werke und die Offensive musste Schwerstarbeit leisten, um zum Torerfolg zu kommen. Ottobeuren stellte wieder auf die Zwei-Tore-Führung (19:17), doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln, kämpften um jeden Ball und stellten den Spielstand wieder auf Unentschieden (19:19). Das Remis hielt sich erst einmal (20:20), doch mit zwei Treffern in Folge leitete der Gastgeber die letzten zehn Minuten des Spiels ein (22:20). Die Stadtwaldherren, angefeuert von den mitgereisten Fans und den ersten Damen, an dieser Stelle ein riesiges Dankeschön dafür, erspielten sich aber immer wieder Chancen und blieben dran (22:21). Auch wenige Augenblicke später schafften sie den Anschlusstreffer (23:22) und es war alles bereit für eine spannende Schlussphase. Doch jetzt zeigte sich die ganze Routine der meisten Spieler vom TSVO, die schon lange Jahre Landesligaerfahrung und solche Phasen schon etliche Male erlebt haben. Anstatt vielleicht auf Unentschieden zu stellen und für eine Überraschung zu sorgen, wurde vorne zu überhastet abgeschlossen, man kassierte eine weitere unnötige Zwei-Minuten-Strafe und mit ihrer ganzen Cleverness erzielten die Ottobeurer zwei Treffer in Folge und das Spiel war vorentschieden (25:22). Die Gäste kamen zwar nochmal ran (25:23), aber die Zeit lief davon und ein letzter Verzweiflungswurf scheiterte, ehe dem Gastgeber der letzte Treffer der Partie vorbehalten war (26:23). Eine sehr faire Partie, die von den beiden Schiedsrichtern Maximilian Krämer und Michael Mund (beide TSV Allach 09) äußerst souverän geleitet wurde.

Nach dem schweren Spiel in Immenstadt (32:27) zeigten die Stadtwaldherren die zweite sehr gute Leistung in Folge und wussten auch auswärts beim TSV Ottobeuren zu überzeugen. Auch hier waren es nur Kleinigkeiten, die am Ende den Unterschied ausmachten und so belohnte man sich trotz der besten Saisonleistung in einem Auswärtsspiel nicht mit etwas Zählbarem. Für die ASV-Herren gilt es jetzt, den Kopf hochzunehmen, im Training weiter hart zu arbeiten und im nächsten Spiel, endlich das erste Heimspiel im neuen Jahr, wieder voll anzugreifen.

Für den ASV spielten: David Braun, Valentin Hagitte und Christian Pröll im Tor; Viktor Schwalbe (1), Alexander Meckl (3), Rene Sperrer (2), Marcin Szulc (1), Ferdinand Hauß (6/3), Maximilian Walk (6), Benedikt Hagitte (4), Maximilian Hauß, Mathias Hubrich, Matthias Fuchs und Kilian Schwalbe.

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