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Rückrundenstart misslungen

Den ersten Herren des ASV Dachau ist der Rückrundenstart misslungen und sie haben aus dem zweiten Auswärtsspiel im neuen Jahr keine Punkte mitnehmen können. Beim Tabellendritten TV Immenstadt fehlte am Ende die Cleverness im Vergleich zu den erfahreneren Allgäuern, was schlussendlich zu einer verdienten Niederlage führte (32:27).

Die Mannschaft um Trainer Gunther Kotschmar war gewarnt, nachdem sie das erste Spiel der Saison beim Aufsteiger aus Dachau in den Sand gesetzt und eine verdiente Pleite kassiert hatte (26:21). Hochkonzentriert startete sie in die Partie, konnte die erste Führung erzielen (1:0) und fand auch im Anschluss immer Mittel und Wege, die Abwehr der Gäste zu durchbrechen (3:1). Insbesondere das Zusammenspiel der Rückraumspieler mit dem Kreis konnte in der gesamten Partie nicht zu einhundert Prozent gelöst werden, dadurch kamen die Immenstädter zu einigen leichten Treffern (5:2). Doch die Gäste aus Dachau waren ebenfalls wach, die Defensive stand im Vergleich zum Spiel am vergangenen Wochenende beim Eichenauer SV (24:24) mehr als ordentlich, arbeitete viel und die Stadtwaldherren zeigten sich ebenfalls präsent und äußerst kampfbereit. Zwar blieb der Abstand erstmal noch gleich (6:3), doch nun fanden auch die Torhüter ein wenig ins Spiel, schnelle Gegenstöße wurden gefahren und der ASV erstmals wieder in Reichweite (6:5). Die Deckung stabilisierte sich noch etwas mehr, im Angriff fand man die richtigen Lösungen, um das Abwehrbollwerk um die großgewachsenen Allgäuer das eine oder andere Mal auszuhebeln (7:7). Wenig später ging der Gast das erste Mal in Führung (7:8), doch der Ausgleich wurde genauso schnell erzielt (8:8) und hatte erst einmal Bestand (9:9). In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der Gastgeber konnte immer wieder ein oder zwei Tore vorlegen, die Gäste aber blieben dran, bissen sich in die Partie und ließen sich nicht abschütteln (11:11;12:12). Gegen Ende der ersten Halbzeit leistete sich dann der ASV aber eine kleine Schwächephase, in der der Zug zum Tor und die Aggressivität in der Deckung ein wenig nachließ, die Torhüter keine Hand an den Ball bekamen, was die erfahrenen Immenstädter gnadenlos für einen kleinen Lauf ausnutzten, wodurch das Ergebnis zur Pause hochgeschraubt wurde (17:13).

Dieses Ergebnis wurde dem Spielverlauf nicht ganz gerecht, zu ausgeglichen präsentierten sich beide Teams, nur war das eine Team eben den einen Tick cleverer. Trainer Martin Haider sprach seinen Mannen in der Halbzeitansprache Mut zu, trotz der vielen Gegentore war die Abwehr präsent und giftig, nur aufgrund von Kleinigkeiten fiel das Ergebnis so hoch aus und das wollte man in der zweiten Halbzeit besser machen. Doch schon nach wenigen Minuten war der ganze Plan dahin, durch Unterzahlspiel fing man sich einfache Gegentore und kurz nach der Halbzeitpause schien das Spiel vorentschieden (20:13). Aber die Gäste bisschen sich erneut in die Partie, die Partie war in numerischer Gleichzahl absolut ausgeglichen, die Offensive zeigte sich variabel und durch Ballgewinne konnten die Stadtwaldherren schnell wieder verkürzen und auf den alten Abstand stellen (20:16). Damit wurden auch die Immenstädter wachgerüttelt, sie stabilisierten sich in der Defensive und auch der Torhüter, an dem man bereits in der ersten Halbzeit einige Male scheiterte, fand seine Form wieder (22:16). Dieser Abstand blieb zunächst bestehen (23:17), aber auch das Spiel des Gastgebers war nicht fehlerlos und die Gäste mit einem Mal und effektiven Torabschlüssen in Reichweite (23:20). Auch wenige Augenblicke später war der Abstand noch derselbe (24:21), doch nun folgte der angesprochene, unglückliche Teil. Anstatt sich bei eigener Überzahl geschickt anzustellen und zu verkürzen, handelte man sich in der Abwehr selbst zwei Minuten ein. Die routinierten Immenstädter nutzten die sich bietenden Lücken gnadenlos aus, den Gästen unterliefen Fehlwürfe oder technische Fehler und ein vier-Tore-Lauf sorgte für eine Vorentscheidung in einer bis dato engen Partie (28:21). Dass in solchen Phasen auch das Glück nicht auf Seiten der Gäste war, kam noch erschwerend hinzu, denn ausgerechnet dann fielen die Abpraller in die Hände der Immenstädter, abgefälschte Bälle kullerten noch ins Tor und auch die eine oder andere kritische Schiedsrichterentscheidung fiel zugunsten des Gastgebers aus. Nichtsdestotrotz leiteten die beiden Schiedsrichter Markus Kauth (SC Unterpfaffenhofen/Germering) und Andre Kolb (TSV Olching) das sehr faire Spiel souverän. Dieser Zwischenstand schien eine sichere Schlussphase einzuläuten, aber die Gäste gaben sich nicht auf, zunächst war das Ergebnis zwar noch deutlich (29:22), aber an Kampfgeist und Siegeswille mangelte es den Stadtwaldherren an diesem Tag nicht und so kamen sie erneut ran (29:25). Auch hier fehlte die Cleverness und das Glück, man fing sich erneut zwei Tore bei zwei Fehlwürfen und der letzte Schwung war dahin und die Partie entschieden (31:25). Die Dachauer gaben sich aber bis zum Schluss nicht auf, kämpften vorbildlich um jeden Ball und auch das letzte Tor zum Endstand war den Gästen vorbehalten (32:27).

Aufgrund der häufigen Führungen ein verdienter Sieg des Gastgebers, der am Ende zwar ein paar Tore zu hoch ausfiel, ohne den Kampfgeist der Gäste aber auch noch höher hätte ausfallen können. Mut schöpfen können die Stadtwaldherren aus der Erkenntnis, über weite Strecken der Partie eine ordentliche Leistung abgerufen zu haben. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr fand man die richtigen Lösungen und man konnte den Gastgeber auch ein zweites Mal gehörig ärgern. Die fehlende Routine und Cleverness war ausschlaggebend, in manchen Phasen war auch das Glück nicht auf Dachauer Seite, sonst wäre man auch durchaus in der Lage gewesen, einen Punkt mitzunehmen. Jetzt heißt es Mund abwischen, die positiven Schlüsse ziehen und nächste Woche beim TSV Ottobeuren eine ähnlich gute Leistung abrufen, um dort bestehen zu können.

Für den ASV Dachau spielten: David Braun, Christian Pröll und Valentin Hagitte im Tor; Maxi Hauß (2), Viktor Schwalbe (1), Alexander Meckl (2), Julian Hagitte (7/2), Matthias Fuchs (1/1), Kilian Schwalbe (2), Ferdi Hauß (5), Maxi Walk (1), Benedikt Hagitte (6), Mathias Hubrich und Marcin Szulc.

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Coralyn schrieb am 16.02.2017 um 03:41:50

What a joy to find soomnee else who thinks this way.

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