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Fehlstart ins Jahr 2016

Nach einer 4-wöchigen Pause starteten auch die 2. Herren mit der Partie gegen den ETSV 09 Landshut ins Handballjahr 2016. Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Das zählt nicht nur zu Beginn der Saison, sondern auch in der Winterpause. Und die war leider mehr als dürftig, lediglich einmal konnte man trainieren und dies auch nicht mit vollem Kader.
Zudem musste man auf den ein oder anderen Spieler auf Grund von Krankheit, Verletzung, oder anderweitiger Verpflichtungen verzichten, die in manchen Situationen vielleicht nochmal Impulse setzen hätten können.
In einer verrückten Liga, in der scheinbar wirklich jeder jeden schlagen kann, benötigt man gegen jeden Gegner eine gute Leistung um bestehen zu können, egal was die Tabelle aussagt.
Und so entwickelte sich in den ersten 10 Minuten ein Spiel auf Augenhöhe. Bis zum 6:6 konnte sich keine Mannschaft absetzen. Die ASV-Männer konnten anfangs im Angriff überzeugen und spielten die Abläufe konsequent zu Ende und erzielten ansehnliche Tore. In der Abwehr fand man anfangs aber nicht ins Spiel und bekam die gegnerischen Rückraumspieler Poppinga und Hinrich nicht in den Griff, doch der Angriff hielt die Staldwaldherren im Spiel.
Dann aber eine unerklärliche Schwächephase im Angriff. Es wollte nichts mehr zusammenlaufen, das was anfangs funktionierte wurde eingestellt und ein Wurf nach dem anderen versemmelt und so konnte Landshut bis auf 9:15 davonziehen.
Auch eine Auszeit in der 16. Minute wollte erst keine Änderung bringen. Doch wie schon so oft in dieser Saison fehlte es nicht am Kampfgeist und der Moral der Truppe. Ab der 20. Minute verbesserte sich die Abwehr und auch der ein oder andere Ball wurde entschärft. Ebenso fand man im Angriff wieder seine Linie und biss sich in die Partie zurück und konnte so bis zur Halbzeit auf 16:18 verkürzen. Leider verletzte sich in dieser Phase Mario Putnik schwer am Knie und konnte seinen Beitrag im zweiten Spielabschnitt nicht mehr leisten. Mittlerweile steht die bittere Diagnose fest, Kreuzbandriss.
2 Tore sind im Handball nichts, vor allem, wenn noch eine komplette Halbzeit zu spielen ist. Das war die Kernaussage der Halbzeit und das Spiel für den verletzten Spieler gewinnen zu wollen.
Die Moral passt in jedem Spiel, man lässt sich nie hängen, egal wie weit man im Rückstand ist. Der nächste Schritt der Entwicklung sollte bzw. muss nun sein, in engen Phasen, wenn man drauf und dran ist ein Spiel zu drehen, auch die nötige Cleverness zu zeigen. Dies war an diesem verdammten Sonntag noch nicht der Fall.
Beim 18:19 war man drauf und dran das Spiel zu drehen. Chance auf den Steilgriff und ein damit eventuell verbundenes einfaches Tor, Fehlpass. Im Gegenzug das 18:20. Das war die erste Situation, in der die nötige Cleverness gefehlt hat.
Die zweite Situation dann bei 20:21. Wieder bekam man die Chance auszugleichen, diesmal in der 2. Welle. Auch hier ein leichter Ballverlust, der zum Gegentor führte, 20:22.
Die nächste Situation 22:24. 7m und 2 Minuten Überzahl für Dachau. 7m verworfen, hinten ein einfaches gefangen. Ansatt 23:24 und die Chance in Überzahl einen Ballgewinn zu erielen, stand es 22:25.
Die Abwehr stabilisierte sich im zweiten Abschnitt aber zunehmend. Doch dies hilft nichts, wenn man sich 2 Minuten in der Abwehr aufarbeitet und der Gegner dementsprechend Zeit bekommt eine Lücke zu finden. Dies und die folgende Situation waren aber die einzigen Kritikpunkte am sonst fair und souverän pfeifenden Gespann Böger/Michels vom Nachbarverein Dachau 65.
Beim 27:28 hatte man sich wieder in eine Situation gebracht um das Spiel zu drehen. Hier in der 56. Minute kam dann alles nochmal zusammen. Ein Rückraumkracher landete an der Unterkante der Latte und landete anstatt hinter, vor der Linie. Das Glück war nicht auf unserer Seite, wie auch schon in Deggendorf.
Doch nun die angesprochene Situation. Landshut machte es clever und nutzte die großzügige Auslegung des Zeitspiels aus. Nachdem nach gut anderthalb Minuten doch mal Zeit angezeigt wurde, nahm Landshut seine Auszeit. Völlig legitim, man würde es wohl auch nicht anders machen.
Doch nun eben die leider unglückliche Szene des Schiedsrichtergespanns. Anstatt das Zeitspiel weiter anzuzeigen und so Landshut zu einem schnellen Abschluss zu bewegen, blieb der Arm auch nach mehrmaligem Hinweisen unten. So spielte Landshut eben wieder fast eine Minute ihren Stiefel runter und fand dementsprechend wieder eine Lücke und nutzte die Möglichkeit zum 27:29. Auf beiden Seiten fiel noch jeweils ein Treffer, mehr war nicht drin und so endete das Spiel mit einer ärgerlichen 28:30-Niederlage.



"Man hat das Spiel selbst verloren. Die Abwehrleistung in der ersten Halbzeit und eine nur durchschnittliche Wurfausbeute von 57% waren am Ende zu wenig. Dennoch war die Situation in der 57. Minute mehr als ärgerlich, auch wenn man natürlich nicht sagen kann, ob das Spiel dann noch anders gelaufen wäre."

Für den ASV spielten:
Schäfer, Hagitte (Tor)
Darling, Hanauer (5/1), Steinberger (5/3), Hamann (1), Grund (1), Sauer (3), Pscherer (3), Putnik, Guggenberger (4), Westermeier (4), Schwalbe, Pröll (2)

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